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Hängebauchschweine narren ihre Jäger

Von Seit einigen Wochen halten mehrere frei laufende Hängebauchschweine die Grundstücksbesitzer am Platzenberg und Tierschützer auf Trab. Doch so langsam wird die Luft für die Schweine dünner. Was ist da los?
Zwei der drei noch freilaufenden Schweine vom Platzenberg. Bilder > Zwei der drei noch freilaufenden Schweine vom Platzenberg.
Bad Homburg. 

Sie sind noch immer auf der Flucht, die drei Hängebauchschweine vom Platzenberg. Doch so langsam wird die Luft dünn. „Wenn wir die Schweine nicht bis kommenden Dienstag eingefangen haben, ist der Jagdpächter am Zug“, sagt Renate Echterdiek, die Vorsitzende des Tierschutzvereins in Bad Homburg. Und das würde letztlich bedeuten, dass die Schweine erschossen werden.

Artgenossen gewarnt

Doch die Tierschützer geben nicht auf. Zwei Mal wurde bereits versucht, die anfangs noch vier Schweine einzufangen. Beim ersten Versuch gelang es immerhin, ein Tier in einem Hänger zu fangen. Dessen Gequieke warnte aber die schweinischen Kollegen, die sich daraufhin nicht in die Nähe des Hängers begaben.

Falle schnappt nicht zu

Mittlerweile ist auch der zweite Anlauf, die wohlgenährten Schweine an ihrer bevorzugten Futterstelle in eine Falle zu locken, gescheitert. Die Schweine erschienen zwar, kamen auch nahe an den Hänger heran und fraßen alles Mitgebrachte – doch dann drehten sie ab, ohne sich von ebenfalls eingesetzten Hunden einschüchtern zu lassen. Die Schweine, nicht ganz dumm, haben sich eine neue Futterstelle gesucht. Sie treiben sich jetzt in der Nähe des Leopoldsweg rum – an der Wiese hinter dem dortigen Bolzplatz.

Jetzt versuchen die Tierschützer also dort ihr Glück – mittels Drängelgittern, die das städtische Ordnungsamt und der Betriebshof zur Verfügung gestellt haben, und mit einem mit Stroh ausgelegten Hänger. Eine Spur aus gekochten Kartoffeln, Nudeln, alten Bananen und Karotten soll sie in den warmen Hänger locken. Die Helfer setzen dabei auf die Mithilfe der Bevölkerung. „Wenn jemand sieht, dass die Schweine im Hänger sind, bitten wir darum, uns sofort zu verständigen“, sagt Renate Echterdiek. Die Tierschützer können schließlich nicht 24 Stunden am Tag auf der Lauer liegen.

Zu erreichen sind Echterdiek und ihre Helferinnen unter folgenden drei Mobilnummern: 01 71 – 2 61 20 23, 01 51 – 52 43 95 76 und 01 70 – 2 76 10 13.

Anlieger erzürnt

Sind die Schweine erstmal in Gewahrsam, wartet ein Platz im Gnadenhof auf sie. Ein Bauer in Grünberg bei Gießen will die Tiere gegen einen kleinen Futterzuschuss bei sich beherbergen. Doch Eile ist geboten, denn die Grundstücksbesitzer vom Platzenberg sind auf die Hängebauchschweine nicht gut zu sprechen, haben diese doch schon etliche Gartengrundstücke umgepflügt.

Aber Renate Echterdiek ist guter Hoffnung, dass die eisige Witterung den Helfern in die Karten spielt – denn allzu viel Nahrung dürfen die Schweine auf den hartgefrorenen Wiesen am Platzenberg zurzeit nicht finden.

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