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Flüchtlinge als Vereinshelfer: Kommentar: Echte Chance für Vereine

Von Wenn der Koordinator für Flüchtlingssport im Hochtaunus, Wieland Speer, beginnt, unter Einwanderern aus Syrien oder Afghanistan Vereinshelfer zu suchen, klingt das nur im ersten Moment illusorisch. Ein Kommentar von TZ-Sportredakteur Thorsten Remsperger.
Thorsten Remsperger Foto: (FNP) Thorsten Remsperger

Der Laurentiuslauf der Usinger TSG ist das jüngste Beispiel: Über viele Jahre erfreut sich eine Sportveranstaltung einer gewissen Beliebtheit. Es würde sich für Organisatoren und Teilnehmer lohnen, sie weiterhin durchzuführen. Weil es den Vereinen landauf, landab aber nicht mehr gelingt, genügend Helfer zu rekrutieren, verschwinden solche Veranstaltungen. Wie der Laurentiuslauf.

Wenn nun der Koordinator für Flüchtlingssport im Hochtaunus, Wieland Speer, beginnt, unter Einwanderern aus Syrien oder Afghanistan Vereinshelfer zu suchen, klingt das nur im ersten Moment illusorisch. Bei näherem Hinsehen ist es eine Chance für die Vereine.

Um es im Sinne von Xavier Naidoo zu sagen: Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer. Denn: Es bedarf schon viel Engagement und Fingerspitzengefühl, junge Immigranten zu finden, die Aufgaben in Vereinen übernehmen wollen. Ihnen dann die notwendige Qualifikation zu vermitteln, ist eine noch größere Hürde. Sprachlich und organisatorisch haben sie einen großen Nachholbedarf.

An der Motivation der jungen Menschen wird es jedoch nicht scheitern. Die allermeisten Flüchtlinge werden froh darüber sein, wenn ihr Leben im neuen Land eine Perspektive erhält. Über das Wissen und die Kontakte, die mit dem Hobby verbunden sind, können sie sich im Idealfall auch ein berufliches Standbein aufbauen. Und selbst wenn es nicht klappen sollte, haben die Flüchtlinge etwas gelernt. Es wird ihnen leichter fallen, sich zu integrieren.

Ein Glücksfall für Flüchtlinge und Vereine ist bei diesem hessenweiten Pilotprojekt freilich Wieland Speer. Die treibende Kraft lässt viel Herzblut in seinen Mini-Job einfließen. Ob für den Landessportbund, den Sportkreis oder den Verein XY: Ein solcher Helfer ist eigentlich gar nicht zu bezahlen.

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