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Politik: Keinen Plan beim Personal: SPD kritisiert Bürgermeister

Von Zwei Jahre für einen Sachstandsbericht – das hat der SPD entschieden zu lang gedauert. Zumal es um ein wichtiges Thema geht: Aus Sicht der Sozialdemokraten soll es gravierende Mängel bei der Personalplanung geben.
Für die Mitarbeiter des Bauhofs, hier bei einer Parlamentssitzung als Zuhörer, wird nach Ansicht der SPD zu wenig getan. Für die Mitarbeiter des Bauhofs, hier bei einer Parlamentssitzung als Zuhörer, wird nach Ansicht der SPD zu wenig getan.
NAUHEIM. 

Mit einem vom Bürgermeister vorgelegten Sachstandsbericht zum Personalentwicklungskonzept ist die SPD-Fraktion überhaupt nicht einverstanden. Besonders kritisieren die Genossen, dass Verwaltungschef Jan Fischer (CDU) sich zwei Jahre Zeit gelassen habe, bis die Vorlage präsentiert worden sei.

Im September 2015 hatte die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung mehrheitlich durchgesetzt, dass es in der Gemeinde ein „zukunftsfähiges Personalmanagement- und Personalentwicklungskonzept“ gebe. Nun erst liege die Stellungnahme den Gemeindevertretern vor.

Dieser erste Bericht sei „nur auf stetiges wiederholtes Nachfragen in den Gremien erfolgt“, kritisieren SPD-Fraktionsvorsitzende Laura Altmayer und ihr Vorgänger, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Frank Schmitz. „Die Vorlage wurde mehrfach versprochen und wiederholt verschoben“, beklagen sie. Was sie nun in den Händen hielten, entspreche allerdings „nicht ansatzweise“ dessen, was von der Gemeindevertretung gefordert worden sei. Der Beschluss werde daher von der SPD als nicht erfüllt angesehen.

Visionen entwickeln

Ein Ziel des Antrages sei gewesen, für die haushaltsrelevanten Entscheidungen der Gemeindevertretung Ziele und Visionen zu entwickeln. Beispielsweise für die Finanzierung von Personalstellen. Die Gemeinde brauche ein Konzept, aus dem erkennbar sei, welchen qualitativen und quantitativen Personalbedarf die Kommune vorhalten müsse, fordern Altmayer und Schmitz.

Wichtig wäre aus ihrer Sicht, dass die Bediensteten fachlich, persönlich, sozial abgesichert und auf künftige Entwicklungen vorbereitet würden. Der von Fischer vorgelegte Sachstandsbericht biete jedoch „lediglich eine theoretische Abhandlung über die Erstellung eines Personalentwicklungskonzeptes“. Im zweiten Teil enthalte er „weitestgehend nur Absichtserklärungen für die Erarbeitung eines Konzeptes für den Zeitraum bis Ende 2018“. Umgesetzt worden sei bislang nichts.

Wesentliche Fragen und Aspekte seien nicht beantwortet. Unter anderem erwarten die Sozialdemokraten Aussagen, was passiere, wenn Personal ausfalle, wie Mitarbeiter qualifiziert würden und wie Anreize zum Mitgestalten organisatorischer Veränderungen gesetzt würden.

Ebenso vermisst die SPD Auskünfte über Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsplatzsicherheit und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Gerade die Debatte über die Fusion der Bauhöfe von Trebur und Nauheim habe gezeigt, dass eine zukunftsorientierte Personalpolitik zwingend notwendig sei, so die SPD.

Entgegen der Aussagen des Bürgermeisters, dass die Mitarbeiter bei diesem Projekt mitgenommen wurden, sei bekannt geworden, welche Bedürfnisse und Ängste diese hätten. „Gerade in solchen elementaren Veränderungsprozessen sind die geforderten Personalmanagement-und -entwicklungsinstrumente von grundlegender Bedeutung“, betont die SPD.

Die Nauheimer SPD-Fraktion fordert Fischer auf, den Beschluss von 2015 umzusetzen, Stellung zu beziehen, bis wann das Konzept vorliege, offene Fragen nach Priorität zu beantworten und künftig in jeder zweiten Parlamentssitzung Sachstandsberichte zu dem Thema zu liefern.

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