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Harz feiert friedliche Walpurgisnacht

Warzen, rote Pupillen und schaurige Krallen - wer die tausenden feiernden „Hexen” und „Teufel” in der Walpurgisnacht sieht, kann es schon mal mit der Angst zu tun bekommen. Zu Unrecht.
Hexen und Teufel bevölkerten in der Nacht den Harz. Foto: Matthias Bein Hexen und Teufel bevölkerten in der Nacht den Harz. Foto: Matthias Bein
Schierke/Thale. 

Der Harz hat mit zahlreichen Walpurgisfeiern den Frühling eingeläutet. Rund 16 500 Menschen strömten zu Umzügen, Hexenfeuern und Musikshows in der Region, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte.

Allein auf dem Hexentanzplatz in Thale feierten 7500 Besucher. Im vergangenen Jahr hatte Regen viele abgeschreckt. Damals kamen nur rund 10 000 Menschen in den Harz.

Die oft als Hexen und Teufel verkleideten Feiernden hätten sich weitgehend friedlich verhalten, sagte der Polizeisprecher. Es habe lediglich einzelne Beleidigungen und leichte Körperverletzungen gegeben.

Am Hexentanzplatz in Thale war die Stimmung nach Angaben des Partyveranstalters Ronny Große grandios. Nach etwas Nieselregen am frühen Abend sei der Himmel aufgeklart. Viel mehr Menschen als im vergangenen Jahr hätten sich verkleidet: als Hexen, Teufel und als andere mystische Gestalten.

In Stolberg bekamen die Besucher eine Theateraufführung „frei nach Faust” geboten, wie die Tourismus-Beauftragte der Stadt sagte. Der Walpurgis-Mittelaltermarkt in Schierke war auch noch am 1. Mai geöffnet.

Mit den Walpurgisfeiern wird traditionell der Winter ausgetrieben und der Frühling begrüßt. Die Walpurgis-Tradition geht auf ein heidnisches Frühlingsfest zurück. Später ließ die Kirche am 30. April den Geburtstag der heiligen Walburga feiern, der Schutzpatronin gegen Aberglauben und Geister.

(dpa)
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