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„Fußgängerampel sicherer als Zebrastreifen“: Fischbach: Tempo 30 als Ampel-Killer

Von Die Chefin der Senioren-Union, Alwine Bock, sammelt Unterschriften, weil sie sich um die Sicherheit der Schulkinder Sorgen macht.
Noch ist sie in Betrieb, die Lichtzeichenanlage an der Kreuzung Eppsteiner Straße/Im Unterdorf. Foto: Hans Nietner Noch ist sie in Betrieb, die Lichtzeichenanlage an der Kreuzung Eppsteiner Straße/Im Unterdorf.
Fischbach. 

Tempo 30 im westlichen Teil der Eppsteiner Straße war schon umstritten. Nur mit einer hauchdünnen Mehrheit dank der Stimmen der UKW, der SPD und der Freien Wähler hat die Politik das durchgesetzt. In diesem Jahr geht es an die Umsetzung. Doch das Vorhaben stößt auch in Fischbach nicht auf ungeteilte Zustimmung. So sorgt sich Alwine Bock um die Sicherheit gerade von Schulkindern, aber auch von anderen Fußgängern. Denn mit der Tempo-30-Zone müsste auch die Ampel an der Kreuzung Eppsteiner Straße/Im Unterdorf verschwinden und durch einen Zebrastreifen ersetzt werden.

Alwine Bock, die an der Behringstraße wohnt und zudem Vorsitzende der Senioren-Union Kelkheim ist, will das nicht so einfach hinnehmen. Sie sammelt daher seit Ende 2016 Unterschriften für den Erhalt der Ampel und will diese Initiative nun im neuen Jahr verstärken.

„Diese Ampel wurde zur Sicherung des Schulweges, des Wegs zum Kindergarten und den Kirchen für die Kinder des ganzen Ziegeleigebietes eingerichtet. Haben sich die Mitglieder der drei Fraktionen die Situation an dieser unübersichtlichen Kreuzung nicht angesehen?“, fragt sie und fügt noch ebenso rätselnd an: „Für die Autos, die vom Rewe-Markt kommen, gibt es zur Sicherheit zwei Spiegel. Den schwächsten Verkehrsteilnehmern, den Kindern, wird die Ampel als Sicherheit genommen. Warum?“

Alwine Bock regt an, Tempo 30 in diesem westlichen Teil der Fischbacher Straße (im östlichen Bereich gilt es längst) vielleicht nur nachts von 22 bis 6 Uhr einzuführen. Das gelte auf der Frankfurter Straße in Kelkheim ja schließlich auch. Dann könnte die Ampel stehen bleiben. In der Innenstadt reichten die Lärmwerte allerdings nicht aus, um die „30“ den ganzen Tag gelten zu lassen. Alwine Bock fragt sich: „Haben sich die Fahrzeuge aus Fischbach, die in Kelkheim ankommen, auf der Strecke verändert? Sind sie leiser geworden?“ Auf der Kelkheimer Straße in Fischbach wiederum gelte Tempo 30. Dieses Durcheinander kann Alwine Bock nicht verstehen. Und sie betont mit Blick auf die Maßnahme: „Mag sein, dass der Lärm etwas geringer wird. Abgase und Feinstaub durch Reifenabrieb aber bleiben.“ Da auf der Eppsteiner Straße im unteren Teil wegen der vielen Parkbuchten gar nicht viel schneller als 30 gefahren werden könne, hält sie diese Maßnahme für wenig sinnvoll.

Doch sie wird kommen, wie Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) dem Kreisblatt noch einmal bestätigt. Das sei der Wunsch vieler Anwohner gerade im westlichen Teil der Straße gewesen. Sie haben dem Rathauschef jede Menge Unterschriften übergeben und klagen seit Jahren über die Raser sowie Fahrzeuge, die zum Teil sogar über den Bürgersteig fahren. „Zu einer Tempo-30-Zone gehört, dass dort keine Ampel steht“, macht Kündiger deutlich. „Wenn etwas anderes gewollt ist, dann muss man es artikulieren.“ Kündiger hat bisher noch keine Unterschriften in eine andere Richtung erhalten. Und so geht er davon aus, dass der politische Beschluss Anfang dieses Jahres umgesetzt wird. Bisher fehlen noch die letzten Stellungnahmen der Verkehrsbehörden – doch an der Entscheidung werde das wohl nichts mehr ändern, sagt Kündiger.

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