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"Insel Open"-Tennis-Turnier: Kleine Spielstätte, großes Interesse

Von Trotz der Leistungssteigerung der Nachwuchsspieler dominierten die Routiniers bei der 7. Auflage der Frankfurter Insel Open.
Holte sich im B-Feld den Titel: Kai Wetzstein vom SC Monopol. Foto: Christian Klein (Foto Klein) Holte sich im B-Feld den Titel: Kai Wetzstein vom SC Monopol.
Frankfurt. 

Die Favoriten bestätigten ihre Status. Jens Schoor (RC Worms) und Sina Kandra (Paderborner SC) gewannen das deutsche Squash-Ranglistenturnier in Frankfurt. „Dieses Turnier ist etwas Besonderes“, betonte Tim Weber, der ebenfalls für Worms spielt. „Obwohl es in Deutschland Anlagen gibt, die fünfmal so viele Courts haben wie die Squash-Insel, gibt es kein zweites deutsches Ranglistenturnier mit so vielen Teilnehmern“, fügte er hinzu.

133 Squasher waren es diesmal, die in sechs Herren-Konkurrenzen und einem Damen-Turnier um Ranglistenpunkte sowie Geldprämien kämpften. Letzteres galt aber nur für Spielerinnen und Spieler der Professional Squash Association (PSA), die zusätzlich auch noch Weltranglistenpunkte erhielten. Ihre Teilnahme sorgte allerdings auch für Misstöne.

„Ich war laut Rangliste als achtbester Spieler im 16-köpfigen A-Feld. Dann wurden vom Deutschen Squash-Verband plötzlich neun Profis nach internationaler Rangliste ins A-Feld gesetzt. Und ich musste plötzlich im B-Feld antreten, wo es selbst für den Sieg weniger Ranglistenpunkte gab als für einen Mittelplatz im A-Feld. Und so wurde mir auch die Möglichkeit auf eine Geldprämie genommen“, ärgerte sich Florian Silbernagl vom Ausrichter SC Monopol Frankfurt.

Ein Schotte bringt Squash in Frankfurt auf Kurs – ...

Squash boomt wieder. „Wir haben vor allem einen enormen Zuspruch bei Jugendlichen und Studenten“, betont Stuart Sinclair, der Chef der Frankfurter Squash-Insel.

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Ein Trost bleibt ihm: Beim nächsten Ranglistenturnier darf er im A-Feld antreten. Denn grundsätzlich gilt, dass die ersten drei eines jeden Feldes fürs nächste Turnier eine Stufe höher spielen dürfen. Im konkreten Falle betrifft dies sogar drei Frankfurter, die bei den Herren-B eben die Plätze eins bis drei erreichten. Der topgesetzte Silbernagl verlor im Halbfinale gegen Johannes Voit (3:11, 5:11, 11:6, 8:11), der im vereinsinternen Finale der Monopol-Bundesligaspieler wiederum gegen Kai Wetzstein mit 7:11, 11:2, 8:11, 10:12 unterlag. Silbernagl sicherte sich wiederum mit einem 11:5, 11:8, 12:10 gegen den Stuttgarter Jan Siegle den dritten Platz.

Der Wohlfühlfaktor

Gewissermaßen als halber Lokalmatador trat Tim Weber an. Der Lebensgefährte der Vorjahresmeisterin Sharon Sinclair, Tochter des Squash-Insel-Betreibers Stuart Sinclair, war praktisch jede Woche in Frankfurt, wo er mit der Nationalspielerin sowie den Mitgliedern des Monopol-Teams regelmäßig auch trainierte. „Ich spiele aber nicht nur deshalb so gern dieses Turnier. Es ist so beliebt, weil es zum einen mit das bestbesetzte Turnier und zugleich das erste Ranglistenturnier nach der Sommerpause ist. Alle brennen darauf, sich wieder ernsthaft mit den Konkurrenten zu messen“, führte er aus. Und dann spiele die Organisation eine große Rolle. „Ich kenne kein zweites Turnier, das so gemütlich wäre. Die Players Night ist ein Highlight“, fügte Weber hinzu.

Mit Ausnahme der beiden Spitzen-Profis Simon Rösner und Raphael Kandra, die bei einem großen Turnier im Ausland um Weltranglistenpunkte spielten, war die gesamte deutsche Elite am Start. Weber, 2016 noch Finalist, unterlag im Halbfinale überraschend seinem Club-Kollegen Carsten Schoor (10:12 im fünften Satz). Und so war das Finale ein Familienduell. Der 30 Jahre alte Jens Schoor verteidigte mit einem 11:7, 10:12, 11:8, 11:8 über seinen um zwei Jahre jüngeren Bruder Carsten den Titel und bekam zudem die Siegprämie von 700 Euro. Den dritten Rang sicherte sich der Stuttgarter Valentin Rapp, der Weber in vier Sätzen bezwang.

Bei den Damen war das Interesse erheblich geringer, daher musste man sich mit einer Konkurrenz begnügen. Dazu trug auch Tim Weber ein wenig bei: Die Titelverteidigerin Sharon Sinclair blieb nur die Zuschauerrolle, weil sie nächste Woche Töchterchen Haley zur Welt bringt. „Im November könnte ich mit dem Training wieder beginnen“, plant sie ein baldiges Comeback.

In ihrer Abwesenheit bezwang im Endspiel Sina Kandra (früher Wall), die durch diesen Triumph Sinclair als Ranglistenerste ablöste, die topgesetzte Lettin Ineta Mackevica (beide Paderborner SC) mit 11:7, 11:9, 7:11, 9:11, 11:5. Jugendnationalspielerin Saskia Beinhard vom SC Monopol Frankfurt belegte den vierten Platz, Mareike Omlor (Yellow Dot Maintal) erreichte Rang acht.

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