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Tierheim am Zeilsheimer Weg: Warten auf den Neubau

Von Wegen Abstimmungsproblemen mit dem Planungsbüro konnte der Bauantrag erst mit sechswöchiger Verspätung eingereicht werden.
Luftig: Zum Glück für die Tier blieb der Winter noch halbwegs mild.	Archivfoto: Reuß Luftig: Zum Glück für die Tier blieb der Winter noch halbwegs mild. Archivfoto: Reuß
Münster. 

Noch einen Winter im zum Teil baufälligen Tierheim am Zeilsheimer Weg zu überstehen – das konnte sich Rosemarie Hippel im Sommer nicht mehr vorstellen. Nun muss sie es und kann mit ihren Kollegen von Glück sagen, dass der „Winter“ bisher eher ein „Frühling“ ist. Denn vor dem Frühjahr wird es nichts mit dem Bau einen neuen Tierheims, das nach einem politischen Beschluss auf einem Grundstück am „Plaul“ gleich hinter dem Toom-Baumarkt entstehen soll. Wie der Tierschutzverein und Bürgermeister Albrecht Kündiger berichten, sei zuletzt erst der Bauantrag beim Main-Taunus-Kreis eingereicht worden. Somit verlängert sich die fast unendliche Geschichte um ein weiteres, kleines Kapitel.

Vereinsvorsitzende Rosemarie Hippel hofft nun, dass im Mai oder Juni 2016 mit dem Bau begonnen werden kann und die Tiere spätestens vor dem nächsten Winter umziehen können. Sie beziffert die Verspätung auf gut sechs Wochen und begründet diese mit Abstimmungsproblemen mit dem Planungsbüro. Wenn der Bauantrag in Ordnung ist, rechnet Hippel in einem Vierteljahr mit grünem Licht. Gespräche werde es noch in Sachen Parkplätze mit der Stadt geben.

Dank der Witterung und des Bedarfs sei die Lage im Moment aber weniger problematisch. Vier Hunde und zwei Katzen sind im Heim untergekommen, wobei sich das bei den Samtpfoten „schnell ändern kann“, weiß Rosemarie Hippel.

Weniger erfreuliche Nachrichten hat wiederum der Bürgermeister: Aus den Nachbarkommunen seien kaum Zuschüsse zu erwarten, hier habe er in Gesprächen fast nur Absagen erhalten, weil Verträge mit dem Tierheim in Sulzbach bestünden, berichtet Kündiger. Einzig die Gemeinde Liederbach habe einen Zuschuss in Aussicht gestellt – allerdings sicher nicht in Höhe der gewünschten 45 000 Euro, fürchtet der Kelkheimer Rathauschef. Daher werde wohl mehr Geld von Stadt und Verein zu stemmen sein. Er sichert dem Club zunächst einmal zu, dass sämtliche Papiere von städtischer Seite zügig bearbeitet werden, um das Projekt nicht noch weiter zu verzögern.

Insgesamt rechnet der Tierschutzverein für den Abriss der alten Gebäude und den Neubau mit Fertigmodulen mit Kosten von bis zu 320 000 Euro. Die Stadt Kelkheim wollte zunächst 100 000 Euro beisteuern, nun könnte es mehr werden. Der Verein hat ein paar Rücklagen – auch dank einiger Gönner, die ihn in Testamenten bedacht haben. Doch das reiche nicht, um die Finanzierungslücke zu schließen – zumal die Verantwortlichen zusätzlich mit steigenden Kosten bei Öl, Strom und Wasser rechnen.

Sponsoren gesucht

So hoffen Rosemarie Hippel und Co. auf Sponsoren. Es werde eine Art Baustein-System geben, nach dem jeder seinen Teil am Haus erwerben kann. Und die Vorsitzende will Firmen anschreiben. Über Unterstützung bei Zaun-, Fliesen- und Malerarbeit würde sich der Verein ebenfalls freuen. Positive Beispiele für Hilfe gab es 2015 schon einige: So haben die Kinder der Theater AG der Gesamtschule Fischbach Eintrittsgelder an das Tierheim gespendet, auch eine Fahrschule und eine Drogerie waren großzügig.

Immerhin: Der Umzug dürfte dann nicht das mehr größte Problem werden. Denn das rund 2000 Quadratmeter-Grundstück am „Plaul“ liegt nur wenige Meter vom derzeitigen Standort entfernt: „Wer noch nicht weiß, wo es liegt, kann ich nur sagen: Wir können alles unterm Arm hinbringen“, schreibt Rosemarie Hippel dazu auf der Internetseite des Vereins. Die Überschrift dieses Artikels ist bezeichnend für die lange Geschichte rund um den Tierheim-Neubau: „Die Würfel sind gefallen – hoffentlich zum letzten Mal!“

 

Wer den Kelkheimer Tierschutzverein unterstützen möchte, bekommt Informationen bei Rosemarie Hippel unter (0 61 95) 6 21 07 und rosemarie.hippel@tierschutz-kelkheim.de .

 

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