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Burgfestspiele: Tschick lockt Schüler in den Keller

Für die Zeit vor den Sommerferien machen die Burgfestspiele Eltern, Lehrern und Schülern ein spannendes und auch noch lehrreiches Angebot – mit einem neuen Projekt.
Weil das Stück „Tschick“ im vergangenen Jahr so gut ankam, steht es ab Mai im Burgkeller erneut  auf dem Spielplan. Foto: Christine Fauerbach Weil das Stück „Tschick“ im vergangenen Jahr so gut ankam, steht es ab Mai im Burgkeller erneut auf dem Spielplan.
Bad Vilbel. 

„Es gibt bekanntermaßen Projektwochen und Wandertage in den Wochen vor den Sommerferien – und unser Tipp an die Schulen in Bad Vilbel und Umgebung lautet, das Gute mit dem noch Besseren zu verknüpfen“, wirbt Burgfestspiel-Pressesprecherin Ruth Schröfel. Sie macht auf Termine aufmerksam, die die Burgfestspiele extra für die Schulen ab Klasse 8 anberaumt haben.

Die Jugendlichen könnten an der Nidda entlang zur Burg wandern, um dort eine außerordentlich gelungene und hochgelobte Inszenierung von Wolfgang Herrndorfs Jugendroman Tschick anzuschauen, so Schröfel.

Viele der Termine vom 8. Mai bis 17. Juni liegen am Vormittag. so dass die 75 Minuten währende Vorstellung gut in den Schulalltag passt. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Bad Vilbeler Schüler die letzte Gelegenheit nutzen würden. Einige Vorstellungen haben durchaus noch Kapazitäten für ganze Schulklassen.“ Der Einheitspreis beträgt pro Besucher acht Euro.

Der Roman des Autors Wolfgang Herrndorf wurde von Robert Koall dramatisiert. Er erfuhr eine beispiellose Karriere als erfolgreichstes Bühnenstück der letzten drei Jahre auf deutschen Bühnen. Vielleicht, weil es den Nerv einer Jugend traf, die es gewohnt ist, Kommerz und Konsum als existenzielle Wesensmerkmale der Gesellschaft zu begreifen, die andererseits aber den Mangel an Direktheit und emotionaler Wärme spürt.

Unkonventioneller Typ

Wieso findet man Gefallen an einem wie Tschick, dieser Figur, die alle Konventionen hinwegfegt? „Ich habe mich selbst nach der Lektüre gefragt, warum ich diesen Kerl irgendwie mochte und es war keine Frage, dass der ,zarte‘ Maik Klingenberg viel von den Verletzungen zeigt, die ein junger Mensch in seiner Adoleszenz erfährt“, erklärt Schröfel.

Die Burgfestspiele Bad Vilbel zeigen die Inszenierung in der Regie von Ulrich Cyran im Theaterkeller der Burg – „einem besonderen Ort, der, wie sich zeigte, hervorragend geeignet ist, auch theaterunerfahrenen Schülern die Scheu vor einem ungewohnten Erlebnis zu nehmen“, so Ruth Schröfel. „Offensichtlich und zu unserer Freude ging das Konzept der Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt sehr gut auf, die Kritiken nach der Premiere und der Zuspruch der Schüler im Allgemeinen waren voll des Lobes über Darstellung und Inszenierung dieses Theaterstücks.“

Falls gewünscht, bieten die Burgfestspiele ein Nachgespräch nach der jeweiligen Vorstellung mit den Schauspielern und der Spielleitung an. „Im direkten Anschluss an die Vorstellung haben wir viel über moralische Vorstellungen gesprochen. Es entstanden häufig gute Diskussionen über Werte, Homosexualität und drastische Sprache inklusive . . .“, erinnert sich Schröfel an die vergangene Saison.

Am 7.Mai geht’s los

Da die Nachfrage gerade von Schulen mit Schulabgängern im vorigen Sommer nicht befriedigt werden konnte, setzen die Burgfestspiele die Wiederaufnahme bereits ab dem 7. Mai auf den Spielplan, so dass wesentlich mehr Termine am Tag zur Verfügung stehen. „Die Burgfestspiele fühlen sich dem Gedanken der kulturellen Bildung verpflichtet – wir alle, Theaterschaffende wie Lehrer, ziehen dabei an einem Strang“, erläutert Schröfel.

Alle Termine und ein Bestellformular gibt es über www.kultur-bad-vilbel.de im Internet.

(fnp)
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