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Fußball: Eine kaum zu bezwingende Einheit

Wolfgang Müller könnte immer noch aus der Haut fahren, wenn er an den verpassten Aufstieg im vergangen Jahr denkt. Obwohl Fortuna Höchst dann in der D-Klasse eine klassischen Start-Ziel-Sieg hinlegte.
Meister: Fortuna Höchst feierte den Titelgewinn in der D-Liga. Foto: Marcel Lorenz Meister: Fortuna Höchst feierte den Titelgewinn in der D-Liga.
Frankfurt. 

„Das war die Dummheit eines einzelnen Spielers“, erinnert sich Wolfgang Müller. „Wir haben Platz drei, der damals zum Aufstieg berechtigt hätte, wegen dieses provozierten Spielabbruchs und drei Punkten Abzug verpasst“, so der Vorsitzende von Fortuna Höchst, in der Saison 2016/17 Vierter der Abschlusstabelle der Fußball-Kreisliga D Main-Taunus.

Nachdem die Mannschaft von Spielertrainer Mimoun El Isaoui mit 82 Punkten – die aus 27 Siegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen resultieren – souverän Meister geworden ist und den Sprung in die höhere Liga mit acht Punkten Vorsprung auf den SV Fischbach fulminant geschafft hat, kann Müller dann aber doch über die Vorsaison hinwegsehen. „So etwas erlebt man nicht alle Tage“, lobt der Fortuna-Präsident Trainer und Mannschaft. Schon Ende der Rückrunde 2017 hatte sich die personell verstärkte Mannschaft zu einer fast unschlagbaren Einheit zusammengetan. In 2017/18 mussten El Isaoui und seine Jungs diesen Weg nur fortsetzen. Auch wenn der Spielertrainer wegen einer Meniskusverletzung erst Mitte der Hinrunde selbst aktiv werden kann, regelten seine Mitstreiter die meisten Aufgaben erfolgreich. „Bis auf die dumme Niederlage bei der SG Sossenheim II hatten wir schon zum Start einen richtigen Lauf“, erinnert sich Müller an die Phase im Spätsommer, als seine Höchster die Liga schon unangefochten anführen. Fischbach schickte zwar ebenfalls eine höherklassig erfahrene Mannschaft ins Rennen, als der ärgste Konkurrent und selbst ernannte Meisterschafts-Anwärter aber merkte, dass es die Fortuna in Sachen Titelgewinn wissen wollte, war es für das Team aus dem Taunus schon zu spät.

Vor dem 2:3 in Sossenheim hatten Müllers Schützlinge schon 15 Punkte und 38:14 Tore auf der Habenseite. Nach dem Ausrutscher reagierte der Klassenprimus mit einem 16:1 gegen Niederjosbach II. „Das Hinspiel gegen Fischbach haben wir noch unentschieden gespielt“, berichtet der Vorsitzende vom 2:2, „als wir das Rückspiel Mitte März dann 4:2 gewonnen haben, war klar, dass wir Meister werden.“

Team bleibt zusammen

Vor allem die beiden Ausnahme-Angreifer Dag Haydar mit 54 Saisontoren und sein kreativerer, aber kaum weniger treffsicherer Kollege Mohamed Darray mit 31 Treffer schossen die Frankfurter in die C-Liga. „Als der Aufstieg perfekt war, haben manche Jungs Urlaub gemacht und ihren Fastenmonat Ramadan gehalten und so anderen Spielern eine Chance gegeben, sich zu empfehlen“, erklärt Müller. Da auch die zweite Reihe der Fortuna gut funktionierte, gab es gegen Ende der Saison nur eine 3:4-Niederlage bei Sindlingen II und zum Abschluss noch einmal einen 8:0-Sieg bei Alemannia Nied III.

„Obwohl unser Trainer immer wieder von Germania Schwanheim umworben wird und auch unsere Torjäger bei höherklassigen Frankfurter Vereinen auf der Wunschliste stehen, konnten wir die Mannschaft zusammenhalten“, stellt Müller klar. Und auch wenn er weiß, dass eine solche Saison wohl kaum ein zweites Mal hingelegt werden kann, glaubt er fest daran, „dass wir mit einer solch geschlossenen Mannschaftsleistung uns auch in der höheren Liga schnell stabilisieren können.“

(awo)

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