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Bad Vilbeler Burgfestspiele: Um 4.50 Uhr kommt die Erste

Von Wer früh kommt, kriegt die besten Plätze. Das gilt auch für die Bad Vilbeler Burgfestspiele 2016, die gestern mit dem Kartenvorverkauf starteten.
Im Vorraum aufwärmen, Kaffee trinken, ein Schwätzchen halten, Zeitung lesen: Irgendwie geht die Zeit schon rum, bis das Kartenbüro der Burgfestspiele für die neue Saison öffnet. Im Vorraum aufwärmen, Kaffee trinken, ein Schwätzchen halten, Zeitung lesen: Irgendwie geht die Zeit schon rum, bis das Kartenbüro der Burgfestspiele für die neue Saison öffnet.
Bad Vilbel. 

Der frühe Vogel fängt den Wurm – in diesem Fall die besten Karten für die Burgfestspielsaison 2016, die am 7. Mai mit der Generalprobe der „Zauberflöte“ beginnt. Eine Dame, die lieber ungenannt bleiben möchte, hat gestern um 4.50 Uhr die Schlange des Vorverkaufsstarts an der Zehntscheune eröffnet.

An dem nebligen, kühlen Morgen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt ist das mit viel Geduld verbunden – schließlich gibt es die ersten Tickets erst um 9 Uhr. Doch die Burgfestspiele freuen sich über ihre ersten Besucher. Schon um 6 Uhr kann man sich im Vorraum des Kartenbüros aufwärmen, und draußen gibt es einen Tisch mit heißem Kaffee. „Man ist halt geduldig“, sagt eine andere anonym bleibende Dame. Sie beide sind auf Karten für die Generalproben aus. Die gebe es für den halben Preis – und schon am nächsten Tag seien sie weg, wissen sie aus langjähriger Erfahrung.

Service: Wo es die Tickets gibt

Das Kartenbüro an der Zehntscheune, Klaus-Havenstein-Weg 1, hat montags bis samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet, mittwochs bis 18 Uhr. Telefonische Reservierung ist unter (0 61 01) 55 94 55 oder

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Auch Roland Welzel ist seit 25 Jahren Fan der Burgfestspiele, jetzt, als Rentner, kann er seine Frau erstmals zu dem frühmorgendlichen Kartenkauf begleiten und hat ihr auch einen Stuhl für die lange Wartezeit mitgebracht. Er ist „erst“ seit 6.45 Uhr dabei, möchte ebenfalls alle Generalproben sehen. Weil auch die beiden Kinder und vier Enkel bedacht werden sollen, kommen am Ende 30 Tickets zusammen, die er erwerben will.

Keinen Vergleich scheuen

Persönlich interessieren ihn die historischen Stücke, aber auch Musicals. Aufgefallen ist Welzel in jüngster Zeit bei den Burgfestspielen, „dass es ein bisschen eng geworden ist – früher war mehr Platz“. Eine Zuhörerin wendet ein, das sei bei den Festspielen in Bad Hersfeld nicht anders – und dort gebe es den Nachteil, dass keine Pause gemacht werde, weil die Zuschauer dann nicht so schnell von ihren Plätzen wegkämen.

Es gibt aber auch Kunden mit festen Interessen, so wie Eva Schmidt. Sie steht mit ihrer Freundin draußen vor dem Kartenbüro. Das Musical „Evita“ und das Gastspiel der Gustav-Peter-Wöhler-Band interessiert sie. Und ein guter Sitzplatz, denn „mal knallt die Sonne, mal regnet es“.

Daher sei ein Platz am vorderen Ende der Überdachung am besten. „Es wird wirklich Gutes hier geboten“, ist sie auch für die 30. Spielzeit an der Burg zuversichtlich. Schmidt mag Musicals, fährt auch zu Inszenierungen nach Hamburg. Da müssten die Vilbeler Aufführungen keinen Vergleich scheuen. Gerne sieht sie sich die Stücke, wie dieses Jahr „Evita“, auch mehrfach an. Aber dass manche Besucher dafür schon vor fünf Uhr anstehen, überrascht sie denn doch.

Extra aus Oberursel ist Klaus Dieter Huber angereist. Ein Dutzend „schöne Karten, gute Plätze“ will auch er sich sichern. Und ganz wichtig ist ihm, rechtzeitig Tickets für das Gastspiel des „6-Zylinder“-a-cappella-Ensembles zu erhalten – „das gehört für mich jedes Jahr dazu“.

Toller Ort des Geschehens

Babette Karakolewa ist erst zum dritten Mal bei dem Vorverkauf dabei. Sie ist erst vor zwei Jahren nach Bad Vilbel gezogen, kennt aus ihren früheren Wohnorten das Theaterangebot mehrerer Großstädte. Im Vergleich damit sei das Programm der Burgfestspiele „außergewöhnlich gut inszeniert“ und erst die „Location“, die Wasserburg, schwärmt sie. Sie freut sich schon auf „Evita“ und „Der Name der Rose“, aber auch auf die Hitler-Persiflage „Er ist wieder da“ im Gewölbekeller.

Und auch zu den Generalproben geht sie nicht nur des Preises wegen. Da spüre man noch die Spannung der Schauspieler bei der ersten öffentlichen Aufführung ihres Stückes. Und die Begeisterung des Publikums.

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