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Fußball, Gruppenliga: Drei Remis und eine 1:8-Klatsche

Der FV Stierstadt verwandelt ein 1:3 in ein 4:3 und fühlt sich nach dem 4:4-Endstand wie ein Sieger. Beim FC Oberstedten herrscht dagegen Katzenjammer.
Rüdiger Rau, Manager des FC Oberstedten, ist mit der Leistung der Mannschaft alles andere als zufrieden Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Rüdiger Rau, Manager des FC Oberstedten, ist mit der Leistung der Mannschaft alles andere als zufrieden

FC Kalbach – TuS Merzhausen 2:2 (2:0): Nach dem Aufreger um Stefan Hickls kuriosen Platzverweis in der Vorwoche machte TuS Merzhausen im Frankfurter Stadtteil aus sportlichen Gründen von sich Reden. Zu Halbzeit lag das Team ohne den gesperrten Abwehrchef bereits mit 0:2 hinten und auch im zweiten Durchgang zeichnete sich lange Zeit keine Kehrtwende ab.

Doch dann brechen die letzten acht Minuten an: Zunächst stellt Fuad Salihovic den Anschluss her (82.), vier Minuten später gleicht Damjano Demasi aus. Ein toller Endspurt, der beweist, dass in der häufig wankelmütig auftretenden Mannschaft definitiv Leben herrscht. Ebenfalls bemerkenswert: Mit nur einer Gelben Karte blieb der TuS diesmal unter dem Schnitt. Es scheint, als hätten Enis Dzihics mahnende Worte Gehör bei seinen Spielern gefunden.

Tore: 1:0 Pekgüzelyigit (23.), 2:0 Wille (44.), 2:1 Salihovic (82.), 2:2 Demasi (86.).

FC Oberstedten – SG Bornheim 1:8 (1:4): „Ich bin sprachlos, eigentlich gibt es auch nicht viel zu sagen“, zeigt sich FCO-Manager Rüdiger Rau nach der Klatsche geschockt. Dann findet er doch noch ein paar knappe, aber treffende Worte: „Das war von A bis Z eine Katastrophe. Wir leisten uns einen schlimmen Fehler und liegen nach 18 Sekunden bereits zurück. Dann kommt keinerlei Gegenwehr. Unser Tor fällt aus 30 Metern, im gegnerischen Strafraum waren wir nicht einmal. Wir können froh sein, dass wir uns am Ende nicht zwölf Dinger gefangen haben.“

Am Ersten Advent hat die Mannschaft aufgrund eines Nachholspiels noch die Gelegenheit, um Wiedergutmachung zu leisten. Leicht wird die Aufgabe aber nicht, denn es kommt der FC Kalbach – und der steht noch vor Bornheim in der Tabelle. Und hat sogar noch mehr Tore erzielt.

Tore: 0:1, 0:2, 1:3, 1:4 Elford (1., 9., 26., 30.), 1:2 Klempin (18.), 1:5 Schmanke (57.), 1:6, 1:8 Aishouna (61., 76.), 1:7 Tewelde (70.).

FC Neu-Anspach – VfB Friedberg 2:2 (1:0): Letztlich sei das Remis verdient, sagte  FCNA-Trainer Rico Henrici, denn beide Teams seien schwach aufgetreten. Den Spielverlauf beschreibt der Coach wie folgt: „Wir haben noch nicht die Klasse, sie von hinten raus auszuspielen. Weil sie gut zustellen, zwingen sie uns zu langen Bällen, die wir vorne aber nicht festmachen können. Dann sind sie wieder am Ball und schlagen ihn weit. Hin und her, hin und her.“

Das 1:1 für die Gäste fiel im Übrigen nach einem der langen Einwürfe, vor denen Henrici schon unter der Woche warnte. Im Spielbericht steht Michael Puck als Schütze des daraus resultierenden Eigentores, sicher war sich sein Trainer aber nicht. In der 77. sah Gäste-Keeper Gäkhan Cirak die Rote Karte, nachdem er Gara Ali zu Fall gebracht hatte. Ärgerlich: Dessen Ball landete erst am Pfosten, dann direkt vor den Füßen von Weber. Doch Schiedsrichter Andreas Luschberger hatte da bereits abgepfiffen. Statt dem sicheren 2:1 gab es so den Platzverweis und einen Freistoß für den FCNA.

Tore: 1:0 Weber (6.), 1:1 Puck (53./ET), 1:2 Yasaroglu (86.), 2:2 Gara Ali (90. + 2).

FV Stierstadt – Frankfurter FV Sportfreunde 4:4 (1:2): Ein ganz wichtiges Remis für Stierstadt. „Vor acht Wochen wäre die Mannschaft nach dem 1:3 eingeknickt und dann hätten wir uns noch fünf Stück gefangen“, ist sich Marco Hentsch vom Spielausschuss sicher. Jetzt aber habe die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft, an die eigenen Stärken geglaubt und nicht aufgesteckt. „Hätte mir vorher einer gesagt, dass wir erst gegen Dortelweil und dann gegen die Speuzer Unentschieden spielen“, sagte Hentsch, „ich hätte sofort unterschrieben.“

Hensch zog sein Fazit: Jetzt haben wir 22 Punkte zur Winterpause und danach noch mal 13 Spiele, um 18 weitere Zähler zu sammeln. Ein Riesenkompliment an Trainer Zampach und die Spieler, die den Hebel nach vier katastrophalen Wochen umgelegt haben.“ Ein Sonderlob erhielt Doppel-Torschütze Marvin Diehl. Der ehemalige Jugendspieler der Frankfurter Eintracht war erst nach einer halben Stunde ins Spiel gekommen.

Tore: 0:1 (2.), 0:2 (22.), 1:2/2:3 Diehl (42., 61.), 1:3 (55.), 3:3 Özdemir (63.), 4:3 La Medica (71.), 4:4 (82.).

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