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Pläne für das Nieder Tor fast fertig

Die Erste Bürgerin bekommt gute Nachrichten zu hören: Beim Besuch in Nied erfährt Bernadette Weyland, dass die Pläne für Umgestaltung des Nieder Tores bald vorgestellt werden sollen. Engagierte Bürger hoffen auf ein baldiges Ende jahrelanger Gespräche um eine Verschönerung des Stadtteil-Entrées.
Beim Besuch im Nieder Heimatmuseum informierte Wolfgang Lampe (rechts) Bernadette Weyland (links) über die Arbeit des Vereins.Foto: mar Bilder > Beim Besuch im Nieder Heimatmuseum informierte Wolfgang Lampe (rechts) Bernadette Weyland (links) über die Arbeit des Vereins.Foto: mar
Nied. 

Stimmungsbilder - die will Bernadette Weyland aus den Stadtteilen des Frankfurter Westens einfangen. Die Stadtverordnetenvorsteherin ist seit Montag auf Tour durch den Westen (wir berichteten), besucht Institutionen, Vereine und Ehrenamtliche. Gestern war sie in Nied und dort könnte - bildlich gesprochen - demnächst die Sonne aufgehen. Erste Hoffnungsstrahlen sind bereits erkennbar.

Es ist der Arbeitskreis Verkehr der Initiative „Ideen für Nied“, bestehend aus Nieder Bürgern, der neue Hoffnung schöpft. Im Blick haben die engagierten Bürger das „Nieder Tor“, also die Kreuzung an der Kirche St. Markus. Die ist vielen schon lange ein Dorn im Auge. Immer wieder sollte Pläne entwickelt werden, die Kreuzung zu einem Kreisel umzubauen, um so nicht nur den Verkehr besser zu leiten, sondern auch das Entrée zum Stadtteil schöner zu gestalten. „In nächster Zeit sollen wir die Pläne dazu bekommen“, sagt Wolfgang Wels vom Arbeitskreis Verkehr. Der Umbau ist eine der Hauptforderungen, welche die Initiative seit Jahren an die Politik stellt. Über andere, etwa einen Kreisel an der Tillystraße oder eine Beruhigung des Verkehrs in Alt-Nied, wird ebenfalls seit Jahren diskutiert. Meist jedoch ohne konkretes Ergebnis.

Pläne werden vorgestellt

Dass die Planungen für den Umbau der Kreuzung an der Kirche St. Markus zügig vorangetrieben werden sollen, hatten die Nieder im Mai vom Planungsdezernenten Olaf Cunitz (Grüne) versprochen bekommen. Der war damals zu einem Ortstermin in Nied, spazierte mit den Bürgern über die Straße und teilte seine Hoffnung mit, im Spätsommer die Planungen für die Kreuzung und eine Neuordnung des Verkehrsraum in der Straße Alt-Nied abschließen und bis Jahresende dann einen politischen Beschluss fassen zu können. Viele Nieder blieben skeptisch. Zu oft waren zu viele Politiker an ihren Haustüren vorbeimarschiert, hatten Hoffnungen geweckt und diese dann später wieder enttäuscht. Nun aber scheinen die Weichen an der Kreuzung umgestellt worden zu sein. Der Nieder Arbeitskreis soll die Pläne aus Cunitz’ Dezernat bald erhalten, und auch bei der nächsten Sitzung des Ortsbeirats sollen sie vorgestellt werden.

Volles Programm

Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland hörte die guten Nachrichten und freute sich für die engagierten Nachbarn mit. Sie ist nicht gekommen, um große Versprechungen zu machen. „Es geht mir nicht um Politik“, sagt sie. In den Mittelpunkt rücken sollen bei ihrer „Speed-Dating-Tour“ durch den Frankfurter Westen eine Woche lang ehrenamtliche Helfer, Vereinsmitglieder und engagierte Stadtteilbewohner. Vor ihrem Abstecher nach Nied war sie gestern bereits in Sossenheim und Unterliederbach, sprach dort mit Vertretern der Jugendfeuerwehr und des Vereins Caritas der Gemeinde St. Johannes Apostel. Mit ihnen ging sie den Caritaspfad ab, der mehrere soziale Anlaufpunkte in Unterliederbach miteinander verbindet.

In Nied traf sie schließlich nicht nur auf Wolfgang Wels vom Arbeitskreis Verkehr, sondern auch auf Margarete Binsack vom Nieder Arbeitskreis Sozialstruktur. Der organisiert regelmäßig Putzaktionen im Stadtteil, bezieht auch Kinder und Jugendliche mit ein und will Bewusstsein für Nied wecken. Und auch auf Vertreter des Nieder Heimat- und Geschichtsvereins traf Weyland. Der betreibt das Heimatmuseum an der Beunestraße und hat derzeit wenig Grund für gute Laune: Nach einem Brand im Obergeschoss des Hauses ist der Raum, in dem die Nieder eine Sonderausstellung untergebracht hatten, derzeit nicht zu benutzen. Vier Wochen wurde der Raum getrocknet, die Decke erneuert. Nun fehlt noch der Innenausbau und der Fußboden. „Wir nehmen das gelassen, ansonsten könnte man ja verzweifeln“, übt sich Vereinschef Wolfgang Lampe in Optimismus. Die Sonderausstellung zur Eisenbahnersiedlung, die nur wenige Monate zu sehen war, musste zusammengepackt und eingelagert werden. „Wir hoffen, dass wir den Raum in rund sechs Wochen wieder nutzen können“, sagt Lampe, der mit dem Heimat- und Geschichtsverein noch viel vor hat. Die Vorstandsarbeit sei auf viele Schultern verteilt, der Verein mit wachsenden Mitgliederzahlen gut aufgestellt. Und Erfolge, die es zu erreichen gilt, gibt es auch noch. „Ein Ziel wäre der Aufbau einer Präsenzbibliothek mit Materialien zu unserem Stadtteil, aber auch darüber hinaus“, erzählt Lampe.

Nach ihrem Besuch in Sossenheim, Unterliederbach und Nied wird Bernadette Weyland morgen in Sindlingen und Zeilsheim zu Gast sein. Neben dem DRK wird sie auch einen Kinderladen, den TV Sindlingen und die Gemeinde St. Dionysius besuchen.

(Robin Göckes)
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