Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

TSG Münster: Dino Spiranec ist angekommen

Die TSG Münster scheint wieder auf Erfolgskurs zu sein. Nachdem die Mannschaft von Jens Illner in der Herren-Handball-Oberliga den Saisonstart ohne echten Stammtorwart verpatzte, könnte Dino Spiranec nach dem 30:26 in Bürgel dauerhaft zum Hexer von Münster werden.
Torwart Dino Spiranec ist in Münster voll eingeschlagen. Foto: Marcel Lorenz Torwart Dino Spiranec ist in Münster voll eingeschlagen.
Münster. 

Im Alleingang hielt die 27-jährige Nachverpflichtung von der SG Köndringen/Teningen den Münsteranern den Sieg in Offenbach fest. Danach machte sich in den Reihen der TSG Begeisterung breit. Der kroatisch-stämmige, ehemalige Drittliga-Torwart besticht trotz längerer Spielpause schon im ersten Monat durch gute Reflexe, Ruhe, einem raffinierten Stellungsspiel und raumöffnende Gegenstoßpässe. „Ich war selbst Torwart und weiß, was es braucht, um auf dieser Position gute Leistungen zeigen zu können“, sagt Illner über seinen neuen Schützling. Als Trainer des Tabellenneunten ist er froh, dass Spiranec im Main-Taunus-Kreis nicht nur sportlich, sondern auch privat immer besser ankommt. „Er macht einen immer gelösteren Eindruck, hat zum Beispiel bei einer Tour in den Cityclub ein Mädel kennengelernt. Seine Integration ist gut für alle Beteiligten“, weiß der Chefcoach.

Bei aller Euphorie, die um seine neue Nummer eins entstanden ist, vergisst Illner vor dem Heimspiel am Samstag gegen die ESG Gensungen/Felsberg nicht, dass es im Handball auch schnell wieder in die andere Richtung gehen kann. „Gegen Babenhausen (24:23; Anm. d. Red.) war seine Leistung zum Beispiel nur Durchschnitt.“ Gleich nach dem Bürgel-Spiel rief Ilner deswegen seinen Mannschaftsrat zusammen und machte darauf aufmerksam, dass man sich nicht auf solch herausragende Torhüterleistungen verlassen darf. Wie schnell sei beispielsweise ein Verletzung passiert oder ein Leistungsloch entstanden. Vor dem morgigen Duell mit dem Tabellenfünften denkt Illner auch an weitere Erfolgsgaranten. „Wir haben mit Marc Kunz und Dominik Klein auch zwei gute Torhüter in der Hinterhand.“ Zudem gehe nichts ohne gute Vorderleute. Mit dem immer stärker werdenden Holger Kruse in der Defensive oder Julian Schuster, der in Offenbach aus dem Rückraum ein Dutzend Tore erzielte, hofft Illner in der Eichendorffschule in der Erfolgsspur zu bleiben. „Ich bin noch nicht super euphorisch, weil ich nicht weiß, wie stabil das bei uns momentan alles so ist. Nach dem schwachen Saisonstart brauchen wir schon noch Punkte, um aus der Spirale rauszukommen. Da wäre ein Heimsieg gegen die starken Gensunger ein Meilenstein.“

Ab 19 Uhr erwartet Jens Illner morgen einen Gegner, der seinem Team vor allem körperlich alles abverlangen wird. „Es wird sehr intensiv. Da müssen wir im Eins-gegen-Eins und läuferisch voll da sein.“ Zusätzlich könnte ein Dino Spiranec in Bürgel-Form natürlich beim dritten Sieg in Folge helfen.

(awo)

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus-Kreis

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse