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HC Bad Homburg: Finale um die Hessenmeisterschaft: Dramatik vor mehr als 300 Fans

Sie war so nah dran, um für ihren Verein Geschichte zu schreiben. Am Ende hat die U 18-Mannschaft des HC Bad Homburg das Glück aber nicht auf ihrer Seite.
Zum Hessenfinale der U 18 herrschte großer Andrang auf dem Bad Homburger Hockey-Gelände. Am Ball Kapitän Florian Gümmer. Zum Hessenfinale der U 18 herrschte großer Andrang auf dem Bad Homburger Hockey-Gelände. Am Ball Kapitän Florian Gümmer.
Bad Homburg. 

Mehr als 300 Zuschauer sorgten im Sportzentrum Nord-West für einen Andrang, wie ihn der Hockey-Club Bad Homburg bei einem Spiel noch nicht erlebt hat. Die meisten waren gekommen, um Zeuge der ersten Hessenmeisterschaft für eine Jugendmannschaft des Vereins seit rund drei Jahrzehnten zu werden. Sie erlebten ein Ende, wie es dramatischer kaum hätte sein können. Ein Ende, an dem das U 18-Team des HCH mit leeren Hände dastand. Nach dem unglücklichen 1:2 gegen den Limburger HC blieb den Gastgebern die Vizemeisterschaft – erst einmal war das aber kein Trost für das Team von Moritz Schneider.

Durch einen famosen Sieg im Penaltyschießen beim SC 80 Frankfurt hatte der HCH-Nachwuchs sich überhaupt erst die Chance erkämpft, Hessens beste U 18-Mannschaft zu werden. Die Gastgeber gerieten im Endspiel nach einem feinen Sololauf Mitte der ersten Halbzeit dann in Rückstand. Am 0:1 zur Pause änderten auch mehrere gute Chancen für die Homburger nichts. Ein druckvoller Start des HCH in die zweite Halbzeit führte nach einer sehenswerten Kombination schließlich zum Ausgleich durch Victor Wetzel. 1:1 – der Jubel war groß, teilweise auch bei Anhängern, die via Livestream auf ihrem Smartphone das Spiel verfolgten. Der Verein hatte für die Direktübertragung im Internet geworben.

Die Homburger Jungs blieben am Drücker, auch weil die robust spielenden Limburger zwei Zehn-Minuten-Strafen und eine Gelb-Rote Karte kassierten. Die Gäste erzielten dennoch das 2:1 durch ein umstrittenes Tor, bei dem ein Gäste-Spieler im Schusskreis auf dem Keeper gelegen hatte. Doch der HCH bekam noch seine Chance. Mit dem Schlusspfiff entschied der Schiedsrichter auf eine Ecke, die Homburg auch nutze. Der Ball war oben im Tor eingeschlagen, Jubel brandete auf, zuvor war jedoch ein Pfiff ertönt. Ein Limburger Spieler war zu früh losgelaufen, um den Ball abzublocken. Deshalb ließ der Unparteiische die Ecke wiederholen. Doch weder im zweiten noch im dritten Versuch (nach einem weiteren Vergehen der Gäste) konnte sich der HCH ins Penaltyschießen retten. Die Limburger fielen sich in die Arme, während die Homburger zu Boden sanken.

„Die Jungs haben wieder ein überragendes Spiel gemacht, waren insgesamt das spielerisch bessere und dominante Team, und sie hätten es verdient gehabt, den Titel zu gewinnen“, sagte Trainer Schneider. „Das macht mich unheimlich stolz auf die Jungs, lässt die Enttäuschung aber natürlich auch umso größer ausfallen.“ rem

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