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Koch-Olympiade im Steigenberger Airport Hotel: Mit Jakobskugeln aufs Siegertreppchen

Von Pulpo mit Kichererbsen, Rosa Rinderfilet oder Jakobsmuscheln: Die Jury beim Regionalentscheid der „Koch-Olympiade“ im Steigenberger Airport Hotel war begeistert von der Kreativität der Kandidaten.
Die drei Hobbyköche bewiesen mit ihren Kreationen unglaublichen Einfallsreichtum. Pulpo mit Kichererbsen servierte Tatjana Goricki (links), Sieger Oliver Mohr hatte Jakobskugeln mit grünem Spargel gekocht, und Barbara Semrau kredenzte Rinderfilet mit Vanille-Rotwein-Graupen. 	 Fotos: Maik Reuß Foto: Maik Reuß Die drei Hobbyköche bewiesen mit ihren Kreationen unglaublichen Einfallsreichtum. Pulpo mit Kichererbsen servierte Tatjana Goricki (links), Sieger Oliver Mohr hatte Jakobskugeln mit grünem Spargel gekocht, und Barbara Semrau kredenzte Rinderfilet mit Vanille-Rotwein-Graupen. Fotos: Maik Reuß
Main-Taunus. 

Als er das erste Mal gekocht hat, war Oliver Mohr gerade mal fünf Jahre alt. Die Eltern waren ausgegangen und ließen den Steppke für kurze Zeit allein. Als sie nach Hause kamen, fanden sie zwei Schüsselchen mit Vanillepudding auf ihren Kopfkissen. Ein kulinarisches Betthupferl vom Sohnemann. „Das war damals eines meiner Lieblingsgerichte, und ich dachte mir, ich versuch’s einfach mal. Meine kleine Schwester hat mir assistiert.“ Vanillepudding kommt heute eher selten auf den Tisch, wenn der 42 Jahre alte Software-Entwickler aus Hofheim Freunde zum Essen einlädt. Stattdessen kredenzt er dann raffinierte Speisen, die gern mediterran oder asiatisch angehaucht daher kommen – so wie die Jakobskugeln mit Zitronen-Aioli und grünem Spargel, mit denen er beim Regionalentscheid zur „Kocholympiade“ im Steigenberger Airport Hotel antrat. Die Steigenberger Hotelgruppe und unsere Zeitung suchen gemeinsam den „Rhein-Main-Gourmet 2015“.

Bilderstrecke Koch-Olympiade im Steigenberger Airport Hotel
Die Jury hatte es nicht leicht beim Vorentscheid zum "Rhein-Main-Gourmet" im Steigenberger Airport Hotel. Im Bild: Küchenchef Manuel Lutze, Hotelmanager Richard Engelmayer sowie Kreisblatt-Redakteurin Christine Sieberhagen.Teilnehmerin Barbara Semrau aus Hünfelden präsentiert ihr "Rosa Rinderfilet an Rotwein-Vanille-Graupen".Tatjana Goricki serviert Pulpo mit Kichererbesen und Chorizo und einem Klecks Guacamole.

Ebenso kreativ wie die Jakobskugeln des Hofheimers kamen auch die Rezepte der Konkurrenz daher: Barbara Semrau, passionierte Hobbyköchin aus Hünfelden, hatte es mit ihrem Rezept von „Rosa Rinderfilet an Rotwein-Vanille-Graupen“ in den Regionalentscheid geschafft. Extravagant und innovativ kam die die Kreation von Tatjana Goricki daher, die „Pulpo mit Kichererbsen und Chorizo mit einem Klecks Guacamole“ kochte.

Bevor die drei Hobbyköche loslegten, begrüßte Hotelmanager Richard Engelmayer sie erst mal mit einem üppigen Frühstück, das keine Wünsche offen ließ. Schön, sich so verwöhnen zu lassen, noch ein Schlücken Sekt – dann ging’s in die Küche, wo Küchenchef Manuel Lutze und sein fünfköpfiges Team den Kandidaten zur Seite standen. Fix machten sich alle an die Arbeit, denn zu den Bewertungskriterien der Jury zählte die Zeitvorgabe von zwei Stunden.

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Ein rascher Check des üppig bestückten Gastrowagens, auf dem jeder Kochkandidat die benötigten Zutaten fand, schon wurden Gemüse geschnippelt, Muscheln geputzt, und Kräuter gewaschen. Tatjana Goricki begutachtet den auf Eis liegenden Oktopus, Barbara Semrau das Rinderfilet, das wie gemalt aussieht. Für beide ist Kochen ein Hobby, bei „dem man wunderbar entspannen und kreativ sein kann“, sagt Tatjana Goricki. Auch wenn die Headhunterin für IT-Spezialisten beruflich voll eingespannt ist, nimmt sie sich Zeit für ihr Hobby. „Ich bin mit gutem Essen aufgewachsen. Wir haben zu Hause nie Fertiggerichte gekocht. Mein Onkel hatte einen Bauernhof, und dadurch habe ich von Kindheit an gelernt, frische Sachen aus der Region zu verarbeiten“, erzählt Goricki, die aus Kelkheim stammt, inzwischen aber in Frankfurt lebt.

Auch Barbara Semrau und Oliver Mohr sind durch ihre Familien zur Hobbyköchen geworden. „Wir haben ein offenes Haus und ein großen Bekanntenkreis. Da kocht man natürlich häufig und lädt zum Essen ein. Kochen hat auch viel mit Geselligkeit zu tun“, sagen die beiden. Der Kochwettbewerb im Airport Hotel liefert den besten Beweis: Gleichwohl eigentlich Konkurrenten, hilft jeder jedem aus, gibt jeder dem anderem Tipps. „Eine tolle Sache. Auch für uns ist es sehr spannend, zu sehen, wie Hobbyköche arbeiten“, meint Küchenchef Manuel Lutze, der den Kandidaten nicht nur den ein oder anderen Kniff beibrachte, sondern auch mit der Profi-Ausstattung der hochmodernen Gastroküche vertraut machte. Und der schließlich auch an die Zeit erinnert.

Oliver Mohr mit dem Siegergericht.
Rezept: Jakobskugeln mit Aioli und grünem Spargel

Zutaten: 500 Gramm Jakobsmuscheln ohne Corail, 2 Eier, 1 EL Dijon Senf, 1 unbehandelte Zitrone, 200g fein gemahlene Mandeln, ohne Schale, Maismehl, fein gemahlen,

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Schon sind die vorgebenen zwei Stunden vergangen, und alle Kandidaten haben sich an die Zeitvorgabe gehalten. Oliver Mohr jongliert seine goldgelben Jakobskugeln auf der Schieferplatte, auf der die Speisen serviert werden. Tatjana Goricki füllt Kichererbsen und Pulpo auf die Platte, drapiert Limetten zu einer Blume, und Barbara Semrau füllt die Rotwein-Graupen mit Hilfe von Manuel Lutze in Förmchen, bevor sie das zartrosa Fleisch schneidet. Voilà: Drei Kreationen, die schon optisch bestechen. Nicht einfach für die Jury, die außerdem den Geschmack, die Zusammenstellung der Gerichte, die Kreativität und die Sauberkeit am Arbeitsplatz bewertete. „Fantastisch, was Sie alle hier gezeigt haben“, lobte die Jury, die Oliver Mohr mit seinen Jakobskugeln am meisten überzeugte. Der Hofheimer wird am nächsten Sonntag mit Fabio Ramos, Gewinner des Regionalentscheids in Bad Homburg, sowie Markus Grund, Sieger in Frankfurt, um den Titel „Rhein-Main-Gourmet 2015“ kochen.

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