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Neue Sodenia in Bad Soden: Gestatten, das ist Nadine I.

Von Die amtierende 69. Prinzessin auf Sodenias Thron, Franziska I., übergibt am Samstag ihre Insignien. Die neue Hoheit in spe ist gut vorbereitet: Der Zeitplan steht, das Kleid sitzt.
Die neue Sodenia, Nadine Kuch, ließ sich fürs offizielle Foto mit ihrer Namenspatronin vor dem Sodenia-Tempel im Quellenpark ablichten. Die neue Sodenia, Nadine Kuch, ließ sich fürs offizielle Foto mit ihrer Namenspatronin vor dem Sodenia-Tempel im Quellenpark ablichten.
Bad Soden. 

Die Tanzsternchen, der Elferrat, auch die Elferfrauen – sie alle und noch viel mehr Aktive bei der Sodener Karneval Gesellschaft (SKG) haben einen handschriftlichen Brief erhalten, der zusätzlich mit einem persönlichen Utensil auf Facebook gestellt wurde. Ein täglicher Countdown der anderen Art, und noch schreibt Nadine Kuch selbst. Von Samstag an könnte sie diese Aufgabe an Hofmarschall Jens Thomas oder seinen Stellvertreter Manuel Napp delegieren – schließlich ist sie dann Prinzessin Nadine I., die 70. Sodenia.

Privat mag es Nadine Kuch, die in Diedenbergen zu Hause ist, am liebsten natürlich. Bild-Zoom
Privat mag es Nadine Kuch, die in Diedenbergen zu Hause ist, am liebsten natürlich.

Ein bisschen aufgeregt werde sie langsam schon, so kurz vor dem Start der Karnevalskampagne. Vor allem aber überwiege die Freude. „Es fühlt sich sehr gut an“, sagt die im öffentlichen Dienst tätige Verwaltungsfachwirtin. Die nötige Lebenserfahrung bringt sie mit: 29 Lenze zählt sie, ihre Vorgängerinnen waren Anfang bis Mitte 20. Der humorvollen Frau fällt dazu gleich eine Anekdote ein: „Schön, dass Sie nicht so jung sind“, habe Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU) zu ihr gesagt, als er von ihrer Regentschaft erfuhr. Und den vermeintlichen Fauxpas gleich wieder eingefangen: „Also, Sie sind ja auch noch jung.“

Viele Freundschaften

Nadine Kuch ist in Bad Soden geboren, in Kelkheim aufgewachsen und in Hofheim-Diedenbergen zu Hause. Die Verbindung zur SKG besteht aber schon länger. Früher tanzte sie bei der TSG Münster in der Abteilung Karneval. Nach einer Pause kam sie 2012 über eine Schulfreundin zu den Sodener Narren, wo sie sich schnell heimisch fühlte. Sie tanzt nach wie vor und gibt seit drei Jahren als eine der Trainerinnen der Tanzzwerge, der Aufbaugruppe für Kinder zwischen drei und sechs Jahren, ihr Wissen weiter. Kuch hebt den Zusammenhalt und die vielen Freundschaften hervor, die in den vergangenen Jahren entstanden sind.

Schon Hofdame gewesen

Auf was sie sich einlässt, weiß sie ziemlich genau. Als Hofdame fuhr sie bereits bei der 65. Sodenia, Linda I., mit, auch mit den anderen Prinzessinnen steht sie im Austausch. „Ich gehe da ganz locker ran“, betont Kuch, die lediglich ein wenig bedauert, dass die Kampagne dieses Mal recht kurz ausfällt. Das bedeutet viele Termine in vergleichsweise kurzer Zeit. Gut, dass der Hofmarschall bereits „eine riesengroße Excel-Tabelle“ angefertigt hat, mit der nichts schiefgehen kann. Der Erlös ihres Pin-Verkaufs, auch das steht schon fest, geht an die Bürgerhilfe Bad Soden.

Der närrische Fahrplan der SKG

Die Inthronisation von Prinzessin Nadine I. findet am Samstag um 15.11 Uhr im Gasthaus „Zum Grünen Baum“ in Altenhain, Langstraße 52, statt. Der Eintritt ist frei.

clearing

Kuch setzt eigene Akzente, nicht nur mit dem Briefe-Countdown auf Facebook. Statt im Fotostudio entstand das offizielle Foto auf ihren Wunsch am Sodenia-Brunnen: „In der Natur ist es schöner.“ Das Kleid dürfen die Hoheiten ohnehin nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. „Ich liebe Dirndl und Trachten, und ich bin ein großer Andreas-Gabalier-Fan“, verrät sie. Mit der Farbe sei es allerdings immer erstmal „ein großes Drama“, schließlich ist die Wahl endgültig. Es ist eine gute geworden: Blau dominiert, die Spitzenärmel waren ebenfalls eine Idee von Kuch.

Bleibt nur noch, allen Karnevalisten einen guten Start in die Saison zu wünschen und zu hoffen, dass sich das neue Konzept der SKG durchsetzen wird. Dazu zählt der neue Termin für die Kostümsitzung am Samstag. „Wir waren wohl der einzige Verein, der noch eine Sonntagssitzung hatte“, erzählt sie. Die Tradition stammte noch aus Kur-Zeiten – war aber für die arbeitende Bevölkerung problematisch.

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