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Neue Kita soll kirchlich sein

Von Eine Vorentscheidung scheint gefallen zu sein: Die evangelische Kirche soll auch die neue Kita in Burg-Gräfenrode betreiben. Allerdings muss die Kirche dafür zunächst eine wichtige organisatorische Änderung vornehmen.
Die Oberburg in Burg-Gräfenrode war bisher Sitz des evangelischen Kindergartens. Wenn die Stadt vom Sommer an einen Neubau errichtet, soll die Kirche auch diesen betreiben, wünschen sich die Eltern. 
Foto: Dennis Pfeiffer-Goldmann Die Oberburg in Burg-Gräfenrode war bisher Sitz des evangelischen Kindergartens. Wenn die Stadt vom Sommer an einen Neubau errichtet, soll die Kirche auch diesen betreiben, wünschen sich die Eltern. Foto: Dennis Pfeiffer-Goldmann
Karben. 

Wenn sich im Herbst 2019 die Türen zur neuen Kindertagesstätte von Burg-Gräfenrode öffnen, sollen dort die heutigen Erzieherinnen weiter die Kinder begrüßen – und die evangelische Kirche weiter Trägerin der Kita sein. Das zumindest wünschen sich die Kirchengemeinde, ebenso Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Und das wünschen sich offensichtlich auch die Eltern.

Klar geworden ist das vor kurzem bei einem Elternabend. Einziges Thema: Soll die Kirche auch die neue Kita betreiben, die die Stadt am Bindweidgraben bauen will? „Keiner war dagegen, die meisten dafür“, erklärt Guido Rahn. 50 Eltern hatte die Stadt eingeladen, sowohl von heutigen Kita-Kindern wie auch künftigen. Doch nur zwölf Eltern seien gekommen, sagt Rahn. „Das zeigt: Die Frage der Trägerschaft ist gar nicht so das große Thema für die Eltern.“

Das macht der Bauhof

Von den anwesenden Vätern und Müttern hätten sich die meisten für die Kirche als Trägerin ausgesprochen. Einige hätten sich „ausdrücklich die Wertevermittlung“ durch die Kirche gewünscht.

Diese sagt die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Ina Lauster-Ulrich, auch zu. Sie und Pfarrer Eckhart Dautenheimer hatten den Eltern die Konzeption für die neue Kita aufgezeigt. „Für die Kirchengemeinde ist der Betrieb des Kindergartens das Herzstück“, betont Lauster-Ulrich. Wichtig für die kleine Kirchengemeinde sei der Kindergarten deshalb, weil sie dadurch „viel Kontakt zu Zugezogenen und jungen Familien“ bekomme. Mit der wichtigen Zielgruppe habe die Kirche sonst kaum oder gar keine Verknüpfungspunkte.

Mehr Platz für Kinder

Bürgermeister Rahn will als Nächstes die Stadtverordneten über das Votum der Eltern informieren. Anschließend will er vom Sozialausschuss eine grundsätzliche Entscheidung abfragen, ob die Stadtpolitik ebenfalls wünsche, dass die Kirche auch die neue, größere Kita betreibt. Für die Kommune ist es ein gutes Geschäft.

Zumindest in kleinem Maß finanziell, in größerem Maß aber auch mit ehrenamtlichen Kräften, trägt auch die Kirche zum Betrieb der Kita bei. Beides würde wegfallen, wäre die Stadt selbst die Betreiberin. Die neue Kita wird dreigruppig statt aktuell eingruppig sein.

Übergangsweise ist die Kita derzeit ins Hinterhaus der Alten Schule ausgelagert. Der Wetteraukreis hatte den bisherigen Kindergarten in der Oberburg im Sommer 2017 wegen gravierender Mängel in der Elektrik plötzlich geschlossen. Eine Sanierung soll an die 300 000 Euro kosten. Das ist der Kirche zu viel Geld (diese Zeitung berichtete).

Dekanat übernimmt

Eine Vorgabe aber muss die Kirche für die neue Kita erfüllen: Sie muss zuverlässiger Personal bereitstellen. Das fällt bisher den einzelnen Kirchengemeinden in ihren Kitas schwer. Wenn zum Beispiel Erzieherinnen krank sind, können nicht einfach Kräfte aus benachbarten Kitas aushelfen, weil jede Gemeinde für sich ein eigener Arbeitgeber ist. Deshalb fordert die Stadtregierung, dass die Kirche sämtliche ihrer Kitas unter einem Dach betreibt – auf Dekanatsebene.

„Das wird auch so kommen“, verspricht Ina Lauster-Ulrich. Zum 1. Januar werde dieses Modell in jedem Fall umgesetzt. Das sei auch für die ehrenamtlichen Kirchenvorstände und die Pfarrer wichtig: „Es bietet uns eine sehr große Entlastung bei der Verwaltungsarbeit.“

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