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Pflegeakademie: Hier lernen Schüler zu helfen

Innerhalb von vier Jahren hat die Pflegeakademie Ruh ihre Schülerzahlen vervierfacht. Leiterin Martina Ruh ist zuversichtlich, dass der Trend anhält, weil immer mehr Heimbetreiber und ambulante Pflegedienste ihre Auszubildenden zu ihr schickten.
Martina Ruh leitet in Nauheim eine Pflegeakademie mit 120 Schülern. Foto: (Rainer Beutel) Martina Ruh leitet in Nauheim eine Pflegeakademie mit 120 Schülern.
NAUHEIM. 

29 junge Frauen und Männern haben in der Pflegeakademie Ruh im Herbst 2014 den Unterricht aufgenommen, der für ihre Ausbildung als Altenpflegekraft oder Altenpflegehelfer notwendig ist. Im neuen Lehrjahr, das im Oktober begonnen hat, besuchen 120 junge Menschen die Einrichtung, um sich entsprechend zu qualifizieren.

Martina Ruh äußert sich glücklich über diese Steigerung. Sie bekräftigt, dass es eine richtige Entscheidung gewesen sei, in Nauheim eine Pflegeakademie einzurichten. Der Standort sei ideal, das Wohn- und Geschäftszentrum im Atrium biete gute Voraussetzungen für den Unterricht. Allerdings seien die Kapazitäten begrenzt.

Staatlich anerkannt

Die staatlich anerkannte private Ausbildungsstätte hat im Atrium mehr als 600 Quadratmeter belegt. Ursprünglich waren diese Räume als Bürgeretage vorgesehen. Die Gemeinde wollte sie anmieten und darin unter anderem Bürgerbüro und Bücherei unterbringen. Der Plan ist vor mehr als fünf Jahren an der seinerzeitigen Finanzschwäche der Kommune gescheitert. Atrium-Bauherr Michael Adrian hat die Räume anschließend an Martina Ruh vermietet.

Die Schüler lernen in der Akademie, hilfsbedürftige Menschen zu pflegen. Altenpfleger absolvieren eine dreijährige Ausbildung mit 2100 Stunden Theorie und 2500 Stunden Praxis, Altenpflegehelfer bekommen ein Jahr Unterricht. Neben der Lehre bei ihrem Ausbildungsträger – etwa ein Seniorenheim oder ein ambulant tätiger Pflegedienst – müssen sie eine Altenpflegeschule besuchen, um alltägliche Arbeiten zu lernen, vom Verbandanlegen bis zum Verabreichen einer Spritze. Neben der Akademie betreibt Martina Ruh dafür eine Praxisschule.

Mit der Zahl der Schüler sei auch die Menge der Kooperationspartner gestiegen, die ihre Eleven der Nauheimer Pflegeakademie anvertrauen. Anfangs waren es eine Handvoll Arbeitgeber, mittlerweile sind es 29. Martina Ruh spricht von einem „kooperierenden Pflegenetzwerk“, das durch die Zusammenarbeit entstanden sei. Gemeinsam würden aktuelle pflegerische Forschungen und Entwicklungen gefördert.

Neuer Kurs startet

Inzwischen besuchen auch rund 20 Betreuungskräfte beziehungsweise Alltagsbegleiter die Einrichtung. In diesen Tagen beginnt ihr neuer Kurs. Für sie kommen Maßnahmen und Tätigkeiten in Betracht, die das Wohlbefinden, den physischen Zustand oder die psychische Stimmung von Menschen positiv beeinflussen und verändern können.

Stolz ist Martina Ruh auf ihre erfolgreichen Examenskandidaten. Die ersten 16 jungen Frauen und Männer, die die dreijährige Ausbildung 2014 begonnen hatten, legten Ende September ihre Prüfungen ab. Darüber hinaus haben 26 Altenpflegehilfeschüler ihre einjährige Ausbildung erfolgreich absolviert.

Neue Schüler werden bereits unterrichtet – 26 angehende Altenpflegehelfer und 30 künftige Altenpfleger. Um sie zu schulen, beschäftigt Ruh einen Stab von Lehrkräften und Dozenten. Außerdem achte sie nach eigenen Angaben darauf, dass die Schüler die Voraussetzungen für den Unterricht vorfänden. Dazu gehöre ein Behandlungszimmer. Für „Patienten“ – geübt wird an geschlechtsneutralen Puppen – stünden nicht nur Betten zur Verfügung, sondern die komplette Ausstattung von Pflege- und Behandlungsmaterial wie in einem Krankenhaus.

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