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Spiel der Woche: Mit Neuling SG Westerfeld ist zu rechnen

Die SG Westerfeld hat gegen den SV Seulberg II in der Fußball-C-Liga Probleme. Zum besten Mann avanciert ein Spielertrainer auf ungewohnter Position.
Gedankenschneller: Der Westerfelder Yannik Stammer (gestreiftes Trikot) luchst Paul Klöpper das runde Leder ab. Bilder > Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Gedankenschneller: Der Westerfelder Yannik Stammer (gestreiftes Trikot) luchst Paul Klöpper das runde Leder ab.
Neu-Anspach. 

Mittagsschlaf zur Unzeit. Einen solchen, 25 Minuten lang, hatte Denis Mainka ab Viertel nach drei bei seinem SV Seulberg II am Sonntag ausgemacht. Mainka trainiert mit Benjamin Pedreno-Weber die neu formierte Reserve aus dem Friedrichsdorfer Stadtteil. Beide spielen selbst mit, sie konnten aber das 2:5 bei der SG Westerfeld nicht verhindern, die seit dieser Saison wieder eine Mannschaft in der Fußball-Kreisliga C gemeldet hat.

 

An einem „rabenschwarzen Nachmittag“, so Mainka, rückte er selbst zwischen die Seulberger Pfosten. Obgleich ansprechender Leistung musste er das Spielgerät binnen 18 Minuten gleich viermal aus dem eigenen Netz fischen – und das obwohl der Matchplan zunächst aufzugehen schien.

Zwar besaß die SG Westerfeld vom Start weg deutlich höhere Spielanteile, Mainka aber warf sich, fehlender Gardemaße zum Trotz, in jeden Ball, sobald dieser an der tiefstehenden Seulberger Defensive vorbeigekommen war. Auf der Gegenseite verhinderte die Westerfelder „Doppelsechs“ um Kapitän und Taktgeber Marko Jungermann sowie Kevin Kolweier resolut jedwede Angriffsbemühungen der Gäste.

Kicker aus der A-Liga

Ein spielerischer Klassenunterschied wurde im Neu-Anspacher Nieselregen zwar sichtbar, verwunderte aber nicht, setzte sich der Großteil der Westerfelder Elf doch aus ehemaligen Kreisliga-A-Kickern der vormaligen 3. Mannschaft des FC Neu-Anspach zusammen. Den Torreigen für die SGW eröffnete Ruben Morschhäuser, der nach einem Doppelpass mit dem linken Pfosten für die Führung sorgte (25.). Er scheiterte danach noch zweimal an Mainka (29., 31.). Das 2:0 folgte in der 32. Minute, als Ahmet Demir per Dropkick von der rechten Strafraumgrenze traumhaft ins lange Eck traf (32.). Kurz zuvor hätte er noch sehenswerter per Fallrückzieher vollenden können, hatte aber den Ball nicht getroffen (29.). Yannik Stammer (35.) und SGW-Coach Maik Reinhold (43.) sorgten letztlich gar für einen 4:0-Pausenstand und dem Wetter angepasste Seulberger Mienen.

 

Als nach dem Seitenwechsel auch noch Rafael Etienne Lebeau eine der wuchtig getretenen Jungermann-Ecken ins eigene Tor bugsierte, schien sich das Debakel für die Gäste fortzusetzen (47.). Doch „dann hatten wir plötzlich Probleme in der Rückwärtsbewegung, weil nun jeder Akzente in der Offensive setzen wollte“, brachte Jungermann die anschließenden Westerfelder Schwierigkeiten auf den Punkt. Zumindest in Sachen Chancenverwertung ging die Seulberger Reserve in Führung, als Kavin Ajmaja gleich den ersten Torabschluss nach einem Pressschlag mit Keeper Ramin Sidigyar verwertete (58.).

Denis Mainka hat Geduld mit seiner neuformierten Mannschaft

Sidigyar sollte weiter im Fokus der etwa 40 Zuschauer stehen, unter denen sich auch Usingens verletzter Torjäger und Ex-Neu-Anspacher Marco Weber befand. Nach weiteren verpassten Großchancen seiner Offensive fischte er zunächst reaktionsstark das eigentlich sichere 2:5 durch Nils Dümbte aus dem kurzen Eck (64.), bevor er durch eher unglücklichen Einsatz im Eins-gegen-eins mit Goran Lazic Selbiges nicht verhindern konnte (70.). Wenige Minuten später streifte sich SGW-Trainer Reinhold dann das Torwarttrikot über, als Sidigyar das Feld verletzt nach Foulspiel durch Ajmaja verlassen musste. Gefordert wurde aber nur nochmal Seulbergs Mainka, als er erst einen Distanzschuss von Kolweier abwehrte und anschließend stark im direkten Duell mit Stammer eine noch höhere Niederlage verhinderte (86.).

Bilderstrecke Spiel der Woche: SG Westerfeld siegt gegen SV Seulberg II
Yannik Stammer (-11-, Westerfeld),  Rafael Etienne Lebeau (-4-, SVS)Westerfeld-Keeper Ramin Sidigyar muss nach diesem Zweikampf mit Kavin Ajmaja (-14-, Seulberg) verletzt ausgewechselt werdenSpielertrainer Maik Reinhold (-5-, Westerfeld) hütete in den letzten Spielminuten das Tor

Des turbulenten zweiten Durchlaufs zum Trotz hatte SGW-Spielführer Jungermann die passenden Worte parat: „Solange noch ein bis zwei Spieler hinten geblieben sind und wir uns nicht gnadenlos haben auskontern lassen, ging es.“ Letztlich zähle der wichtige Sieg, von dessen Entstehung nach dem Spiel keiner mehr spreche. Nach ihm stellt die SG Westerfeld die treffsicherste Offensive der C-Liga.

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