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Hitzewelle: Wasserlöcher für Hase und Co. - Helfer vesorgen Tiere mit kühlem Nass

Für kleine Zwei- und Vierbeiner, die sich nicht an Bächen mit Feuchtigkeit versorgen können, legen drei engagierte Helfer Wasserlöcher an und befüllen sie auch. Außerdem haben sie noch 16 Geflügeltränken aufgestellt.
Regelmäßig werden jetzt bei der Hitze die Wasserlöcher in den Eschborner Wiesen aufgefüllt. Regelmäßig werden jetzt bei der Hitze die Wasserlöcher in den Eschborner Wiesen aufgefüllt.
Eschborn. 

Nicht nur für die Landwirte ist die anhaltende Trockenheit und Hitze ein großes Problem, sondern auch für die Wildtiere. „Während Rehe und Wildschweine auch weitere Wege zu den Bachläufen hinter sich legen, sind die kleineren Zwei- und Vierbeiner wie Fasane, Rebhühner, Hasen oder auch Igel sehr standorttreu“, erklärt Matias Richter, Jagdpächter in Eschborn und Sulzbach. „Da Niederwild normalerweise über die Nahrung Feuchtigkeit aufnimmt und jetzt selbst der Rasen dürr wird, müssen wir die Tiere, die keinen Bach oder Teich in der Nähe haben, mit Wasser versorgen.“

Gemeinsam mit dem Ehepaar Rohländer, das ebenso wie er zwischen Niederhöchstadt und Oberhöchstadt lebt und in der Kitzrettung – per Kameradrohne – aktiv ist, kümmert er sich schon seit mehreren Jahren darum, in besonders heißen Perioden Wasserlöcher anzulegen. „Dieses Jahr ist es wirklich extrem, daher sind wir inzwischen schon viermal losgefahren und haben an insgesamt acht Stellen in Eschborn und vier Stellen in Sulzbach, von denen wir wissen, dass dort das Wild entlangzieht und sich aufhält, Wasser ausgebracht.“

Vertiefungen genutzt

Dafür werden allerdings keine Löcher gegraben oder gar mit Folie ausgekleidet, sondern natürliche Vertiefungen genutzt, die sich auch sonst bei starkem Regen von ganz alleine mit Wasser füllen. Diese befinden sich beispielsweise im Bereich Eschborn-Süd, in der Nähe der Autobahnraststätte Taunusblick oder von Niederhöchstadt aus in Richtung Steinbach.

Bisher haben die drei Helfer mittels Schlepper beziehungsweise Unimog und Fass schon über 15 000 Liter Wasser ausgebracht, und die tierischen Spuren und Fährten zeigen, dass diese Unterstützung dankbar angenommen wurde. „Auch viele Vogelarten freuen sich über diese Trinkmöglichkeit“, weiß Richter, „denn auch im Westerbach wird das Wasser bereits deutlich knapp.“ Daher wurden inzwischen zusätzlich noch 16 Geflügeltränken in Büschen und Hecken aufgestellt.

Martina Rohländer hatte schließlich Ende vergangener Woche die Idee, per Facebook auf die Wasserlöcher aufmerksam zu machen und um Rücksichtnahme zu bitten: „Wir haben halt Leute gesehen, die ihre Hunde darin haben spielen oder wälzen lassen, aber dann verteilt sich und verdunstet das Wasser noch schneller. Daher sollten auch Reiter nicht ihre Pferde durchführen.“ Zudem weist sie daraufhin, dass die Wildtiere noch immer bei der Aufzucht ihrer Jungen sind und sich daher bei der Hitze im Bereich von Hecken und Bachläufen aufhalten. Das kann Jagdpächter Richter nur bestätigen: „Bitte also Hunde nicht in solch versteckten Bereichen im Bach toben lassen, sondern eher an Brücken, wo eh kein Wild zu finden ist.“

Auch die noch bis September dauernde Aufzuchtzeit verschärft das Problem: „Speziell für Muttertiere ist es jetzt sehr anstrengend, Milch zu produzieren, wenn das Wasser knapp wird. Daher sollte man auch im Wald zu Tümpeln oder Wasserlöchern Abstand halten, damit sich Hirsche, Rotwild und Sauen abkühlen können.“

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