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Handball, TSG Oberursel: Es kommt zum Showdown in der Oberliga

Sowohl die Handballerinnen aus Oberursel als auch aus Ober-Eschbach erfüllen beim jeweiligen Schlusslicht ihre Pflichtaufgaben. Die TSGO erhält somit in der Oberliga doch noch eine Aufstiegschance. Und am gleichen Samstagabend kommt der schwächelnde Drittliga-Spitzenreiter nach Ober-Eschbach.
Trainer Paul Günther schwört die Handballerinnen der TSG Oberursel ein. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Trainer Paul Günther schwört die Handballerinnen der TSG Oberursel ein.
Hochtaunus. 

Die einen nannten es großen Optimismus, die anderen einen Psychotrick, als Paul Günther, Trainer von TSG Oberursels Handballerinnen, sagte: „Wir werden Meister, da bin ich sicher.“ Fakt ist nun, dass die Entscheidung im Titelrennen der Oberliga Hessen vertagt wurde: Wenig überraschend setzte sich die TSGO beim punktlosen Absteiger HSG Eibelshausen/Ewersbach mit 33:27 durch. Umso erstaunlicher war jedoch die 26:35-Niederlage der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden beim Tabellendritten HSG Rodgau Nieder-Roden. Damit ist der Vorsprung des Spitzenreiters auf einen Punkt geschrumpft.

Wenn Oberursel jetzt am Samstag um 17.30 Uhr den bereits geretteten Tabellenachten HSG Wettenberg schlägt, stünde Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden in seinem letzten Saisonspiel um 19 Uhr mächtig unter Druck. Ein Punkt würde dem Spitzenreiter aufgrund des schwächeren direkten Vergleichs gegenüber der TSGO nicht genügen. Der Primus müsste gegen den Tabellenvierten TV Hüttenberg auf jeden Fall gewinnen, der vor vier Wochen Oberursel in eigener Halle mit 23:21 zu Fall brachte.

Am vergangenen Wochenende erfuhr Günther via Internet kurz vor Ende der ersten Halbzeit vom Ausrutscher des Kontrahenten in Nieder-Roden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich sein Team nach anfänglichen Problemen und einem 7:8-Rückstand wieder gefangen. In die Kabine ging es schon mit einem komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung gegen das Team des baldigen Oberurseler Männer-Trainers Ergün Sahin.

„Die Abwehr war nicht gut, mit dem Angriff konnte ich zufrieden sein“, kommentierte Günther. Vor allem die Chancenverwertung war ganz ordentlich. Alle Strafwürfe wurden verwandelt, alleine neun von Viktoria Heilmann. Die Mannschaft scheint mit dem Druck, sich keinen Ausrutscher mehr leisten zu dürfen, gut fertig zu werden.

Spielfilm: 5:4 (10.), 10:12 (20.), 13:18 (30.), 18:23 (40.), 23:28 (50.), 27:33 (60.).

TSG Oberursel: Steitz, Petri; Heilmann (13/9), Sellner (5/1), Michelle Okrusch (5), Kürten (4), Stahl (2), Hulin, Lindner, Cutura, Müller (je 1), Kahlstatt, Nadine Okrusch. fiu

Pirates vor spezieller Partie

Die FSG Ober-Eschbach/Vortaunus gewann unterdessen das letzte Auswärtsspiel der Drittliga-Saison bei Absteiger HSG Plesse-Hardenberg mit 29:20. Für Trainer Marc Langenbach wird somit der letzte Spieltag ein ganz spezieller.

„Man muss am Ende sagen, dass unser Sieg eigentlich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war“, lobte Marc Langenbach die Einstellung seiner Spielerinnen. Für die Handballerinnen der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus ging es am vorletzten Spieltag im Grunde um nichts mehr, dennoch zeigten sie eine couragierte Leistung. Dass hier und da eventuell ein paar Prozentpünktchen an Elan fehlten, ist angesichts der Umstände weder verwunderlich noch zu bemängeln. „Das“, so Trainer Langenbach, „ist doch nur menschlich.“ In der ersten Hälfte (11:12) sorgte in den letzten zwei Minuten noch eine doppelte Unterzahl der „Pirates“ für ein zeitweiliges Aufbegehren der bereits als Absteiger feststehenden Gastgeber. Der zweite Durchgang gehörte dann voll und ganz den Gästen.

Besonders stark im Abschluss zeigte sich einmal mehr Juliane Grauer, die mit zwölf Treffern zur besten Schützin des Spiels wurde. Im Tor begann – anders als in der Vorwoche – diesmal wieder Aleksandra Baranowska, Talent Sophie Löbig saß zunächst draußen. „Eine Bauchentscheidung“, erklärte Langenbach, der zwischen zwei starken Torfrauen wählen kann. Durch den Sieg im letzten Auswärtsspiel ergibt sich für die „Pirates“ vor dem Saisonabschluss am nächsten Samstag eine spannende Ausgangslage.

„Wir sind jetzt das Zünglein an der Waage“, weiß Langenbach. Schlägt man am Samstag in der Albin-Göhring-Halle Tabellenführer HSG Gedern/Nidda (17 Uhr), dann könnte sich Verfolger HSG Kleenheim mit einem Erfolg über den SC Markranstädt den Titel noch schnappen. Die Grundlage schaffte Kleenheim im Topspiel vor 400 Zuschauern in Nidda: Einen 14:17-Rückstand nach 42 Minuten drehte der freiwillige Zweitliga-Absteiger noch zu einem 23:19-Sieg.

Zurück zu den Pirates: „Wir sind Sportler genug, um uns bei unserem Publikum mit einem Sieg aus der Saison verabschieden zu wollen“, betont Langenbach, „außerdem wäre dann auch der Haussegen gewahrt.“ Seine Frau Janina Langenbach, die in der Vorsaison unter ihrem Mädchennamen Timmermann noch Piratin war, steuerte für Kleenheim vier Tore zum Sieg über Gedern/Nidda bei. So gesehen wäre ein Erfolg der FSG im letzten Heimspiel für den Trainer fast schon eine eheliche Pflicht.

Spielfilm: 2:0 (3.), 3:4 (9.), 4:10 (17.), 7:11 (21.), 11:12 (30.), 13:13 (35.), 14:17 (41.), 16:22 (49.), 19:28 (58.).

Pirates: Baranowska, Löbig; Grauer (12), Schwering (4), Lichtlein (4/1), Özer (4), Riedel (3), Bucher (1), Mertens (1), Zsigmond, Orban. rk

 

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