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Reitsport: Auf dem Sprung zur EM

Von Die Besucher des Bommersheimer Sommerreitturniers konnten vielleicht bereits einen Blick auf eine Europameisterschaftsteilnehmerin werfen. Die für den RFV Bad Homburg startende Anna Duff hat gute Chancen auf ein Ticket für den großen Aufgalopp Anfang August in der Slowakei.
„Halb vier“ nennen es die Reiter, wenn eine Stange touchiert wird. So spät war es bei Anna Duff und Montanus Nessi in Bommersheim nicht. „Halb vier“ nennen es die Reiter, wenn eine Stange touchiert wird. So spät war es bei Anna Duff und Montanus Nessi in Bommersheim nicht.
Bommersheim. 

„Bahn frei“ für Anna Duff und „Montanus Nessi“: Das 20-jährige Ausnahmetalent im Springsattel hat die abschließende und zugleich schwerste Prüfung beim Sommerturnier des RFV St. Georg Bommersheim im Stechen vor Sabrina Deußer (Wetterauer Reitverein) mit „La Blanche“ und Jonas Ossenberg-Engels (RFV Groß-Gerau) mit „Attent“ gewonnen.

Die für den RFV Bad Homburg startende Irin raste bereits nach 43,33 Sekunden durch die Lichtschranke, alle Stangen waren an ihrem Platz geblieben. Unter dem Bauch des erst achtjährigen Wallachs war jederzeit genügend Luft. „Halb vier“, wie die Reiter es nennen, wenn eine Stange touchiert wird, sich aber in die Halterungen zurückwackelt, war es für die beiden zu keiner Zeit.

Die von Andreas Wendenburg, dem Leiter des Bad Homburger Reitschulzentrums Hardtwald, trainierte Duff polsterte mit dem Sieg ihr Punktekonto weiter auf. Nur eine Woche zuvor war sie mit ihrem derzeitigen Toppferd Baron im niederländischen Peelbergen in einem S**-Springen als Zweite vom Platz gegangen, was ihr erste Weltranglistenpunkte einbrachte. „Sie ist ein absolutes Naturtalent“, sagte Wendenburg, der sie seit rund einem Jahr trainiert und schon einige hochklassige Reiter erlebt hat.

Zehn Pferde zur Auswahl

Die Chancen, dass Anna Duff vom 8. bis 13. August bei der Nachwuchs-Europameisterschaft in Samourin (Slowakei) für ihr Heimatland in den Springsattel steigt, bewertet der Bad Homburger Trainer als durchaus gut, „auf der Longlist steht sie bereits, jetzt fehlt nur noch etwas Glück“, sagte Wendenburg, der Duff neben „Baron“ und dem in Bommersheim in bester Verfassung präsentierten „Montanus Nessi“ weitere acht Pferde zur Verfügung stellt.

Vier Tage lang konnten Reitsportfans in Bommersheim Spitzensport im Springen und in der Dressur sehen, brauchten dazu aber zunächst Gummistiefel mit hohem Schaft. Es schüttete wie aus Kübeln, und Turnierchefin Christine Fischer hatte schon begonnen, das Turnier im Geiste abzuhaken. Die Sorge war jedoch unnötig, denn der Springplatz verträgt enorm viel Wasser und bleibt dabei trotzdem griffig. Jedoch mussten eilends Gräben gezogen werden, durch die das aufgestaute Wasser Sturzbächen gleich den Kanälen zuströmte.

Die während des Turniers herrschenden Temperaturen waren fürs Reiten ideal, leichter Regen wurde von den Springreitern mit einem Lächeln weggesteckt. Viele hatten noch die Hitzeschlacht des vergangenen Jahres vor Augen, als man sich den einen Schauer zur Abkühlung sehnlichst gewünscht hatte.

Mexikanischer Doppelsieg

Erfolgreichster Reiter des gastgebenden St. Georg war der Mexikaner Annibal Garrido, der im S*-Springen am Schlusstag mit Youngster Jalapa zwar gut gestartet war, es ab dem sechsten der elf Hindernisse aber mächtig klappern ließ und aufgeben musste. Garrido konnte zwei M*-Prüfungen mit „Jalapa“ und „Escudero“ gewinnen. Auch in den Zeitspringen stand er um Edelmetall an. Einen guten Eindruck hinterließen neben Spitzenreiterin Lavina Mouret (Stierstadt) auch Isabell Wink und Jaqueline Häußer (beide Bommersheim).

Auch in den Dressurprüfungen der leichteren Kategorien E, A und L konnten junge Nachwuchsreiter aus dem Hochtaunus und Erwachsene mit jungen Pferden punkten. Siege gingen hier an Argentina Hofmann, Anna Lehmann und Ann-Kathrin Maraun (alle Bommersheim). In den Reiterwettbewerben und Führzügelklassen standen Charlotte Bleckmann (RSG Fichtenhof Bad Homburg) und Hanna-Maria Burg (RFV St. Georg Bommersheim) ganz vorne. In der L-Dressur auf Trense sicherte sich Stefanie Gentzcke (RSG Bad Homburger Kronenhof) die silberne Schleife.

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