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Wenn Kinder beim Essen wählerisch sind - Tipps für Eltern

Spaghetti ohne alles: Viele Eltern machen sich Sorgen, wenn ihr Kind beim Essen mäkelig ist oder einiges ganz ablehnt. Überreden hilft da wenig. Was Eltern tun können, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben.
Abgelehnte Lebensmittel sollten nicht vom Speiseplan gestrichen werden, sondern immer wieder mal angeboten werden. Foto: Caroline Seidel/dpa Abgelehnte Lebensmittel sollten nicht vom Speiseplan gestrichen werden, sondern immer wieder mal angeboten werden.
Bonn. 

Es gibt Phasen, in denen Kinder viele Lebensmittel verschmähen. Selbst winzige Gemüsestücke werden dann aus dem Essen aussortiert, und Nudeln darf es nur pur geben. Wie können Eltern damit umgehen?

Am besten üben sie sich in Gelassenheit. Abgelehnte Lebensmittel sollten außerdem nicht vom Speiseplan gestrichen werden, sondern immer wieder mal auf den Tisch kommen, rät das Netzwerk Gesund ins Leben. In dem Netzwerk haben sich unter anderem Frauen- und Kinderärzte sowie Hebammen zusammengeschlossen.

Oft kann es helfen, Lebensmittel auf verschiedene Weise zuzubereiten: zum Beispiel fein gerieben, gekocht, gebraten, als Stücke zum Dippen oder püriert als Suppe. Ein weiterer Trick ist, eher ungeliebte Sachen mit einem vertrauten Lebensmittel kombiniert anzubieten.

Während kleine Kinder im Alter von etwa sechs Monaten bis zwei Jahren besonders offen für neue Geschmackserfahrungen sind, beginnt danach eine Phase, in der sie viele neue Speisen ablehnen. Im Alter von zwei bis sechs Jahren ist diese Phase am stärksten ausgeprägt.

Eltern machen sich in dieser Zeit oft Sorgen, dass ihr Kind nicht ausreichend mit Vitaminen versorgt ist. Die Angst ist aber meist unbegründet: Lehnen Kinder Lebensmittel eine Zeit lang ab, essen sie sich an anderen Komponenten satt. Eltern sollten darauf vertrauen, dass Neugier, Gewöhnung und Freude beim Essen langfristig gewinnen.

(dpa)
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