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Die „Fuchselöcher“ lotsen einen besonderen Gast in den Main-Taunus-Kreis: Henni Nachtsheim hat das Herz an die Eintracht verloren

Von Droht Frankfurts Fußballprofis der Bundesliga-Abstiegskampf? Haben sie zu wenige Identifikationsfiguren? Fan-Club-Chef Frank Spengler macht sich keine Sorgen und wagt einen Tipp.
Er ist Kabarettist, die eine Hälfte von „Badesalz“ und Eintracht-Fan: Henni Nachtsheim tritt am 7. Oktober in Weilbach auf. Foto: silke Er ist Kabarettist, die eine Hälfte von „Badesalz“ und Eintracht-Fan: Henni Nachtsheim tritt am 7. Oktober in Weilbach auf.
Weilbach. 

Zwei Spiele, ein Punkt, null Tore – erst war’s ein halber Fehlstart. Dann siegten die Adlerträger bei Borussia Mönchengladbach 1:0, und mit einem Mal sah die Anfangsbilanz schon deutlich freundlicher aus: Vier Punkte aus drei Spielen – damit liegt der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt im Soll.

Frank Spengler, Vorsitzender des seit zehn Jahren bestehenden Eintracht-Fan-Clubs „Fuchselöcher“ Weilbach, ist jedenfalls guter Dinge für die Spielzeit 2017/18. Er lacht und sagt: „Ich habe mit meinen Vorhersagen eigentlich immer recht gut gelegen – auch mit dem, was ich im Höchster Kreisblatt gesagt habe.“ Er habe „das Gefühl, dass die Mannschaft in dieser Saison mit dem Abstieg nichts zu tun hat“. Die Eintracht habe „so aufgerüstet, dass sie konkurrenzfähig ist“. Ein „einstelliger Tabellenplatz“ sei möglich, denn sie sei nun auf allen Positionen gut und doppelt besetzt. Das war ein Manko vergangener Jahre: Fielen reihenweise Stammkräfte aus, rückten Akteure nach, die an die Schaffenskraft der etablierten Spieler nicht heranreichten.

Durchdachtes Konzept

Spenglers „Fuchselöcher“ feiern ihr Mini-Jubiläum mit einem besonderen Ereignis: Sie verbinden Fußball-Begeisterung mit Kultur, indem sie den Eintracht-Anhänger, Musiker, Comedian, Schriftsteller und Schauspieler Henni Nachtsheim in den Flörsheimer Stadtteil lotsen (siehe separater Text).

Kabarettistische Lesung mit Henni Nachtsheim

Der Fan-Club „Fuchselöcher“ Weilbach ist noch im Kindesalter. Aber zum zehnten Geburtstag darf’s trotzdem was Besonderes sein. Der Comedy-Abend mit dem Fußball- und Eintracht-Fan Henni Nachtsheim

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Die „Fuchselöcher“, benannt nach einem ehemaligen Treffpunkt von Jugendlichen in Weilbach, legten 2007 mit etwa 20 Leuten los. „Heute haben wir locker 130 Mitglieder“, erzählt der Vorsitzende dem Kreisblatt und lobt das Duo Fredi Bobic und Niko Kovac. Der Sport-Vorstand des Bundesligisten und der Trainer haben ein „durchdachtes Konzept“. Spengler: „Der Verein nimmt Geld in die Hand, ohne sich zu überschulden.“

1000 Euro gespendet

Nun ist viel davon die Rede, dass Hessens Nummer 1 im Profifußball die Identifikationsfiguren ausgehen. Ist es darum nicht schade? Kann das gutgehen mit einer Multikulti-Truppe, in der babylonische Sprachenvielfalt herrscht und sehr unterschiedliche Mentalitäten aufeinandertreffen? All das „macht mir überhaupt keine Sorgen“, antwortet Spengler. Junge, gut ausgebildete deutsche Spieler seien für einen Club wie die Eintracht „nicht bezahlbar“. Sie müsse andere Wege gehen, um den Kader zusammenzustellen. Die Spieler, die jetzt kommen, hätten ja die Chance, „zu Identifikationsfiguren zu werden“. Ein Alex Meier habe sich diesen Status auch erst über Jahre hinweg erarbeitet. Der Torjäger war nicht von Anfang an der „Fußball-Gott“.

Frank Spengler ist der Vorsitzende des Eintracht-Fan-Clubs „Fuchselöcher“ in Weilbach. Bild-Zoom Foto: Hans Nietner
Frank Spengler ist der Vorsitzende des Eintracht-Fan-Clubs „Fuchselöcher“ in Weilbach.

Die „Fuchselöcher“ gründeten sich im Jahr nach dem Pokalfinale 2006, als die Eintracht den Münchner Bayern 0:1 unterlag. „Damals sind ganz viele Leute aus Weilbach und Umgebung nach Berlin gefahren“, erinnert sich Frank Spengler. „Da kam die Idee auf, in Weilbach einen Fan-Club zu gründen.“

Den Erlös aus dem Entenrennen am Vatertag, 1000 Euro, spendeten Spengler & Co. kürzlich dem Verein „Stern des Südens“. Dieser Flörsheimer Verein setzt sich dafür ein, die Bildungschancen für sozial-benachteiligte Kinder zu verbessern. Moment mal! „Stern des Südens“? Ist das nicht der Refrain aus dem Bayern-Lied? Ja. Doch die „Füchselöcher“ sehen gnädig über die Namensgleichheit hinweg.

Letzte Frage an Frank Spengler: Wie endet die Partie gegen den FC Augsburg am Samstag? Der Fan-Club-Boss legt eine Pause ein, denkt nach und sagt: „2:1 für die Eintracht.“

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