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Von Ballerinas bis Markentaschen: Flohmarkt für Frauen: Trödeln unter Gleichgesinnten

Frauen gehen gerne shoppen. Je größer die Auswahl, desto besser. Wenn dann noch der Preis stimmt, ist frau nicht mehr zu halten. Der erste Flohmarkt für Frauen in Kelkheim kam gut an. Bei Organisatoren, Standbetreibern und Publikum.
„Da passt sogar ein Laptop rein“: Ein gutes Argument für Yvonne Laufer aus Bad Vilbel (rechts), die sich von Hannelore Brüssler eine Ledertasche zeigen lässt. Foto: Knapp „Da passt sogar ein Laptop rein“: Ein gutes Argument für Yvonne Laufer aus Bad Vilbel (rechts), die sich von Hannelore Brüssler eine Ledertasche zeigen lässt.
Kelkheim. 

Ein Flohmarkt nur für Frauen? Muss man da hin? Frau muss. Bereits am Eingang glitzert und blinkt es. Dann Kleidung, Schuhe, Taschen und Schmuck, Mode in allen Größen und Accessoires so weit das Auge in der Kelkheimer Stadthalle reicht. Flugs ist man mittendrin. „Könnte das etwas für mich sein?“, fragt sich eine. „Wie viel möchten Sie denn für die Jacke?“, heißt es an einem anderen Stand. Die Frage zieht gleich mehrere Damen an. Im Nu ist man nicht mehr einzige Interessentin für die Jacke von „Barbour“ an diesem Stand. In Beige. Für rund zwanzig Euro. „Ist die echt?“, fragt ein aus Idstein angereistes Pärchen. Der Partner ist dabei, weil auch er gerne auf Flohmärkten shoppe und man so etwas gemeinsam erlebe.

Kauf besiegelt

Tatsächlich ist „Mann“ auch bereits fündig geworden und trägt eine gebrauchte, gut erhaltene Golftasche mit Schlägern unter dem Arm. Seine Partnerin lässt die Jacke nicht mehr aus den Händen, zu groß ist das Risiko, diese doch noch an eine andere Kundin zu verlieren. Der Kauf wird besiegelt, und die beiden ziehen weiter.

Weitere Veranstaltungen sollen folgen

Man plane weitere Flohmärkte für Frauen und wolle den Namen „Trödelina – Der Flohmarkt für Frauen“ weiter etablieren, heißt es beim Veranstaltungsservice Weiß, Organisator des ersten Frauenflohmarkts in Kelkheim.

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„Wir gehen gerne auf Flohmärkte“, erzählen zwei Käuferinnen, die sich in ein Paar Ballerinas verliebt haben. Gemeinsam mit einem Paar Stiefeletten wird man sich preislich schnell einig. Verkäuferin und künftige Trägerin sind glücklich. Am Stand von „Hannah und den Girls“, wie sich die lustige Frauentruppe nennt, ist Stöbern nach Herzenslust erlaubt. Fehlkäufe oder kaum getragene Kleidungsstücke werden von den Mädels für zwei Euro angeboten. Zufrieden mit ihren bisherigen Geschäften teilen sie sich eine Tüte Süßes und freuen sich, dass künftig andere Frauen die netten, zeitgemäßen Röcke, Hosen und T-Shirts tragen werden. „Ich selbst bin eine Flohmarktgängerin und kaufe gerne auf solchen Märkten“, sagt Hanna. Meine Mädels habe ich in meinem Blog „Flohmarkttouristin“ gefragt, ob sie mitkommen möchten.“

Einige Meter weiter hat Hannelore Brüssler einen schicken Tisch mit Boutique-Flair hergerichtet. Ihr Mann steht daneben und hilft bei Beratungsgesprächen. „Außerdem musste ich heute Morgen beim Tragen helfen, denn der Weg vom Parkplatz bis zum Tisch ist ja nicht gerade kurz“, erklärt er. Die Brüsslers kommen aus der Nähe von Kassel. Tolle Designertaschen, Gürtel, Stiefel und Pumps haben sie im Angebot.

Infiziert vom Getümmel

Dies sieht auch Flohmarktbesucherin Yvonne Laufer so, die eigentlich nur ihre Freundin begleiten wollte, nun aber mittendrin und infiziert ist vom Shoppinggetümmel. „Das sind hier so viele tolle Taschen. Schauen Sie mal, sind die nicht klasse?“, fragt sie. Die Entscheidung fällt ihr sichtlich schwer. „Ich bin Taschenliebhaberin und sammle Taschen und Schuhe“, gesteht die Standbetreiberin. Ihr Ehemann bestätigt: „Meine Frau kauft und verkauft immer hochwertige Waren.“ Auch mich packt nun letztlich das Shoppingfieber. Die Stiefel hätten meine Gnade. Soll ich sie mal anprobieren? Etwas später steht am Ausgang dann eine glücklich blickende Yvonne Laufer. Sie hat sich entschieden. Auf die Frage, ob sie eine Tasche erworben habe, antwortet sie: „Eine? Ich habe gleich vier gekauft. Zwei für mich, eine für meine Mutter und eine für meine Freundin.“

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