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Handball: Ober-Eschbach ohne Plan B

Acht Niederlagen in Folge ziehen die Schlinge für die Ober-Eschbacher Handballer immer fester zu. Da mutet die Lage bei Nachbar TSG Oberursel vergleichsweise entspannter an.
Bleibt er oder bleibt er nicht? Florian Juli, TSG Ober-Eschbachs treffsicherster Spieler, lässt sich für 2017/18 nicht in die Karten blicken. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Bleibt er oder bleibt er nicht? Florian Juli, TSG Ober-Eschbachs treffsicherster Spieler, lässt sich für 2017/18 nicht in die Karten blicken.
Hochtaunus. 

Die Handballer der TSG Ober-Eschbach haben das Siegen offenbar verlernt. Seit jenem 20:18-Erfolg vom 19. November setzte es acht Niederlagen am Stück – vier noch unter Trainer Sergej Pakhourkin, vier auch unter seinem Nachfolger Jürgen Merz.

Nun liegen noch neun Spiele vor den Ober-Eschbachern, die mit ihren 8:26 Punkten (die wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls eigentlich nur 5:26 „wert“ sind) sieben Zähler hinter dem vermutlich rettenden elften Platz (HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II) stehen.

Keine Frage, nur noch ein Sport-Wunder kann das Team vor dem Abstieg in die Bezirksoberliga retten. Marc Fischer, Ober-Eschbachs Sportlicher Leiter, blickt den restlichen Partien dennoch stoisch zuversichtlich entgegen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenverbleib schaffen.“ Das Gerücht, in Ober-Eschbach würden im Fall des Abstiegs in der Saison 2017/18 die Lichter ausgehen, habe er zum einen „noch nicht vernommen“, zum anderen auch gar nicht auf dem Schirm: „Der Fall X, der Super-GAU, wird nicht eintreten. Es gibt daher auch keinen Plan B – nur den Plan A, den Klassenverbleib. Und den werden wir schaffen.“

Was die Spieler des jetzigen Kaders angeht, sei laut Fischer „bereits mit allen gesprochen worden, auch mit Trainer Jürgen Merz“. Die Ergebnisse der Unterredungen wolle er, Fischer, „aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht preisgeben, sondern hinter verschlossenen Türen halten – weil wir uns in der Öffentlichkeit in unserer jetzigen Situation nicht angreifbar machen wollen“. Rückraumspieler Florian Juli, mit 123 Saisontoren hinter Björn Spieß (HSG Lollar/Ruttershausen/133) zweitbester Shooter der Landesliga Mitte, lässt sich nur bedingt in die Karten blicken: „Es ist korrekt, dass mit mir schon über 2017/18 gesprochen worden ist. Zu Verlauf und Ergebnis werde ich nichts sagen. Fakt ist aber: Es müssen schon einige Sachen passen, damit ich bleibe.“

Keskinidis: Kreuzbandriss

Auch Juli ist wie Fischer „guter Dinge, dass wir das mit dem Klassenerhalt noch hinkriegen. Unter Jürgen Merz tritt unsere Abwehr stabiler als zuvor auf – jetzt müssen wir auch im Angriff noch zulegen und weniger eigensinnig spielen; da nehme ich mich gar nicht aus.“ Chancen rechnet er sich fürs morgige Spiel (19.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten TV Breckenheim „allemal aus; wir wollen sie mit ihren eigenen Waffen schlagen: mit einer geschlossenen Teamleistung“. Dazu beitragen können aber neben Routinier Mathias Witzke auch noch zwei weitere Eschbacher nicht (mehr): Rechtsaußen Jianni Keskinidis zog sich in der Partie gegen MSG Linden einen Kreuzbandriss zu, und Alsen Trubljanin gehört nach einem nur siebenwöchigen Engagement nicht mehr dem Kader an. „Wir haben uns getrennt, nachdem er nicht gerade fit aus einem Urlaub zurückgekehrt war und er unserer Mannschaft dadurch nicht weiterhelfen kann – bei all seinem Können“, so Fischer.

Die TSG Oberursel erwartet morgen bereits um 16.45 Uhr mit der TG Kastel den direkten Tabellenhintermann, der mit drei Punkten Rückstand Tabellenneunter ist. TSGO-Trainer Kazimir Balentovic ist das Hinspiel noch in bester Erinnerung: „Wir hatten damals sieben Minuten vor Schluss noch mit 26:23 geführt, am Ende jedoch mit 28:28 einen Punkt verschenkt. Außerdem bekamen wir Kastels Torjäger Christian Panzer nicht in den Griff. Er alleine traf elf Mal.“

Bis Ostern, so Balentovics ehrgeiziges Ziel, wolle man den Klassenverbleib in der Tasche haben: „Wir liegen genau im Soll“, sagt der Coach. Balentovic setzt seine Hoffnungen im anstehenden Heimspiel vor allem auf den Mittelblock und Torwart Dennis Geier, der zuletzt einen starken Eindruck hinterließ.

Personell sieht es im Orscheler Lager besser aus. Die angeschlagenen Jakob Müllerleile und Phil-Lukas Ljubic konnten mittrainieren und sind einsatzfähig. Fehlen wird mit Julian Friedl der zweite Torwart – aus privaten Gründen. Noch sei offen, wer ihn ersetzt. „Entweder stößt jemand aus der 2. Mannschaft oder aus der A-Jugend hinzu“, sagt Balentovic. gg/fiu

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