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Daniel Wolf als Hoffnungsträger – Karagöz-Abgang schmerzt: Ligaverbleib wird für FCO kein Selbstläufer

Mit Volldampf ans rettende Ufer: Noori Jegham (Oberstedten, r.). Bilder > Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Mit Volldampf ans rettende Ufer: Noori Jegham (Oberstedten, r.).

Der FC Oberstedten hat sich als Neuling in der Gruppenliga Frankfurt/West bislang ordentlich geschlagen. Morgen steigt um 18 Uhr das Nachholspiel gegen die SG Ober-Erlenbach – ein direkter Konkurrent um den Klassenverbleib. TZ-Mitarbeiter Wolfgang Stalter unterzieht heute den FCO einem Winter-Check.

Was war: Oberstedtens Trainer Artur Rissling hatte sich zu Saisonbeginn 20 Punkte bis zur Winterpause gewünscht. Tatsächlich sind es „nur“ 19 Zähler geworden, wobei die Stedter auf Platz 14 allerdings mit zwei Spielen im Rückstand sind. „Gewinnen wir“, so Rissling, „am Samstag gegen Ober-Erlenbach, liegen wir genau im Soll.“

Er bedauert, dass die Winterpause für sein Team zum falschen Zeitpunkt gekommen sei: „Wir waren gerade so richtig gut drauf, die Mannschaftsleistung hatte gestimmt – wenn es auch ein paar Punkte mehr hätten sein können.“ Man habe sich gut in der Liga eingelebt. Einzig gegen den FC Neu-Anspach seien seinem Team beim 1:5 die Grenzen aufgezeigt worden.

Was sich im Winter geändert hat: In der Fußballpause hat sich im Tannenwald wenig getan. Bereits im November hatte der FCO den 21-jährigen Stürmer Daniel Wolf vom Verbandsligisten Spvgg. Oberrad verpflichtet. Wolf wurde nach kurierter Verletzung langsam ans Team herangeführt. Rissling lobt: „Er passt sportlich und menschlich hervorragend zu uns. Ein Brechertyp – wir alle hoffen, dass er in der Offensive einiges bewegen wird.“

Zwei Spieler haben den FCO verlassen. Caglayan Karagöz wechselte zurück zur SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach, Ruben Sa de Morais zog es zu Vatanspor Bad Homburg. Den Abgang von Karagöz bedauert Rissling sehr. Sa de Morais gehörte in der Vorrunde dagegen nicht zum Kader der Gruppenliga-Mannschaft.

Was schon gut läuft: „Nicht viel“, so Coach Rissling unmissverständlich. Die Vorbereitung auf die restlichen Saisonspiele stimmt ihn eher nachdenklich. Mehrere krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle hätten eine richtige Einstimmung verhindert. Oft habe der FCO-Übungsleiter mit gerade einmal acht gesunden Spielern auf dem Trainingsplatz gestanden: „Wir haben momentan einfach die Seuche.“

Wo es noch klemmt: Konditionell und spielerisch muss noch vieles verbessert werden. Das weiß auch der Coach, drum sieht er auch seine Elf am Samstag gegen Ober-Erlenbach in der Außenseiterrolle. „Wir sind in allen Bereichen noch nicht besonders weit. Momentan tappe ich noch völlig im Dunkeln.“

Wer die Führungsspieler sind: Das stabile Gerüst der Mannschaft stellen Tobias Eichsteller (23 Jahre), Marvin Klempin (24) und Erkan Temur (32). Eichsteller und Temur kommen als Innenverteidiger, Klempin als Antreiber im Mittelfeld zum Einsatz.

Wo es in dieser Saison hingehen soll: Rissling selbst äußerst wegen der schlechten Vorbereitung Zweifel am Erreichen des Klassenverbleibs: „Wenn wir den schaffen wollen, muss einfach alles passen. Und Glück gehört natürlich auch noch dazu.“ Natürlich werde er alles daransetzen, das Klassenziel zu ereichen – trotz aller Widrigkeiten: „Sowohl morgen gegen die SG Ober-Erlenbach als auch eine Woche später gegen einen weiteren Mitkonkurrenten, Germania Enkheim, muss ich irgendwie eine vernünftige Mannschaft auf die Beine stellen. Da müssen wir durch. Im März wird es dann hoffentlich besser.“

Unsere Prognose: Zieht man alleine die Tabelle heran, sollte der Klassenverbleib für den FC Oberstedten eigentlich machbar sein. Nach der schlechten Vorbereitung bleibt allerdings abzuwarten, ob die Mannschaft ihre gute Ausgangsposition mit 19 Punkten und zwei Spielen Rückstand nutzen kann. Viel wird davon abhängen, wie die Rissling-Elf aus den Startlöchern kommt und ob sie schnell an die guten Leistungen aus der Vorrunde anknüpfen kann. Gelingt dies, sollte der Kreisoberliga-Meister des Jahres 2016 den Klassenerhalt packen.

INFO

Testspiele: Sieg beim Wintercup des SV Heddernheim, Türk Gücü Rüsselsheim 2:4 (Kreisoberliga/Auswärtsspiel), BSC SW Frankfurt 2:7 (KOL/A), SF Frankfurt 1:2 (KOL/A).

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