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Hostessen der Burgfestspiele kümmern sich um Besucher: Mit Freundlichkeit klappt fast alles

Über Hunderttausend Besucher kommen Jahr für Jahr in die Bad Vilbeler Wasserburg, um Inszenierungen der Burgfestspiele anzusehen – doch reibungslos wird der Ablauf erst dank der Hostessen. Dabei haben die Frauen schon einige Kuriositäten erlebt.
Lieben ihren Job in der Wasserburg (von links): Bettina Hoffmann, Beate Schwind, Marina Gattinger und Melanie Lungershausen. Lieben ihren Job in der Wasserburg (von links): Bettina Hoffmann, Beate Schwind, Marina Gattinger und Melanie Lungershausen.
Bad Vilbel. 

„Wir sind alle mit Leidenschaft dabei“, erklärt die verantwortliche Hostess Bettina Hoffmann und Marina Gattinger ergänzt „Alles in allem ist die Arbeit hier in der Burg eine runde Geschichte“.

Im Laufe der Jahre haben die Hostessen der Bad Vilbeler Burgfestspiele so manche Kuriositäten erlebt. Melanie Lungershausen erzählt: „Einige Besucher sehen die Open Air-Theateraufführungen scheinbar etwas lässiger als in einem Opernhaus.“ Marina Gattinger erinnert sich: „Manche wollen ihre Hunde mithineinnehmen oder sogar hineinschmuggeln oder ihr Fahrrad auf dem Burggelände abstellen – oder es ,verschwinden’ kurzzeitig Kinder in der Burg.“

Info: 114 000 Besucher

Rund 114 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu den Eigeninszenierungen, Matineen und Gastspielen der Bad Vilbeler Burgfestspiele – etwa 6000 mehr als im Jahr zuvor.

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Melanie Lungershausen berichtet schmunzelnd von „Zuspätkommern“, die vollkommen erstaunt sind, dass die Vorführung bereits begonnen hat und nicht gewartet wird, bis diese Zöglinge eintrudeln. Beate Schwind beteuert: „Wir sind dennoch immer bemüht, jeden, der zu spät kommt, noch hineinzulassen, auch wenn er dann auf einem anderen Platz sitzen muss. Schließlich wollen wir die anderen Gäste nicht stören.“

Genauso scheint es auch mit dem Fotografieren zu sein. Einige Gäste wollen Bilder machen, gleichwohl vor Beginn einer jeden Veranstaltung gesagt wird, dass das Fotografien nicht erlaubt ist. Dann ist Handeln erforderlich. Bettina Hoffmann erinnert sich auch an kleine Kinder, die aus den Schießscharten der Burgmauer herausgezogen werden mussten, weil sie es so spannend fanden, durch die Schlitze zu schauen.

Das Regenschirm-Problem

All solche Begebenheiten erfordern eine klare Präsenz und freundliche Worte, vor allem aber Fingerspitzengefühl. Es komme auch immer wieder vor, dass ein Gast nicht versteht, dass es bestimmte Regeln benötigt, um einen reibungslosen Ablauf der Vorstellung zu gewähren.

So erzählt Bettina Hoffmann von einer alten Dame in einer der vorderen Reihen, die partout ihren Schirm nicht zumachen wollte und die angebotenen Regencapes ablehnte und dann Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) sprechen wollte, um ihr Anliegen durchzusetzen.

„Wenn alle Höflichkeit nichts nützt, ist es höchste Zeit, dass der Chef des Hauses Claus-Günther Kunzmann einschreitet“, berichtet Hoffmann. Doch das sei in diesem Fall nicht notwendig gewesen. Und als das Problem für alle Beteiligten zufriedenstellend gelöst werden konnte, gab es sogar Beifall aus dem Publikum. Überhaupt würde viel Anerkennung und Lob für die Hostessen ausgesprochen.

„Die Leute mögen es, wenn wir freundlich zu ihnen sind und ihnen klarmachen, dass wir ihr Anliegen verstehen“, erklärt Beate Schwind. Marina Gattinger fügt hinzu: „Wir lernen so viele nette Menschen hier bei den Burgfestspielen kennen, führen nette Gespräche und sind über diese Arbeit froh.“

Keine Diskussionen

Unwägbarkeiten werden meist mit einem freundlichen Auftreten bewältigt. Neue Mitarbeiterinnen werden von einer Arbeitsplatzbeschreibung und von der jeweils Dienstältesten eingewiesen, um mit solchen Unzulänglichkeiten fertig zu werden. Es geht immer darum, kurz, knapp, freundlich zu sein und sich auf keine Diskussionen einzulassen. Für medizinische Notfälle sind immer Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort.

Die meisten Hostessen sind seit mehreren Jahren bei den Aufführungen in der Bad Vilbeler Wasserburg dabei. Die Dienstälteste ist Anette Pflug, sie wartet mit 16 Jahren Berufserfahrung als Hostess auf. Insgesamt ist das Team auf inzwischen 22 Mitarbeiterinnen gewachsen. Fast alle davon gehen weiteren beruflichen Aufgaben nach.

„Man weiß, woran man in unserem Team ist“, berichtet Anette Pflug. Sie ist über den Kurznachrichtendienst Whatsapp immer mit ihren Kolleginnen in Kontakt – auch mit den Einlassdamen und dem Kartenbüro sind die freundlichen wie hilfsbereiten Frauen recht gut vernetzt.

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