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Hockey: Zulauf groß, Hallenzeiten knapp

Von Von fünf Jahren bis jenseits der sechzig: Viele Altersklassen bringt der Hockey-Club Bad Homburg unter einen Hut. Wenn denn die Trainingsmöglichkeiten noch weiter verbessert würden.
Hockey ist gerade in der Halle ein rasanter Sport: Lorenz Merz spielt für die A-Junioren des HC Bad Homburg.	Archivfoto: Rhode Bilder > Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Hockey ist gerade in der Halle ein rasanter Sport: Lorenz Merz spielt für die A-Junioren des HC Bad Homburg. Archivfoto: Rhode
Bad Homburg. 

Die Hockeyspieler des HC Bad Homburg sind am Ziel ihrer Wünsche. Durch einen 5:0-Sieg beim DHC Wiesbaden haben die von Moritz Schneider trainierten Kurstädter den vorzeitigen Titelgewinn in der 3. Verbandsliga geschafft. Schneider (3) sowie Jeske Hammersen und Philipp Hannemann sorgten für die siegbringenden Treffer – der vierte Aufstieg in Folge ist unter Dach und Fach.

Schneider (29) ist wie auch der Sportliche Leiter Tobias Wutke (36) mit reichlich Erfahrung ausgestattet. Beide spielten schon in der 1. Bundesliga. Schneider beim SC 80 Frankfurt, Wuttke für den Rüsselsheimer RK. Wuttke ist neben seiner Tätigkeit als Sportlicher Leiter ebenso als hauptberuflicher Nachwuchstrainer beim HCH tätig – dasselbe trifft auf Moritz Schneider zu. Zumindest bis zum 1. November, dann startet der Lehramtsstudent ins Referendariat. „Wir müssen dann schauen, ob er es zeitlich auch weiterhin schafft, die Ausbildung mit dem Sport unter einen Hut zu bringen“, sagt Wuttke.

Das Erreichen der 2. Verbandsliga gilt in Wuttkes Augen zwar als wichtige sportliche Etappe, letztlich aber nur als Durchgangsstation: „Unser Fernziel ist, in die Oberliga zurückzukehren, in der der HC Bad Homburg ja bereits gespielt hat.“ Beigetragen zum großen Titelwurf hat jetzt übrigens auch Hans Kuhlbrodt. Der gab im „zarten“ Alter von 53 Jahren sein Punktspieldebüt im Tor der Herren – als Ersatzmann des privat verhinderten Dorian Birceneau. Im „normalen“ Hockeysportler-Leben gehört Kuhlbrodt zum Homburger Seniorenteam, das sich quasi selbst trainiert und Spieler bis hinauf in die „Sechziger“ zu seinem Kader rechnet.

Gutes Verhältnis zum MTV

Die Herren bestreiten ihr letztes, durch den vorzeitigen Titelgewinn bedeutungslos gewordenes Spiel am Sonntag (10 Uhr, Hochtaunushalle) gegen die SKG Frankfurt. „Großartig feiern werden wir den Titel aber nicht“, sagt Wuttke, „über so was könnten wir mal nachdenken, wenn wir wieder in die Oberliga zurückgekehrt sein werden.“ Und dort dann auf den MTV Kronberg als einzigem Taunus-Rivalen prallen, mit dem der HCH laut Wuttke „ein richtig gutes und freundschaftliches Verhältnis unterhält – angefangen bei gemeinsamen Trainerfortbildungen bis hin zu alljährlichen Testspielen“.

Der HCH gehört ebenso wie die Kronberger Abteilung hessenweit zu den größten Hockeyvertretungen, so Wuttke: „Wir beide stehen in den Top fünf, was die Mitgliederzahlen betrifft.“ Wie Bad Homburgs Pressesprecherin Kathrin Metzner hinzufügt, umfasst der HCH 500 Mitglieder, darunter 400 Kinder. 24 Mannschaften haben die Bad Homburger in den diversen Altersklassen und Ligen am Start. „Unsere Allerjüngsten sind gerade einmal fünf Jahre alt, genau das richtige Einstiegsalter für diese Sportart“, sagt Wuttke, der von einem „richtig großen Zuwachs in den vergangenen Jahren“ berichtet. Metzner spricht gar von einem „wahnsinnigen Run“.

So schön der Zulauf auch ist – der HC Bad Homburg stößt in puncto Trainingskapazitäten an seine Grenzen. Selbst wenn der HCH mit der Wingert-Sporthalle, der Hochtaunushalle, der Sporthalle der Friedrich-Ebert-Schule und der Humboldtschulhalle an der Frölingstraße auf mehrere Trainingsareale verweisen kann – 24 Mannschaften könnten nach Einschätzung von Wuttke durchaus noch zusätzliche Hallenzeiten gebrauchen: „Zumal wir uns in allen zur Verfügung stehenden Hallen stets mit anderen Sportarten und Vereinen arrangieren müssen – von der Leichtathletik über Tischtennis und Volleyball bis hin zu den Basketballern und Baseball.“ Draußen, auf „Nord-West-Kunstrasen“, gilt es mit den Fußballern auf einen Nenner zu kommen. „Bisweilen müssen wir auch schon mal nach Kronberg ausweichen – was aber dank des guten Verhältnisses zum MTV reibungslos klappt“, so Metzner.

Eigengewächse und Externe

Was die Herren angeht, erwartet Tobias Wuttke für die neue Saison in der 2. Verbandsliga „eine deutliche Leistungssteigerung, sowohl von uns selbst als auch von unseren Gegnern – was für uns allerdings kein größeres Problem darstellen sollte, da von April an viele Spieler aus unserem Jugendbereich dazustoßen werden. Weitere externe Zugänge sind ebenfalls angedacht“.

An die Hallensaison schließt nahtlos die Feldrunde an und läuft von April bis zu den Herbstferien. Mit den gleichen Betreuern und Kadern wie unterm Hallendach. Allerdings, „open air“ sind die Homburger sich selbst um einiges voraus, so Wuttke: „Draußen spielen wir bereits in der 1. Verbandsliga und peilen dieses Jahr schon die Oberliga an.“ Den Hintergrund der höherklassigen Heimat im Feld verrät Wuttke: „Für die Feldsaison melden stets weniger Teams. Daher gibt’s draußen nur zwei Verbandsligen.“ In der Halle musste der HCH seine Erfolgsserie in der 6. Verbandsliga beginnen.

Spielregeln und Ausrüstung

Eine Sportart, zwei Varianten: Feld- und Hallenhockey sind nicht eins zu eins abzubilden. Das beginnt schon damit, dass Feldhockeyspiele zwei Mal 35 Minuten dauern, in der Halle zwei Mal 30.

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