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Fußball-Kreisliga A Limburg-Weilburg: TSG Oberbrechen „rockt“ die Liga

Auf den Sportplätzen ruht der Ball – Zeit, eine Zwischenbilanz von der Fußball-Hessenliga bis hin zu den Kreisligen C zu ziehen. NNP-Mitarbeiter Patrick Jahn blickt zurück und voraus. Heute: Die Kreisliga A Limburg-Weilburg mit einem Spitzentrio, das der Konkurrenz zu enteilen scheint.
Vor seinen Schüssen und Strafraumbewegungen fürchtet sich die gesamte A-Liga: Simon Leimpek vom Tabellenführer TSG Oberbrechen führt die Torjägerliste mit satten 24 Treffern an. Foto: Bernd Bude Vor seinen Schüssen und Strafraumbewegungen fürchtet sich die gesamte A-Liga: Simon Leimpek vom Tabellenführer TSG Oberbrechen führt die Torjägerliste mit satten 24 Treffern an.
Limburg. 

Am Ende der letzten Saison standen in der Fußball-Kreisliga A Limburg-Weilburg mit dem TuS Waldernbach, der SG Heringen/Mensfelden und dem FCA Niederbrechen drei Teams komfortabel auf den ersten Rängen. Lediglich der Kampf um den Relegationsrang blieb zwischen dem Zweiten und Dritten bis zum Ende spannend. Betrachtet man die Tabellen-Situation der A-Klasse in dieser Spielzeit, ist ein ähnlicher Ausgang alles andere als ausgeschlossen. Relativ früh war es der TSG Oberbrechen und der SG Oberlahn gelungen, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Peu à peu gesellte sich auch die TuS Lindenholzhausen hinzu und schüttelte die SG Ahlbach/Oberweyer sowie den starken Aufsteiger TuS Linter ein wenig ab. Auch Kreisoberliga-Absteiger WGB Weilburg, der einen kleinen personellen Umbruch einläutete, blieb hinter den Erwartungen zurück und wird in dieser Runde keine Aufstiegschancen mehr haben.

War mit diesen drei Aufstiegsanwärtern zu rechnen? – Zum Teil. Dass die SG Oberlahn ein gewichtiges Wort würde mitreden können, war abzusehen. Von der TSG Oberbrechen und der TuS Lindenholzhausen hingegen kam das bisher tolle Abschneiden eher etwas überraschend. Allen voran waren – mal wieder – dem VfR 07 Limburg die besten Chancen eingeräumt worden, doch die Mannen vom Stephanshügel versanken mehr und mehr im Chaos. Interne Querelen, die Trainer-Freistellung von Sascha Merfels und fehlende Ergebnisse sorgten sogar dafür, dass die Domstädter um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Zweifelsfrei war der VfR 07 die Negativ-Überraschung des Jahres. Ebenfalls etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben sind die SG Villmar/Aumenau und der SV Erbach.

Extra: Simon Leimpek „regiert“

Das sind die bisher erfolgreichsten Torjäger der Fußball-Kreisliga A Limburg-Weilburg: 1. Simon Leimpek (TSG Oberbrechen) 24 Tore; 2. Helmut Sarges (VfR Niedertiefenbach) und Dennis Wecker (RSV

clearing

Kurioses gab es am letzten Spieltag vor der Winterpause: Der SC Dombach musste sein Heimspiel gegen die SG Oberlahn aus personellen Gründen kampflos abschenken – oh weh, oh weh . . . Da dieses 3:0 für die Oberlahner noch nicht rechtskräftig zu sein scheint, führt die TSG Oberbrechen nach 19 absolvierten Partien die Tabelle mit 48 Punkten an. TSG-Coach Christian Michel sagt zu dieser Situation: „Vor der Saison konnten wir damit natürlich nicht rechnen, rückblickend betrachtet, überrascht es mich allerdings nicht. Neben den tollen Trainingsbedingungen auf dem Kunstrasenplatz in Oberbrechen und der Unterstützung des Vereins, der uns das tolle Trainingslager vor der Saison in der Fußballschule Wedau ermöglicht hat, ziehen die Jungs auch wirklich super mit. Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut, was der Entwicklung unserer jungen Mannschaft natürlich hilft. Viele Spieler haben sich in den letzten Monaten, was das Spieltempo sowie das taktische Verhalten auf den Platz angeht, weiterentwickelt. Gepaart mit dem Quäntchen Glück, das man immer benötigt, überrascht uns die starke Hinserie also nicht.“ Die Gelb-Schwarzen legten einen wahren Traumstart hin, hatten nach 13 absolvierten Partien deren zwölf gewonnen und lediglich beim 1:1 gegen die TuS Lindenholzhausen die Punkte teilen müssen. Die einzige Niederlage quittierte die TSG im Spitzenspiel bei der SG Oberlahn (2:3). Beinahe schon angsteinflößend ist das Torverhältnis der Oberbrechener: 72 erzielte Tore bedeuten fast vier Treffer pro Spiel. Zum Vergleich: Der Dritte, die TuS Lindenholzhausen, hat mit 35 Treffern nicht einmal die Hälfte erzielt.

Es geht rapide bergauf

Es besteht kein Zweifel daran, dass man mit der TSG Oberbrechen rechnen muss. Zu den Aufstiegschancen sagt Christian Michel: „Über einen möglichen Aufstieg wollen wir jetzt noch nicht spekulieren, weil wir auch genau wissen, wo wir herkommen. Zudem ist die A-Liga in dieser Saison sehr ausgeglichen, so dass wir uns von dem momentanen Tabellenbild nicht irritieren lassen wollen.“ In der Tat war sein Team über Jahre hinweg im tristen B-Liga-Mittelmaß versunken, umso erstaunlicher, dass es nun so rapide bergauf geht.

Zum TSG-Erfolgsrezept meint Michel: „Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist in Oberbrechen einfach fantastisch und einmalig. Man spürt, dass das Team aus Freunden besteht und es allen sehr viel Spaß macht, für diesen Verein zu spielen. Unabhängig von den sportlichen Terminen verbringen die Jungs viel Zeit miteinander, was unserer Ansicht nach einer der wichtigsten Punkte für den momentanen Erfolg ist.“

Klar ist aber auch, dass bei zwei direkten Aufstiegsplätzen ein drittes Team in die Relegation Richtung Kreisoberliga wird gehen müssen. Christian Michel: „Für uns sind momentan natürlich die SG Oberlahn mit ihrem sehr guten und ausgeglichenen Kader, sowie die TuS Lindenholzhausen, die jedes Spiel top organisiert gestaltet, gleichermaßen starke Konkurrenten. Mit Marco Ketter und Thomas Janke sind diese Teams auch mit klasse Trainern bestückt, die beide sehr viel Erfahrung gesammelt haben und diese spürbar vermitteln.“ Vieles, wenn nicht sogar alles spricht dafür, dass die ersten drei Plätze unter diesen Teams ausgemacht werden dürften.

Zu den positiven Überraschungen der Saison zählen ganz klar die Aufsteiger TuS Linter und SG Winkels/Probbach/Dillhausen, die trotz schwierigem Saisonstart auf den beachtlichen Rängen vier und sechs überwintern. Stark verbessert im Vergleich hat sich zudem die SG Ahlbach/Oberweyer, die allerdings nur noch theoretische Chancen hat, in den Aufstiegskampf entscheidend eingreifen zu können. Auch die Gruppenliga-Reserve des RSV Weyer rangiert als Achter sicher mehr als zufriedenstellend.

Bangen ab dem 12. Platz

Spannung verspricht der Kampf um den Klassenerhalt. Am Tabellenende steht der dritte Aufsteiger, die SG Hangenmeilingen/Niederzeuzheim, die mit 13 Zählern den Blick zum rettenden Ufer noch nicht verloren hat. Ab dem 12. Platz (VfR 07 Limburg) muss man sich mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. Dahinter folgen der TuS Eisenbach und die SG Wirbelau/Schupbach, die den personellen Aderlass vor der Saison nicht so recht verkraftet hat. Auch die SG Nord, der SC Dombach und die SG Weilmünster/Laubuseschbach haben große Probleme, wollen aber den Bock nach der Winterpause noch einmal umzustoßen. Durch einen starken Schlussspurt hat sich der VfR Niedertiefenbach von derartigen Problemen erst einmal befreit. Abgerechnet wird aber bekanntlich erst nach dem 34. Spieltag.

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