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Digitales Archiv: Heimatverein sucht ihre historischen Bilder aus Roggau

Von Mehr als „nur“ ein Spaßverein: Der Heimat- und Kulturverein (Heku) Burg-Gräfenrode will sich nachhaltig für den Stadtteil einsetzen. Dafür wird nun ein digitales Bildarchiv aufgebaut – für das der Verein sogar Geld in die Hand nehmen will.
Roggau im Wandel der Zeit: Ähnliche Fotos wie hier von der Berliner Straße sucht der Heku für sein Fotoarchiv. Repro: Jana Kötter Roggau im Wandel der Zeit: Ähnliche Fotos wie hier von der Berliner Straße sucht der Heku für sein Fotoarchiv. Repro: Jana Kötter
Karben. 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn der Dia-Projektor ein Bild an die Wand strahlt und Erinnerungen wach werden, dann wird dieses Motto im Karbener Stadtteil Burg-Gräfenrode Wirklichkeit. „Mensch, das ist doch die Ecke Berliner Straße / Freihofstraße“, ruft ein Zuschauer, als ein Bild aus den 1970er Jahren aufflackert. Die Ähnlichkeit ist sofort zu erkennen – doch keine Worte hätten den Unterschied in der Bebauung von damals und heute so deutlich zeigen können wie das Bild selbst.

Aus diesem Grund sammelt der Heimat- und Kulturverein (Heku) Burg-Gräfenrode seit einigen Monaten historische Aufnahmen, um daraus ein digitales Bildarchiv aufzubauen. Den Dia-Abend hat der Vorstand dabei erst einmal in kleiner Runde geprobt – doch bald sollen auch andere Roggauer an den Fotoschauen zur Erinnerung teilhaben können.

Identität sichern

Denn den Aufbau des Bildarchivs – eine Idee, die den Verein schon lange begleitet – will der Vorstand nun sehr aktiv vorantreiben. Vorsitzender Frank Ulrich hat dazu erste Bilder archiviert, mit den Namen der abgebildeten Personen beschriftet und in eine erste kleine Präsentation gepackt. „Uns ist wichtig, mit dem Bildarchiv auch einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Identität und der verschiedenen Traditionen Roggaus zu leisten“, erklärt er die Idee dahinter.

Denn der rund 100 Mitglieder zählende Verein hat sich im Stadtteil bislang vor allem mit dem regelmäßigen Weinfest und ähnlichen gesellschaftlichen Veranstaltungen einen Namen gemacht. Dabei ist der Anspruch, Traditionen und Bräuche zu erhalten, ebenso Satzungsziel wie die Kulturveranstaltungen.

Der Aufbau des Bildarchivs läuft daher auf Hochtouren: Beim Weinfest wurde für das Projekt geworben, der Verein sucht aktiv nach historischen Fotos. Gleichzeitig sind Heku-Chef Frank Ulrich und sein Stellvertreter Ulrich Bedacht mit dem Karbener Geschichtsverein im Gespräch, um die Idee und einen möglichen Austausch von Bildern voranzutreiben. Und: Im Vorstand hat der Verein nun beschlossen, für das Konservieren der Erinnerungen auch Geld in die Hand zu nehmen.

In Luftbilder investieren

So steht der Verein in Kontakt mit dem hessischen Luftbildarchiv, dessen Aufnahmen Burg-Gräfenrodes bis ins Jahr 1945 zurückreichen. Für 50 Euro pro Aufnahme will der Verein nun erste Abzüge erwerben, um die Vorträge – bei entsprechender Qualität der Fotos – auch um Luftaufnahmen zu ergänzen.

Das digitale Bildarchiv soll dabei ein großes, langfristiges Projekt werden. Ideen ranken sich allerhand darum: So sollen Dia-Abende in der Kirche oder beim Seniorencafé gezeigt werden – einerseits um die Erinnerungen zu wecken, andererseits um neue Geschichten aus vergangenen Zeiten zu erfahren. Finden sich Sponsoren, wäre auch eine qualitativ hochwertige Aufbereitung für eine kleine Galerie im Lieselturm denkbar. red

Originale werden gescannt

Der Heku ist auf der Suche nach historischen Aufnahmen – ganz gleich, ob Straßenzüge, Klassenfotos oder andere Motive. Die Fotos werden lediglich eingescannt und vom Verein dann unversehrt zurückgegeben. Interessierte dürfen sich melden bei Jana Kötter, Telefon (01 76) 81 17 55 93, oder E-Mail jana.koetter@googlemail.com.

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