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Verein: TuS Hornau plant für 2019 neuen Kunstrasenplatz

Von Am Samstag feiert die TuS Hornau mit ihren Mitgliedern und Helfern auch die Einweihung des neuen und erweiterten Umkleidetraktes. Doch die nächsten Pläne liegen in der Schublade.
Der TuS-Vorstand mit Peter Morgenstern, Werner Jakobartl, Erhard Kaufhold und Winfried Klarmann (v. l.) steckt in den Startlöchern und hat viel vor. Auf dieser Wiese soll eine 100-Meter-Bahn entstehen, gleich daneben der Rasenplatz in ein Kunstrasenfeld umgewandelt werden. Das sind aber zwei mittelfristige Projekte. Foto: Knapp Der TuS-Vorstand mit Peter Morgenstern, Werner Jakobartl, Erhard Kaufhold und Winfried Klarmann (v. l.) steckt in den Startlöchern und hat viel vor. Auf dieser Wiese soll eine 100-Meter-Bahn entstehen, gleich daneben der Rasenplatz in ein Kunstrasenfeld umgewandelt werden. Das sind aber zwei mittelfristige Projekte.
Hornau. 

Gerade trainiert die B 2, die in der Gruppenliga spielt. Die Jungs lassen den Ball laufen, was auf dem Kunstrasenfeld noch möglich ist. In die Ecken sollten sie aber nicht gehen, dort löst sich der Belag. Im Strafraum sind die Mängel sofort zu erkennen: In der Linie klafft eine Lücke, das Material hat sich gelöst. Der Flor um den Elfmeterpunkt wurde nachträglich reingeflickt, er besteht aus neuerem Material – die Kunststoffhalme sind deutlich höher. Aber meist ist das Wort „Kunstrasen“ fehl am Platz. Auch die Aufsätze für die Bewässerungsanlage ragen deutlich raus – ein weiterer Stolperstein, da der Rasen völlig abgenutzt ist.

Verletzungsgefahr

Vor 14 Jahren wurde der Kunstrasen der TuS Hornau auf der Sportanlage „Am Reis“ angelegt. Nun ist er am Ende und muss nach den Vorstellungen des Vereins dringend erneuert werden. „Es geht um die Kinder“, sagt Trainer Tan Dunen von der B 2. Er findet die Sache so schlimm nicht, weiß aber: „Es gibt auf jeden Fall bessere Plätze.“ Sein Spieler Mo findet den Platz „nicht so gut“. Beim Fallen tue der offen liegende Sand schon weh, auch beim langen Laufen merke er den harten Untergrund. Der 15-Jährige würde sich freuen, wenn der Platz gemacht würde. Den Weg zur neuen Anlage geht derzeit der Vorstand mit großen Schritten. Zuletzt waren die Verantwortlichen im Rathaus, um Details vorzulegen. Auch einigen politischen Fraktionen haben sie den abgenutzten Flickenteppich gezeigt. Das Team um den Vorsitzenden Werner Jakobartl weiß: Es habe einige Verletzungen wie Bänder- oder Kreuzbandrisse gegeben, die möglicherweise auch auf den stumpfen Platz zurückzuführen seien. „Es ist ein Handlungsbedarf da“, betont Jakobartl.

Deshalb hat die Planung frühzeitig begonnen. Vor der Jahreshauptversammlung im April wurden die Mitglieder in Gesprächen befragt. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein neuer Kunstrasen. Doch es gibt weitere wichtige Aufgaben am „Reis“. Und deshalb hat die Versammlung die Agenda „2020+“ verabschiedet. Sie sieht neben dem Kunstrasen mit neuem Flutlicht (das ist so schwach, dass bei ungünstigen Bedingungen abends sogar schon ein Spiel abgebrochen werden musste) auch eine 100-Meter-Laufanlage für die Leichtathletik, eine Sanierung der Tennisplätze sowie mittelfristig die Umwandlung des Rasenplatzes in einen Kunstrasen vor (siehe Text rechts).

Priorität hat aber der alte Kunstrasen, den sich die TuS für 2019 erhofft. Da bereits ein Zuschuss im Haushalt steht, wecke das „große Hoffnungen“, hat Jakobartl an Bürgermeister Albrecht Kündiger geschrieben. Doch der Verein benötigt etwas mehr, denn es wurden gerade das Kleinfeld erneuert sowie die Umkleiden saniert und erweitert. Das soll am Samstag ab 18 Uhr am Reis mit Ehrungen, Pool-Party und Musik für Mitglieder gefeiert werden. „So ist es dem Verein in naher Zukunft aus eigener Kraft nicht möglich, die dringend benötigte Substanzerhaltung durchzuführen“, schreibt Jakobartl weiter.

400 000-Euro-Projekt

Die TuS-Verantwortlichen wissen, dass andere Vereine Bedarf für einen Zuschuss von der Stadt haben. Doch hier am „Reis“ dränge die Zeit – zumal es immer mehr junge Fußballer und damit Nutzer sind. Von den knapp 1800 Mitgliedern der TuS sind gut 700 unter 18 Jahre alt. Allein die Zahl der Jugend-Kicker habe sich in den vergangenen Jahren verdoppelt, weiß Zweiter Vorsitzender Peter Morgenstern. „Die Hoffnung ist groß, dass es gesehen wird“, sagt Kassierer Erhard Kaufhold. Unter seiner Regie und der des Stellvertreters Winfried Klarmann ist für das erste große Projekt ein Investitionsplan entstanden. Demnach benötigt die TuS 2019 rund 400 000 Euro. Der neue Kunstrasen schlägt laut Angebot mit etwa 280 000 Euro zu Buche. Der nicht mehr sichere Ballfangzaun kommt auf 30 000 Euro, der Rest ist für das Flutlicht und Einfriedung geplant. Vom Land und von der Stadt könnten gemäß Förderrichtlinien 25 Prozent kommen, vom Kreis 10 Prozent. Hier habe es schon Gespräche und positive Signale gegeben, betont der Vorstand. Das Eigenkapital ist nach den Ausgaben nicht mehr so üppig, es liegt bei 20 000 Euro. Bliebe eine Lücke von 140 000 Euro – hier setzt die TuS auf Stadt und Politik, um einen Sonderzuschuss zu erhalten.

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