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Tennis: Zwei Teams noch ungeschlagen

Von In der Hessenliga der Herren läuft im Titelkampf alles auf eine Entscheidung am kommenden Sonntag hinaus. Dann treffen die ungeschlagenen Frankfurter Teams Eintracht und Palmengarten aufeinander. Hingegen entfernen sich der SC SAFO Frankfurt (siehe auch Extratext vom Spiel in Sprendlingen) und der TC Steinbach immer mehr vom rettenden Ufer.
Neuzugang Benjamin Hassan gewann als Nummer eins beziehungsweise als Nummer zwei seine beiden Einzel für den FTC Palmengarten und gab dabei insgesamt nur sieben Spiele ab. Foto: Hikmet Temizer Neuzugang Benjamin Hassan gewann als Nummer eins beziehungsweise als Nummer zwei seine beiden Einzel für den FTC Palmengarten und gab dabei insgesamt nur sieben Spiele ab.
Frankfurt. 

Zwei Doppel-Spieltage sind in der Hessenliga absolviert, und nur noch zwei Teams sind ungeschlagen. Die Tennisspieler von Eintracht Frankfurt bezwangen am Samstag in einem denkwürdigen Duell den TV Bad Vilbel (wir berichteten), sind aber zwei Sätze „schlechter“ als Stadtrivale FTC Palmengarten . Der Tabellenführer wird nach wie vor seiner Favoritenrolle gerecht.

Beim 6:3-Sieg über den SC SAFO Frankfurt an der Kennedyallee gab das ohne Hugo Dellien angetretene Team aus Eschersheim die ersten beiden Spiele ab. Der Spitzenspieler des FTC hatte das Finale beim ITF-Turnier in Marburg erreicht, das er aber gegen den Argentinier Juan-Ignacio Londero verlor. Calvin Müller behinderte eine Blase an der Hand stark, er konnte den Schläger nicht richtig halten. Allerdings bot der Sachsenhäuser Benjamin Schweitzer auch eine gute Leistung, er spielte immer wieder geschickt mit Spin die Rückhand seines Widersachers an. An Position sechs hat sich David Zimmermann sich den Sieg über den sich mühenden Fabian Neff mit viel Topspin und Aggression redlich verdient.

Starker Agamenone

Es sollte das letzte Match sein, das der FCT Palmengarten am Wochenende verlieren sollte. Den ersten Punkt holte Franco Agamenone. Der Argentinier tat sich zunächst schwer, lag schnell zurück. Dann fand er jedoch zu seinem Spiel und punktete vor allem am Netz. Nach dem 3:5-Rückstand verlor er kein Spiel mehr und holte gegen den als Profi auf der Tour spielenden Inder Vinayak Kaza eine stolze Serie von zehn Spielen in Folge. Im Spitzenduell beherrschte Benjamin Hassan seinen syrischen Widersacher Amer Naow klar.

Im Vergleich der „Fünfer“ bekam es Jannis Köke mit SAFO-Trainer Tom Pütz zu tun. „Gegen ihn zu spielen ist nicht angenehm. Er schlug sehr gut auf und spielte jeden Ball alles oder nichts. Da war es schwer, den eigenen Rhythmus zu finden“, so Köke. Pütz führte 4:2, doch als die neuen Bälle ein wenig abgespielt waren, die Ballwechsel dadurch ein wenig länger wurden, setzte sich der kaum Fehler machende Köke durch.

Leider bekamen die Zuschauer nur die sechs Einzel zu sehen. Die Sachsenhäuser verzichteten trotz des theoretisch noch aufholbaren 2:4-Rückstandes auf die Doppel, die dann mit 2:1 für die Gäste gewertet wurden.

Souveräner Auftritt

Die von Agamenone begonnene Siegesserie des FTC Palmengarten wurde tags drauf auf der eigenen Anlage mit dem 9:0 gegen den Neuling TC Steinbach eindrucksvoll fortgesetzt. Ein Leckerbissen war der Auftritt von Dellien. Der 120. der Weltrangliste, der auch einen deutschen Pass besitzt, hatte dabei nicht einmal seinen besten Tag erwischt. Sein bolivianischer Landsmann Federico Zeballos brachte die harten Aufschläge gut zurück und beeindruckte auch mit der Länge in seinen Schlägen. Doch Dellien ist nicht umsonst in der Weltrangliste so weit oben. Wenn er seine Schläge variierte, bekam Zeballos sofort Probleme.

Einen guten Einstand in der aktuellen Hessenliga-Runde gab Magnus Müller, der im ersten Satz fast fehlerfrei spielte. Als Vinzent Banzer stärker wurde, musste die Entscheidung im zweiten Satz der Tiebreak bringen. Müller führte 6:1, Banzer glich noch aus, dann machte der Frankfurter den Sack zu. „Entscheidend war, dass mir weniger Fehler als ihm unterliefen“, meinte Müller.

Im Doppel feierte sein Bruder Philipp seine Hessenliga-Premiere 2018, der mit Benjamin Hassan sehr gut harmonierte. Im Spitzendoppel wuchs der Steinbacher Florian Broska im ersten Satz über sich hinaus. Auf der anderen Seite merkte man dem Duo Stefan Zielen/Dellien an, dass es nicht eingespielt ist. Ab dem zweiten Satz steigerte sich Zielen, der nun viele Punkte am Netz machte. Im Champions-Tiebreak ließ dann das Palmengarten-Paar nichts anbrennen. Zielen erzielte mit einer tollen Reaktion am Netz das 10:6.

4:5 ist kein Beinbruch

Der TK Langen ging am Wochenende leer aus. „Gegen Sprendlingen wollten wir unbedingt gewinnen. Es ist aber kein Beinbruch. Wir haben noch Spiele, die wir gewinnen können“, meinte TK-Kapitän Andreas Ainalides. Sein Team verlor das Derby bei Rot-Weiß Sprendlingen 4:5 und einen Tag später daheim gegen den TC Bad Vilbel 2:7.

„Als wir gesehen hatten, dass Langen für das Prestige-Duell meinen Landsmann Jan Blecha geholt hatte, sah ich unsere Felle davonschwimmen“, bekannte Sprendlingens tschechischer Trainer Peter Janda. Blecha, der zwei Jahre lang kein Turnier mehr absolviert hat, enttäuschte jedoch im Einzel wie im Doppel.

Für die Entscheidung sorgten die Tschechen in den Reihen der Gastgeber: Das Quartett holte alle fünf Sprendlinger Punkte. Im Spitzenspiel entschieden die Aufschläge sowie das variablere Spiel von Marek Gengel (musste zwei Satzbälle von Facundo Mena abwehren), an Position zwei bestach der junge Tadeas Paroulek mit viel Ballgefühl, an Position fünf überzeugte Lukaas Marsoun mit seinem Kampfgeist, und „an sechs“ war Martin Bezdicek einfach besser als der Langener Alexander Schubert. Angesichts der 4:2-Führung besetzten die Gastgeber mit zwei Tschechen ausnahmsweise das zweite Paar, das dann auch locker gewann. Auf Langener Seite siegte Ainalides gegen Can Franke. „Ich habe nicht einmal gut gespielt und habe mir das Leben selbst schwer gemacht“, sagte der Gewinner, der nach einer 5:2-Führung den ersten Satz noch verlor und auch in den gewonnenen Durchgängen nach klarer Führung kämpfen musste.

Bad Vilbel bleibt dran

Chancenlos war der TK Langen dann beim 2:7 gegen den TC Bad Vilbel , der sich auch noch Hoffnungen auf den Titel machen kann. In Langen gewannen die Gäste aus der Kurstadt alle sechs Einzel. Vier Matches verliefen einseitig. Ainalides konnte mit Niklas Schell zumindest im zweiten Satz mithalten. „Da habe ich sehr druckvoll gespielt“, sagte Ainalides, der schon 5:2 geführt hatte, sogar einen Satzball vergab, bevor die knallharten Aufschläge und die rasanten Volleys des 19-Jährigen doch noch den Ausschlag gaben.

Einen Sieg hatten sich die Langener an Position vier ausgerechnet. Der Slowene Bostjan Osabnik begann auch stark. Doch mit zunehmender Dauer wurde der Vilbeler Jochen Bertsch immer besser und behielt schließlich knapp die Oberhand. Eine eindrucksvolle Vorstellung gab einmal mehr der Vilbeler Brasilianer Daniel Dutra Da Silva, der im Spitzenspiel den Argentinier Facundo Mena nahezu deklassierte.

Doppel wollten die Gäste eigentlich nicht mehr spielen. „Es waren viele Zuschauer da. Deshalb haben wir auf der Austragung beharrt. Ein Match besteht schließlich aus neun, nicht aus sechs Spielen“, sagte Ainalides, der als Paar mit Alexander Schubert eine starke Vorstellung gab.

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