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Glück, Geld und Gorgonzola

Beim Höchster Spitzen-Italiener "Il Vecchio Muro" kommen Tradition und Moderne zusammen. Heute wird das Restaurant 25 Jahre alt – und im Jubiläumsjahr gibt’s erstmals auch Pizza.
Angelo Ciccarello mit einer klassischen Pizza Margherita.	Foto: Maik Reuß Angelo Ciccarello mit einer klassischen Pizza Margherita. Foto: Maik Reuß
Höchst. 

"Man lernt nie aus, und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken", sagt Küchenchef Angelo Ciccarello (57). Seit 25 Jahren betreiben die Ciccarellos das Restaurant "Il Vecchio Muro" an der Schleifergasse. Chefkoch Ciccarello kam als 17-Jähriger nach Deutschland, zunächst nach München, weil man ihm gesagt hatte, dass dort "das Geld auf der Straße liegt". In München arbeitete er in mehreren italienischen Restaurants und bewunderte nach Feierabend nicht nur die teuren Ledertaschen in der Auslage des Geschäfts gegenüber, sondern auch die nette junge Dame hinterm Tresen. Zum Glück.

1986 nach Höchst

Heute ist sie die gute Seele des "Vecchio Muro". Antonietta Ciccarello hat Angelo drei Töchter geschenkt, mit denen die junge Familie nach Höchst zog, als man ihm 1986 ein Job im Restaurant an der Schleifergasse anbot. 1987 übernahm das Ehepaar das Restaurant. Das "Vecchio Muro" – benannt nach der alten Höchster Stadtmauer, die ins Restaurant integriert ist – wurde eine besondere Adresse: Hochwertige italienische Küche zu erschwinglichen Preise wollten die Ciccarellos ihren Gästen bieten.

Pfiffige Ideen

Viele Prominente konnten sie in den 25 Jahren begrüßen, darunter auch den ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch oder der italienische Popstar Gigi d’Alessio. Da mussten ständig pfiffige Ideen her. Um auf dem Laufenden zu bleiben, besucht Angelo Ciccarello immer, wenn er in Italien ist, einige gute Restaurants von Kollegen. "Vielleicht sieht man mal wieder etwas, dass man sich abschauen kann." Die Bewahrung kulinarischer Traditionen sei ihm aber genauso wichtig wie diese neuen Ideen. Zu Weihnachten gibt es im "Vecchio Muro" etwa Lammhaxe mit Polenta, nach einem traditionellen piemontesischen Rezept. "Das macht mir einfach Spaß", sagt der Chef, während er die Polenta kräftig rührt. Wenn die Ciccarellos einen Wunsch frei hätten zum Jubiläum, wäre es ihnen recht, wenn der eine oder andere Höchster mal einen genaueren Blick auf die Speisekarte vor dem Restaurant werfen würde. "Manche Leute denken immer noch, wir wären besonders exklusiv oder teuer. Dabei stimmt das gar nicht."

Im Jubiläumsjahr wagt sich Angelo Ciccarello an ein Gericht, das schwerer sei, als es auf den ersten Blick erscheint: Pizza. Dass er darauf bislang verzichtet hat, erklärt er so: "Für eine richtig gute Pizza muss alles passen: Das Wasser, die Zutaten und sogar die Luftfeuchtigkeit." Dass Pizza auf der Karte bislang gefehlt hat, habe also nichts damit zu tun gehabt, dass sich das "Vecchio Muro" von der Konkurrenz abheben wollte, sondern sei einfach der Schwierigkeit geschuldet, eine wirklich gute italienische Pizza in einer deutschen Küche zuzubereiten. Deshalb sei vor kurzem auch erst Besuch in der Küche gewesen: Ein Physiker, der sein Fachwissen beisteuerte. Und seitdem gibt es sie auch im "Vecchio Muro" an der Höchster Stadtmauer: knusperdünne Pizza mit saftigem Belag und intensiven Aromen frischer Kräuter – ganz so wie in Italien.

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