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Premiere bei Bad Vilbeler Burgfestspielen: Inszenierung des Fantasyromans „Tintenherz“: Versunken in der Welt der Bücher

Von Cornelia Funkes Fantasyroman „Tintenherz“ handelt von Büchern, den darin lebenden Figuren, vom Lesen, Vorlesen und der großen Kraft der Vorstellung. Ins imaginäre Reich der Fantasie nimmt die Schauspielinszenierung von Kirsten Uttendorf Zuschauer ab sieben Jahren bei den Bad Vilbeler Burgfestspielen mit.
Der Autor und die Bücherwürmer: Peter Albers (Fenoglio), Julian Mehne (Mo) und Johanna Dähler (Meggie) suchen nach einer Lösung. Der Autor und die Bücherwürmer: Peter Albers (Fenoglio), Julian Mehne (Mo) und Johanna Dähler (Meggie) suchen nach einer Lösung.
Bad Vilbel. 

In eine magische Welt aus wandelbaren Buchstaben ent-führen die Burgfestspiele ihr junges Publikum mit der zweiten Eigenproduktion „Tintenherz“ in der Reihe Theater für Kinder. Regisseurin Kirsten Uttendorf und das Ensemble nehmen die Zuschauer mit auf eine abenteuerliche Reise, deren Handlung auf dem ersten Band der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke basiert.

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Tintenherz steht in diesem Monat allein am 15., 16., 17. und 24. Mai auf dem Spielplan. Dritte von insgesamt elf Premieren bei den Burgfestspielen feiert am 21.

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Regisseurin Uttendorf hat den über 600 Seiten umfassenden Bestseller auf 90 Minuten Spielzeit komprimiert: „Ich habe die Fassung gekürzt, aber alle Hauptfiguren auf die Bühne ge-bracht. Orte sind durch Buchstaben definiert. Einige Szenen sind neu ins Stück hineingeschrieben und Rollen verändert. Bei mir ist Mutter Resa keine Erzählerin wie im Buch, sondern eine stumme Sklavin von Capricorn im Dorf des Bösen.“

Riesige Buchstaben

Das Bühnenbild von Ausstatter Claus Stump besteht aus acht überdimensionalen Buchstaben. Sie definieren Orte, sind zugleich Mobiliar und Spielfläche für die zehn Schauspieler. Geordnet ergeben sie das Wort Fantasie. In dieser Buchstabenwelt versinken die Darsteller in ihren Büchern und deren Ge-schichten. Sie überschreiten die Grenze zwischen Realität und Fiktion, die durch die besondere Gabe der beiden Protagonisten Mo und Meggie fließend ist. Der Buchbinders Mortimer Folchart (Julian Mehne), genannt Mo oder Zauberzunge, und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Johanna Dähler) verfügen über begnadete Stimmen.

Austausch zwischen der echten und der fiktiven Welt: Bei „Tintenherz“ geht es fantastisch zu. Bild-Zoom
Austausch zwischen der echten und der fiktiven Welt: Bei „Tintenherz“ geht es fantastisch zu.

Mit diesen können sie Figuren und Gegenstände aus Büchern herauslesen. Zudem teilen der Bücherarzt Mo und seine Tochter ihre Liebe zu Büchern und eine unbändige Leselust. Durch ihre Gabe gelangen friedliche Figuren wie der Gaukler Staubfinger (Michael Raphael Klein), der zurück in „meine Geschichte“ will, und der Hirtenjunge Farid (Christoph Türkay) aus den Büchern „Tintenherz“ und „1001 Nacht“ in die reale Welt.

Aber auch dunkle Gestalten wie der Herrscher im Dorf des Bösen, Capricorn (Niklas Herzberg), dessen Wahrzeichen ein toter schwarzer Hahn ist, und seine beiden Handlanger, Flachnase (Felix Lampert) und Basta (Andreas Krämer), wechseln aus dem Tintenherz-Reich in die Realität. Ungewollt den umgekehrten Weg beschreitet Meggies Mutter Teresa (Britta Hübel), genannt Resa, die als fiktive Romanfigur Familie und Stimme verliert. Beim Bestehen des Abenteuers und dem Lüften von Geheimnissen stehen Meggie und Mo Großtante Elinor (Regina Felber), die kostbare Bücher sammelt, und „der verdammte Schreiberling“ Fenoglio (Peter Albers) zur Seite.

Der Autor wehrt sich gegen die Vorwürfe von Staubfinger: „Ich habe die Geschichte erfunden, aber sie (Meggie und Mo) haben sie Wirklichkeit werden lassen.“ Ge-spannt verfolgen die Zuschauer bei der Vorpremiere und Premiere flammende Feuerspiele, temporeiche Wort- und andere Gefechte. Sie wohnen Bücherverbrennungen bei und der Beschwörung von Capricorns altem Freund, der unsterblichen Schatten, mit dem er seine Rückkehr in die Fantasiewelt verhindern will.

Das Böse überlisten

Wie und ob es Meggie und ihrem Vater gelingt, gemeinsam mit ihren Helfern das Böse allein mit der Macht des Wortes zu überlisten und ihre Mutter und Ehefrau zurückzuholen, erfahren die Zuschauer. „Ich habe das Stück als spannende Geschichte gelesen, die Mut macht, und deren Helden das Böse bekämpfen. In den Mittelpunkt gestellt werden Familie und Gemeinschaft“, betont die Regisseurin.

Das Publikum feiert mit den Darstellern von Staubfinger, Farid, Resa und Basta ein Wiedersehen. Kirsten Uttendorf hat bei den Burgfestspielen bereits „Pünktchen und Anton“, „Die kleine Hexe“ und „Ronja Räubertochter“ sowie im Theaterkeller „Alice im Wunderland“ inszeniert. Die Besucher feiern das Ensemble für das mitreißende Spiel mit viel Applaus.

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