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„Taunus Soul“: Markt mit Festivalcharakter steigt zum zweiten Mal auf dem Zauberberg

Von Nach der Premiere im vergangenen Jahr ist neben der Fischbacher Glaskünstlerin Anja Gilles bei der zweiten Auflage von „Taunus Soul“ die Kulturgemeinde mit im Boot.
Spaß mit Hüten: Catherine Hueber-Weil (links) und Anja Gilles freuen sich über die Bild-Spende von Dimitri Vojnov als Hauptpreis. Foto: Knapp Spaß mit Hüten: Catherine Hueber-Weil (links) und Anja Gilles freuen sich über die Bild-Spende von Dimitri Vojnov als Hauptpreis.
Ruppertshain. 

Es war einmal in Berlin. Der heute vom Ruppertshainer Zauberberg bekannte Künstler Dimitri Vojnov saß nachts in einer Bar, als ein junges Mädchen mit druckfrischen Zeitungen hereinkam und die aktuellen Nachrichten verkaufte. Der Maler griff gerne zu. Mehr noch: Vojnov nahm diese Szene als Anregung für einen ganzen künstlerischen Zyklus. Wer sein Atelier am Zauberberg besucht, findet unter den vielen Werken auch immer wieder Damen mit mächtigen Zeitungshüten auf dem Kopf. Ob es nun das Bild „Belesenes Mädchen“ ist, das sich auch mit einem Kreisblatt schmücken darf, oder die etwas kleinere, aber ebenfalls sehr hochwertige Arbeit mit dem Titel „Kluges Mädchen“.

Dieses Werk spielt eine besondere Rolle am Sonntag, 26. August, wenn am Zauberberg ein großes Sommerfest steigt. Denn Vojnov stellt es den Organisatorinnen Anja Gilles und Catherine Hueber-Weil als Hauptpreis zur Verfügung. Und das Kreisblatt darf diese Gewinne verlosen. Mit Preisen im vierstelligen Bereich kann sich diese Aktion wahrlich sehen lassen (siehe Text rechts).

Ebenso wie das Fest an sich: Ideengeberin ist die Fischbacher Glaskünstlerin Anja Gilles. Sie hat im Vorjahr die Marke „Taunus Soul“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel sei es, „das kreative Handwerk zu beleben“, betont sie. „Es ist wichtig, dass die Künstler eine Plattform haben, ohne dass man nach Frankfurt, Berlin oder Hamburg fahren muss.“ Und deshalb taucht der Taunus im Titel auf. Dort soll „mit Herz und Seele handgemachtes“ Kunsthandwerk präsentiert werden. Bei der Premiere im Vorjahr fing es im Kunstkaufhaus Kelkheim noch etwas kleiner an. Nun aber kooperiert Gilles mit der Kulturgemeinde, deren Zweite Vorsitzende Catherine Hueber-Weil ist. Zudem rannten die Damen bei Thomas Weck, Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft am Zauberberg, offene Türen ein.

Taschen aus Kunstrasen

Und so stellen sie am 26. August von 11 bis 18 Uhr einen großen Markt mit Festivalcharakter auf die Beine. Laut Gilles sind 64 Aussteller mit von der Partie, die fast alle Materialien bearbeiten – von Papier über Glas und Beton bis zur Schokolade. Eine Kunstschweißerin führt ihr Metier vor, es gibt Taschen aus Kunstrasen. Und natürlich sind die Künstler vom Zauberberg dabei, wie Dimitri Vojnov. Der schwärmt: „Ich bin begeistert von dieser Geschichte. Sie haben da so viel Arbeit reingesteckt.“

Vor allem auch in das Kulturprogramm. Gleich sechs Bühnen gibt es rund um das Anwesen an der Robert-Koch-Straße. Musik in allen Richtungen, Lesungen, Trommeln, Theater (auch zum Mitmachen), Zauberei, auf den Brettern bleibt kaum ein Wunsch offen – auch nicht für Kinder im eigenen Zelt. Durch das Programm führt das Duo „Labaaz“, zwei ehemalige Absolventen der Clownschule Lorsbach, mit Straßenshows. Zudem gibt es Aktionen an verschiedenen Treffpunkten: Etwa Dudelsack-Musik von Thomas Zöller, einen literarischen Spaziergang, die Barfuß-Tour für Kinder, Führungen durch den Zauberberg, therapeutisches Bogenschießen, einen Kräuter-Rundgang und die Kulturgemeinde mit ihren acht Sparten stellt sich vor. Für Essen und Getränke ist gesorgt, sogar mit kleinen Foodtrucks. Und eine Tombola gibt es.

Viele Ideen

Bei diesem vielfältigen Angebot hoffen die Macher natürlich auf eine gute Resonanz. Die Organisatoren machen viel, damit die zweite Auflage von „Taunus Soul“ ein Erfolg wird. Seit Januar läuft die Planung, die ehrenamtlichen Stunden haben Hueber-Weil und Gilles gar nicht gezählt. Viel Wert legen sie auf heimische Künstler und Anbieter. „Wir wollen und müssen alle zusammen etwas für Kelkheim machen“, betont die engagierte Kulturfrau. Wohin „Taunus Soul“ nächstes Jahr ziehen wird, sei noch offen. Vielleicht gebe es auch mehrere Events, sprudeln die beiden Damen nur so vor Ideen.

Infos und mehr

Die genauen Zeiten und Details gibt es im Internet unter der Seite www.taunussoul.jimdo.com

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