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Baupläne: Karben will beim bezahlbaren Wohnen vorangehen

Von Privaten Investoren macht die Stadt Karben zwar weiterhin keine Vorgaben für günstige Wohnungen. Sie selbst will bei eigenen Projekten in Zukunft aber mit gutem Beispiel vorangehen.
Mit gutem Beispiel will die Stadt vorangehen und bei eigenen Neubauten einen Anteil an Sozialwohnungen einhalten. Mit gutem Beispiel will die Stadt vorangehen und bei eigenen Neubauten einen Anteil an Sozialwohnungen einhalten.
Karben. 

Auch wenn es zunächst Diskussionsbedarf gibt, sind sich am Ende alle einig: Sämtliche Hände heben sich im Stadtparlament für den CDU-Vorschlag, dass die Stadt stärker im Wohnungsbau tätig wird und sich dafür Partner sucht. Dabei will die Kommune auch einen Anteil an Sozialwohnungen errichten.

Eine noch etwas ungenaue Quote von „mindestens 20 Prozent“ Sozialwohnungen hatte die CDU nach der Diskussion im Hauptausschuss in ihren eigenen Antrag übernommen. Eine noch stärkere Vorgabe lehnt CDU-Fraktionschef Mario Beck ab – das hatten die Grünen gefordert.

Nach Partnern umsehen

Genug Planungsfreiheit nennt Beck als Grund. Wichtig sei, dass die Kommune überhaupt dieses Ziel festlege. „Die Stadt sollte mit gutem Beispiel vorangehen.“ Zuletzt hatte allen voran die CDU eine konkrete Sozialwohnungsquote für ein Projekt mit vier Mehrfamilienhäusern in Kloppenheim wie auch ganz grundsätzlich abgelehnt (diese Zeitung berichtete).

Die Suche nach Partnern für künftige städtische Wohnungsbauprojekte finden die übrigen Parteien dagegen gut. „Wir begrüßen jeden Vorschlag, der uns beim Wohnungsbau unterstützt“, erklärt SPD-Fraktionschef Thomas Görlich. „Gut, dass Sie nun mitmachen.“ Er erinnert aber daran, dass unter der Regie des seinerzeitigen Ersten Stadtrats Otmar Stein (CDU) „erstmal bezahlbarer Wohnraum verkauft wurde“.

Und zwar an die Bewohner selbst, erinnert Mario Beck den Sozialdemokraten, „und nicht an amerikanische Hedgefonds“. Das Vorgehen sei klug gewesen, da diese städtischen Wohnungen offenkundig „nicht von armen Menschen“ bewohnt worden seien. Die Stadt wolle mit ihren günstigen Wohnungen aber vor allem jene unterstützen, die auf so etwas angewiesen seien. Dafür sei es nur richtig, auch den Verkauf von Eigentumswohnungen zur Quersubventionierung zu nutzen, findet Beck. „Das entlastet die öffentliche Hand.“

Genau das wollen die Grünen per Zusatzantrag ausdrücklich ausschließen – womit sie aber scheitern. Ihr Fraktionschef Rainer Knak fordert außerdem, dass in den künftigen Bauten 80 Prozent der Wohnungen unterhalb des durchschnittlichen Mietpreises in der Stadt vermietet werden sollten. „Wir wollen insgesamt ein vernünftiges Mietniveau“, sagt Knak.

Grüne zollen Lob

Da es keinen Mietspiegel für die Stadt gebe, sei der Durchschnitt nicht zu ermitteln, merkt CDU-Stadtverordneter Kai-Uwe Fischer an. So kommt auch diese Forderung nicht durch. Für die grundsätzliche Idee aber zollen auch die Grünen Lob.

„Die Stadt kann das Problem der Wohnungsnot nicht alleine stemmen“, betont Rainer Knak. Und die städtische Wohnungsbaugesellschaft schaffe es mit eigenen Mitteln nicht, mehr als ein bis zwei Mehrfamilienhäuser gleichzeitig zu bauen, erinnert Mario Beck. Deshalb soll die Regierung von Bürgermeister Guido Rahn (CDU) nun nach externen Partnern für weitere Wohnungsbauvorhaben suchen.

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