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Amazon-Gründer Bezos will zwei Milliarden Dollar spenden

Er ist der reichste Mann der Welt, jetzt will Jeff Bezos etwas von seinem Geld abgeben. Via Twitter hat er eine Milliarden-Spende angegündigt. Das soll aber erst ein Anfang sein, heißt es.
Jeff Bezos will sich um Kindergärten und Obdachlose kümmern. Foto. Cliff Owen/AP Foto: Cliff Owen Jeff Bezos will sich um Kindergärten und Obdachlose kümmern. Foto. Cliff Owen/AP
Seattle. 

Amazon-Gründer Jeff Bezos und seine Ehefrau MacKenzie wollen zwei Milliarden Dollar für Kindergärten und den Kampf gegen Obdachlosigkeit spenden. Sie gründeten dafür den Bezos Day One Fund, wie der Amazon-Chef in der Nacht zum Freitag bei Twitter bekanntgab.

Bezos (54) ist der reichste Mann der Welt und sein Vermögen wird aktuell auf über 160 Milliarden Dollar geschätzt. Es besteht vor allem aus seiner Amazon-Beteiligung, deren Wert zuletzt dank steigender Aktienkurse stark gestiegen ist.

Der Day-One-Fonds solle aus zwei Teilen bestehen, erklärte Bezos. Der Families Fund solle bestehende wohltätige Organisationen unterstützen, die Obdachlosen und jungen Familien helfen. Der Academies Fund werde ein Netz aus Kindergärten an unterversorgten Orten aufbauen - und auch selbst betreiben. Die Einrichtungen sollen kostenlos und pädagogisch an das Montessori-Konzept angelehnt sein. Nähere Details wie einen Zeitplan oder die Zahl der Kindergärten gab es nicht.

Bezos kaufte aus seinem Privatvermögen die Zeitung „Washington Post” und finanziert mit rund einer Milliarde Dollar jährlich seine Raumfahrt-Firma Blue Origin. Die Bezos-Familie hatte in der Vergangenheit bereits unter anderem Bildungsprojekte unterstützt, der Fonds ist aber ihre größte Wohltätigkeits-Initiative.

Die zwei Milliarden seien nur ein Anfang, schrieb das „Wall Street Journal” unter Berufung auf eine informierte Person. Microsoft-Gründer Bill Gates gab über die Jahre mehrere Dutzend Milliarden Dollar aus seinem Vermögen für wohltätige Zwecke wie den Kampf gegen Krankheiten aus, und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau kündigten an, im Laufe ihres Lebens 99 Prozent ihrer Beteiligung an dem Online-Netzwerk zu spenden.

(dpa)
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