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Fußball, Kreisoberliga: SF Friedrichsdorf: „Mehr als ein Fehlstart“

Die Sportfreunde Friedrichsdorf haben im Sommer stark aufgerüstet und gelten als der große Titelfavorit in der KOL. Mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen wird die Elf diesem Prädikat aber noch nicht gerecht. Und am Mittwoch geht es gegen den Tabellenführer.
Nach drei Spielen ohne SIeg ins Grübeln gekommen: Enis Dzihic, Trainer der Sportfreunde Friedrichsdorf. Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) Nach drei Spielen ohne SIeg ins Grübeln gekommen: Enis Dzihic, Trainer der Sportfreunde Friedrichsdorf.
Friedrichsdorf. 

Ob seine Mannschaften nun Erfolg haben oder nicht, Enis Dzihic ist ein Freund von ehrlichen Worten. „Was wir jetzt haben, ist mehr als ein Fehlstart“, erklärt der Trainer der Sportfreunde Friedrichsdorf. Egal, wen man vor Rundenbeginn fragte, jeder war sich sicher, dass die hochklassig verstärkte Mannschaft der mit deutlichem Abstand größte Favorit auf den Titel in der Kreisoberliga ist. Auch die Sportfreunde selbst bekannten sich zu den Aufstiegsambitionen. Mit diesem Kader, so die Devise, müsse der Sprung in die Gruppenliga ganz einfach gelingen. Qualität hat eben nicht nur ihren Preis, sie verpflichtet auch zum Erfolg. Dieser blieb in den ersten drei Saisonspielen allerdings aus.

Zum Auftakt setzte es gegen den EFC Kronberg eine 1:2-Niederlage, danach trennte man sich 4:4 von FC Neu-Anspachs Reserve und am Wochenende ging auch das Derby gegen den zwischenzeitlichen Tabellenführer Teutonia Köppern mit 2:3 verloren. Stets lag der Favorit in Führung, am Ende herrschte Enttäuschung. Der Schuh scheint vor allem hinten zu drücken. „Neun Gegentore in drei Partien, das geht nicht“, weiß auch Dzihic.

Nun aber die Schuld exklusiv beim Defensivpersonal zu suchen, ist ihm zu billig. „Sie haben in den Spielen versucht, den Bock umzustoßen, aber in Gleich- oder sogar Unterzahl klappt das nicht“, betont der Ex-Profi. Auch von seinen Offensivkräften erwartet er eine engagierte Beteiligung an der Abwehrarbeit. Doch bisher legten speziell die offensiven Außen noch zu selten, und wenn, dann zu langsam den Rückwärtsgang ein. Wie man dieses Defizit gnadenlos aufdeckt, bewies Teutonia Köppern am Sonntag. „Sie standen hinten gut, hatten aber gleichzeitig immer drei Mann vorne in Position“, lobt Dzihic die Taktik des Rivalen aus der Zwiebackstadt.

Falsche Entscheidungen

Zum größeren Mangel bezüglich kompakter Abwehrarbeit gesellen sich bei den Sportfreunden auch kleinere Fehler. Im Eins-gegen-eins seien bisher zu häufig die falschen Entscheidungen getroffen worden. Und auch mit der Ausführung der Standards ist der Coach nicht einverstanden. Die Eckbälle von Alexander Ujma, den Dzihic als einen der besten Spieler seiner Trainerlaufbahn nennt, konnten von den Teutonen am Sonntag meist am ersten Pfosten geklärt werden. Wie weit man es mit effektiven Eckstößen bringen kann, zeigte zuletzt die Weltmeisterschaft in Russland.

Sich selbst nimmt der Übungsleiter übrigens auch nicht aus der Kritik. Im Gegenteil. „Ich suche die Fehler zuerst bei mir“, betont er.

Für die kommende Partie, ausgerechnet gegen den neuen Tabellenführer SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg, kündigt Enis Dzihic für Mittwoch (20 Uhr) an, sich während der 90 Minuten verbal zurückzuhalten. Mit einer Mischung aus Emotionen und Akribie dirigiert und korrigiert er normalerweise seine Spieler fortwährend von der Seitenlinie aus. „Vielleicht ist da weniger mehr“, glaubt er.

Genügend Erfahrung, um eigene Fehler zu bemerken und dann auch zu beheben, hat seine Truppe ohne Zweifel. Auch an der fußballerischen Klasse hapert es sicherlich nicht. „Wir wollen jetzt die Kehrtwende schaffen“, sagt Dzihic, „aber dafür müssen wir gemeinsam arbeiten.“ Noch kann der Fehlstart des Topfavoriten korrigiert werden.

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