Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 8°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Fußball, Gruppenliga Frankfurt West: FV Stierstadt spielt jetzt ohne Lebensversicherung

Von 6 – 8 – 10 – 12 – 14: Nein, das sind nicht fünf jener sechs Zahlen, die heute Abend im Lotto für glückliche Gesichter sorgen werden. Vielmehr sind es die Platzziffern der Taunusteams in der Gruppenliga – und da scheint man heuer vergeblich auf den großen Wurf zu hoffen.
Knie verdreht: Für FV Stierstadts Torjäger Altan Sak ist das Fußballjahr abrupt zu Ende gegangen. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Knie verdreht: Für FV Stierstadts Torjäger Altan Sak ist das Fußballjahr abrupt zu Ende gegangen.
Hochtaunus. 

Mal hü, mal hott - es geht auf, dann wieder ab. Einen Schritt vor, einen zurück. Aber Rico Henrici hat mittlerweile keine Lust mehr, über die fehlende Konstanz seines FC Neu-Anspach in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West zu lamentieren. „Jammern bringt nichts“, sagt der Trainer des Tabellensechsten und damit bestplatzierten Taunusteams in der siebthöchsten Fußball-Spielklasse, „wir stehen genau da, wo wir von unserer Leistung auch hingehören. Wir sind nun einmal nicht stärker als dieser sechste Platz.“ Und damit um exakt acht Punkte von Spitzenreiter FC Kalbach und auch schon derer sieben vom Tabellenzweiten Spvgg. Oberrad abgehängt.

Wischtak in Urlaub

Auf dem Papier würden die Anspacher für das morgige Spiel beim Tabellen-15. TSG Nieder-Erlenbach in die Favoritenrolle schlüpfen – wäre da nicht der letztwöchige Nieder-Erlenbacher 4:2-Coup bei Spitzenreiter FC Kalbach gewesen, der auch den Letzten im Anspacher Lager aufschrecken dürfte. „Fußballerisch gehört die TSG für mich ohnehinhin, was die Offensivabläufe angeht. zum oberen Drittel dieser Liga“, weiß Henrici um die Stärken des morgigen Gastgebers. Zu ersetzen hat er morgen auch noch Kurzurlauber Paul Wischtak. Eventuell fällt zudem Niklas Kraus aus – aufgrund einer Knöchelverletzung konnte der Ex-Ober-Erlenbacher am Dienstag nicht mittrainieren.

Keinerlei Ausfälle muss derweil TuS Merzhausens Trainer Enis Dzihic vor dem morgigen Gang ans Friedberger Burgfeld beklagen. Ralf Sartoris, Spielausschussboss des Tabellenachten, richtet sich auf ein hartes Stück Arbeit beim nur noch drei Punkte schlechter dastehenden VfB Friedberg ein: „In der Offensive ist das Team von Andreas Pelka stark besetzt. Schon bei unserem 5:2-Hinspielsieg waren wir gewiss keine drei Tore besser.“ Trainiert haben die Merzhausener auf dem Kunstrasen in Steinbach – da darf man gespannt sein, ob die für 3. Dezember angesetzte Nachholpartie gegen Oberrad tatsächlich laut Klassenleiter in Merzhausen steigt.

Gastgeber VfB Friedberg hofft den positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen zu können, hat allerdings gewaltige Personalprobleme zu stemmen. Neben Urlauber Martin Krank, dem erkrankten Janos Schmidt und dem mit Nasenbeinbruch ausfallenden Mats Krämer muss der VfB in der Offensive umbauen. Dominique Waré wurde nach seiner jüngsten Roten Karte für fünf Spiele gesperrt und Waldemar Patzwald plagt sich mit einer Wadenblessur herum. Slavcho Yankov als angedachter Nachrücker fällt ebenfalls verletzt aus. Somit dürfte die Hauptverantwortung in der VfB-Offensive auf den Schultern von Toptorjäger Salih Yasaroglu (13 Saisontreffer) lasten.

Morgen FC Kalbach (1.), anschließend FC Neu-Anspach (6.), dann noch die SG Bornheim/GW (4.): Mit drei Heimspielen beendet der FC Oberstedten das Jahr – allerdings auch mit drei Krachern zum Gegner. „Gegen alle drei haben wir überhaupt nichts zu verlieren“, sagt FCO-Trainer Artur Rissling und sehnt die Winterpause förmlich herbei. „Wir haben im Oktober neun Spiele bestitten – das geht einem Amateurfußballer schwer an die Physis, an seine Grenzen.“ Und wenn es sich nur darin niederschlägt, dass man, wie er bei seinem Team beobachtet hat, „zuletzt öfters einen Tick zu spät in den Zweikampf kommt und dann prompt Foul spielt – und, wie wir jetzt, Letzter der Fairnesstabelle ist.“ 57 Mal Gelb, sieben Mal Gelb-Rot, ein Mal Rot – in der Tat ist der FCO da Rote-Laternen-Träger.

Aufgrund der hohen Belastung hat Rissling seinen Jungs zuletzt eine Woche trainingsfrei gegeben: „Damit sie a) alles auskurieren konnten und b) wieder Lust auf Fußball bekommen.“ Marvin Klempin und Gazmend Grajcevci sind in den Kader für das morgige Duell mit Spitzenreiter FC Kalbach zurückgekehrt, Mike Itter (erkrankt) wackelt noch – dagegen rollt für Rünzi, Warnecke und Temur erst 2018 wieder der Ball.

„Draufhauen bringt nix“, versichert FV Stierstadts Trainer Thomas Zampach. Die jüngste 0:5-Packung beim FSV Friedrichsdorf sei Beleg dafür, „dass bei uns momentan schwer der Wurm drin ist und wir schauen müssen, dass wir bis zur Winterpause aus unseren aktuell 17 Punkten noch 20 machen.“ Am besten morgen im Kellerduell mit Schlusslicht Spvgg. Griesheim, das den FV im Hinspiel mit 7:3 abgekanzelt hatte. „Das einzig Positive aus meiner Sicht derzeit: Wir stehen nach wie vor noch nicht auf einem Abstiegsplatz“, sagt Zampach. Und: mit Biskup, Holland-Nell sowie La Medica steht ein Trio vor der Rückkehr in den Kader. Aus diesem aber purzelt Goalgetter Altan Sak heraus, „unsere Lebensversicherung“, wie Zampach anmerkt. Im privaten Bereich hat sich der elfmalige Vollstrecker das Knie verdreht und spielt erst wieder 2018.

Fuchs, Haub vor Rückkehr

Für den FSV Friedrichsdorf darf es gerne so weitergehen wie zuletzt dreimal: siegreich. „Natürlich war dann der 3:5-Kreispokal-K.o. beim FC Weißkirchen ärgerlich und unnötig – ein Sieg dort wäre für unser zart wieder aufblühendes Selbstbewusstsein zuträglich gewesen“, so FSV-Coach Metin Yildiz, „aber jetzt können wir uns ganz auf die Gruppenliga konzentrieren.“ Nach den jüngsten drei Punktspielsiegen, von Yildiz als „überlebenswichtig“ bezeichnet, droht morgen allerdings schon wieder ein Ende der Serie: Es geht zum Tabellendritten, dem Mitaufsteiger SF Frankfurt, der den FSV im Hinspiel mit 6:0 überrollt hat. „Ja, das war die Phase unserer Klatschen“, meint Yildiz und hofft, sich morgen rehabilitieren und etwas mitnehmen zu können. Immerhin stehen ja die zuletzt ausgefallenen Florian Fuchs und Kevin Haub vor der Rückkehr ins Team.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse