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Klares Bekenntnis zum Hallenbad: Stadt unterstützt Schwimmarena für weitere zehn Jahre

Die Stadtverordneten haben beschlossen, die Schwimmarena für weitere zehn Jahre zu unterstützen. Und die Ehrenamtler haben in Zukunft eine Menge vor.
Ihren Spaß im Hochheimer Hallenbad werden Wassersportler auch künftig haben. Das Bad soll jedenfalls aufgemöbelt werden. Foto: Hans Nietner Ihren Spaß im Hochheimer Hallenbad werden Wassersportler auch künftig haben. Das Bad soll jedenfalls aufgemöbelt werden.
Hochheim. 

Die Arbeiten stehen nie still: Trotz zahlreicher Großprojekte der vergangenen Jahre investieren die Betreibergenossenschaft und der Förderverein weiter ins Hallenbad. Ehrenamtler leisten jährlich rund 4500 Arbeitsstunden, berichtet Klaus Doesseler, Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Die Kosten der geplanten Maßnahmen im Bad belaufen sich, laut Doesseler, auf bis zu 800 000 Euro. „Dazu brauchen wir Handlungssicherheit“, erklärt der Hochheimer. Wer seine Zeit für den Erhalt des Bades opfere, der wolle auch wissen, dass es in den kommenden Jahren weitergeht. Ebenso wichtig sei eine verlässliche Zukunftsperspektive für die Beantragung von Darlehen. Diese Perspektive hat das Hallenbad nun bekommen: Die Stadtverordneten beschlossen einstimmig, den Betrieb für weitere zehn Jahre zu fördern.

185 000 Euro von der Stadt

Im vergangen Jahr feierte die 2006 gegründete „Bürgergenossenschaft Hallenbad“ ihr zehnjähriges Bestehen. Nun soll die bestehende Vereinbarung mit der Stadt für ein weiteres Jahrzehnt verlängert werden. Die Betreiber erhalten jährlich 185 000 Euro aus der Stadtkasse. Über die Fortsetzung der Unterstützung freue man sich bei der Genossenschaft und dem Förderverein außerordentlich, sagt Klaus Doesseler. Die einstimmige Bekenntnis der Stadtverordneten zum Hallenbad sei eine klare Aussage.

Vor drei Jahren investierte die Genossenschaft in die Installation eines Blockheizkraftwerkes, im Jahr 2015 verbesserten die Betreiber die Schwimmbad-Technik durch die Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage, und im Vorjahr renovierten zahlreiche Helfer die Sammelumkleidekabinen. Wer jetzt glaubt, dass damit langsam alle großen Maßnahmen abgearbeitet sind, der irrt: Klaus Doesseler verweist auf die Erneuerung der Toiletten im Eingangsbereich, die für die Sommerferien angedacht ist. „Nur in den Ferien haben wir die Möglichkeit, mal durchgehend zu arbeiten“, sagt der langjährige Unterstützer des Hallenbads. Er verrät, dass die bestehenden Toiletten komplett ausgetauscht werden sollen. Die Kosten schätzt Doesseler auf 30 000 Euro. Im Vergleich zu den weiteren anstehenden Projekten ist dies fast schon ein geringer Betrag.

Fenster, Abfluss, Energie

Drei weitere große Maßnahmen stehen aber schon auf der Warteliste. Zu den drängenden Projekten gehört die große Fensterfront im Bereich des Schwimmbeckens. Die fast 50 Jahre alten Scheiben seien im Lauf der Jahre trüb und undicht geworden, erzählt Doesseler. Eine Kostenschätzung für die Erneuerung nennt er nicht. Aufgrund der großen Fläche werde aber einiges zusammenkommen. „Das wird teuer“, sagt der eifrige Unterstützer des Hallenbads. Sanierungsbedürftig ist auch der Wasserrücklauf im Beckenrand. Der Abfluss sei undicht, so dass das Wasser in den Keller läuft, berichtet Doesseler. Der Förderverein habe derzeit Regenrinnen im Untergeschoss installiert. Der Stellvertretende Vorsitzende schätzt die Kosten für einen neuen Ablauf auf bis zu 150 000 Euro. Schließlich wollen sich die Helfer und Förderer noch dem Energieverbrauch des Bades widmen. „Wir machen zwar keinen Gewinn, wollen das Bad aber so kostengünstig wie möglich fahren“, erklärt das langjährige Vorstandsmitglied. Dabei soll eine Solaranlage auf dem Dach helfen. Die Kosten für die Installation würden bei schätzungsweise 100 000 Euro liegen. „Wir sind längst nicht am Ende der Fahnenstange“, betont Klaus Doesseler.

(sas)
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