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Motorsport: Auf der Höhe in die Planken

Der Molsberger Wolfgang Kaufmann wartet mit seinem Porsche Kremer Racing weiter auf einen Sieg in der Gruppe H.
Da ist der Porsche Kremer Racing von Wolfgang Kaufmann noch in Schuss. Foto: BRFOTO-Reiter Dirk0172-6808840 Da ist der Porsche Kremer Racing von Wolfgang Kaufmann noch in Schuss.
Molsberg. 

Der Auftakt zur zweiten Saisonhälfte zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring (VLN) sollte mit dem 6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen auch gleichzeitig der Höhepunkt des Jahres in dieser Serie sein. Grund genug für Wolfgang Kaufmann, auf dem Nürburgring den ersehnten Wertungsgruppensieg in der Gruppe H mit dem Kremer Racing Porsche 997 K3 einzufahren.

Im Zeittraining landeten Eberhard Baunach/Wolfgang Kaufmann noch knapp hinter dem Hauptkonkurrenten in der Startaufstellung. Doch dann wurde schnell klar, dass beim 6-Stunden-Rennen maximal Rang zwei drin sein würde. Nach knapp fünf Stunden war auch dieser Traum vorbei. „Auf der Döttinger Höhe hing ich im Regen dicht hinter einem BMW Z4. Gegen Ende der Geraden haben wir uns leicht berührt, und ich bin mit hoher Geschwindigkeit links auf die Wiese und – Gott sei Dank – im relativ entspannten Winkel in die Leitplanken eingeschlagen. Beschädigt wurden hauptsächlich Karosserieteile, dazu hatte das linke Hinterrad einen Schlag abbekommen“, schilderte Kaufmann die zermürbenden Geschehnisse.

Kaufmann brachte den Porsche in eine Ausbuchtung außerhalb des Gefahrenbereiches zum Stehen. „Leider hat mich die DMSB-Sicherheitsstaffel zur Nordschleifen-Boxengasse an der T13-Tribüne gezogen, was dann eine Code-60-Langsamfahrstelle für alle anderen Teilnehmer auslöste. Das war an dieser an sich sehr schnellen Stelle schon sehr gefährlich und hat unser Auto beim Ziehen über die Wiese auch stärker beschädigt“, führte er aus.

Nach der Nullnummer sollte es dann beim RCM-DMV-Grenzlandrennen nochmals versucht werden. Kaufmann steuerte erneut den Kremer Racing Porsche 997 K3 zusammen mit Teamchef Baunach. Profi Kaufmann fuhr den Start in die 4-Stunden-Distanz erneut von Rang zwei in der Gruppe und „gaste“ mächtig an. „Ich bin direkt auf den führenden Porsche aufgelaufen und drangeblieben“, freute sich „Piranha“ Kaufmann. In den bisherigen Rennen hatte die Kremer-Racing-Mannschaft oft dem Leistungsüberschuss der Konkurrenz Tribut zollen müssen, doch diesmal konnte Kaufmann sogar in Führung gehen.

Bei immer wieder leicht einsetzendem Regen setzte sich der Westerwälder sogar leicht vom Verfolgerfeld ab. Der Gruppe-H-Sieg schien endlich möglich – und das aus eigener Kraft. Doch die „Defekthexe“ hatte auch beim Grenzlandrennen ihre Hände im Spiel. Leichte Aussetzer nach fünf Runden sorgten für einen vorgezogenen Boxenstopp des Kremer-Porsches. „Unter 5000 Umdrehungen ging immer wieder die Leistung etwas weg, und es war noch zu früh im Rennen, um damit durchzufahren“, erklärte Kaufmann, der keinen Motorschaden riskieren wollte. An der Box diagnostizierte die eingespielte Kremer-Racing-Truppe ein Problem mit der Lambda-Sonde und wechselte das schwer zugängliche Teil in Rekordzeit von 20 Minuten.

Kleines Teil, großer Ärger

Mit mehr als zwei Runden Rückstand auf die Spitze ging Kaufmann in den zweiten Teil seines Stints und konnte mit dem nun perfekt laufenden Porsche konstant schnelle Rundenzeiten fahren. „Fahrwerk und Motor waren perfekt, ich konnte richtig Druck machen“, sagte Kaufmann. „Diesmal wäre der Gruppe-H-Sieg definitiv drin gewesen. Ärgerlich, dass es an so einem kleinen Teil gescheitert ist. Wir hoffen schon so lange auf einen Sieg, wir haben den so sehr verdient.“

Nach vier Rennstunden musste sich das Kremer-Racing-Duo Wolfgang Kaufmann, der auch den Schlussturn fuhr, und Eberhard Baunach mit einer Runde Rückstand auf den Sieger mit Rang drei zufriedengeben. „Wir geben nicht auf, die nächsten zwei VLN-Läufe fahren wir noch und greifen wieder an“, gab Kaufmann die Parole aus – der „Fighter“ bleibt also fokussiert.

Lauf 7 der VLN, das Reinoldus-Langstreckenrennen, findet am 23. September auf dem Nürburgring statt.

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