E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 28°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Wingert-Sportpark: Wo früher Wein wuchs, wird heute gekickt

Dass der Wingert-Sportpark eine bewegte Geschichte aufweist, liegt auch daran, dass die Ober-Erlenbacher Fußballer immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen hatten. Spätestens seit dem Besuch der „Helden von Bern“ ist damit Schluss.
Die Farbe Grün dominiert nicht nur die Trikots von SG Ober-Erlenbachs Fußballern, mitten im Grünen liegt auch der Wingert-Sportpark. Die Farbe Grün dominiert nicht nur die Trikots von SG Ober-Erlenbachs Fußballern, mitten im Grünen liegt auch der Wingert-Sportpark.
Ober-Erlenbach. 

Für den edlen Rebsaft ist der Bad Homburger Stadtteil Ober-Erlenbach weniger bekannt. Eher für Apfelwein, der, selbst gekeltert, früher in der legendären Vereinsgaststätte „Beim Ruppe-Karl“ in Strömen floss. Allerdings hat der Name des dortigen Sportparks „Wingert“, wo die SG Ober-Erlenbach beheimatet ist, tatsächlich etwas mit echtem Wein zu tun. Die Flurbezeichnung „Wingert“ bedeutet, dass dort früher einmal Reben wuchsen und Wein angebaut wurde.

Schon im Jahr 1919, als einige Fußballpioniere eine Mannschaft gründeten und sich dem schon bestehenden TSV anschlossen, wurde an der Seulberger Straße aber auch gekickt. Fast genau dort, wo sich die heutige Sportanlage befindet. Später gründeten die Fußballer mit dem FSV Ober-Erlenbach einen eigenen Verein, aus dem dann nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 die heutige SG Ober-Erlenbach entstand.

Der Sportplatz, wie auch andere in Bad Homburg, lag in der Nähe eines Baches, in diesem Fall des Erlenbaches. Immer wieder machte deshalb Hochwasser den Spielbetrieb unmöglich. Es musste auf dem Gelände am laufenden Band renoviert und repariert werden. Unzählige Freizeitstunden opferten die Vereinsmitglieder dafür.

Eine deutliche Verbesserung erzielte die SGO im Jahr 1965. Der Wingert-Sportplatz wurde völlig umgestaltet, Rasen eingesät und mit Wasserschutzwällen umgeben. Dank dieser Erhebungen haben die Zuschauern einen guten Überblick über das Geschehen auf dem Spielfeld.

Am 21. August 1965 feierte der Verein die Einweihung des neuen Sportplatzes. Es spielte eine Mannschaft des Deutschen Fußball-Bundes aus früheren Nationalspielern wie Fritz Walter, Alfred Pfaff oder Max Morlock. 5000 Zuschauer wollten sich den Besuch der Fußball-Legenden nicht entgehen lassen.

Nach und nach wurde der Wingert-Sportpark in den folgenden Jahrzehnten optimiert. Das Sumpfgebiet hinter dem Rasenplatz bis zur Steinmühle wurde trockengelegt und aufgefüllt, das Bachbett des Erlenbaches um die Anlage geleitet, Tennisplätze und ein zweites Spielfeld, der heutige Kunstrasenplatz, angelegt. All das war nur möglich mit großer Eigenleistung der Vereinsmitglieder. Seit 1991 haben beide Fußballfelder eine Flutlichtanlage.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen