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TSG Münster: Ein neuer Torwart für Jens Illner

Von Dino Špiranec hat keine leichte Zeit hinter sich. Der 27-jährige, kroatisch-stämmige Handball-Torwart konnte zuletzt drei Monate nicht zwischen den Pfosten stehen, weil er aus privaten Gründen in seine Heimat reisen musste.
Trainer Jens Illner gibt die Anweisungen bei der TSG Münster – und darf demnächst einen neuen Torwart in seiner Mitte begrüßen. Foto: Marcel Lorenz Trainer Jens Illner gibt die Anweisungen bei der TSG Münster – und darf demnächst einen neuen Torwart in seiner Mitte begrüßen.
Münster. 

Nun ist der routinierte Drittliga-Torwart, der über Aschersleben und seinen Ex-Verein SG Köndringen/Teningen seit neustem im Main-Taunus-Kreis bei der TSG Münster spielt, aber in guten Händen. „Seine neuen Mitspieler kümmern sich rührend um Dino“, berichtet Jens Illner. „Sie gehen mit ihm Essen oder auch Einkaufen und helfen ihm dabei, sich schnell zu integrieren. Auch ich bin froh, dass er da ist.“

Gestandener Keeper

Als Trainer des Drittletzten der Handball-Oberliga Hessen weiß Illner, dass Spiranecs Ex-Verein aus der Nähe von Freiburg nicht lang genug auf die Rückkehr des Kroaten warten konnte, zu Saisonbeginn einen neuen Keeper verpflichtete und auch die Zahlungen an Münsters neuen ersten Mann zwischen den Pfosten einstellte. „Nach dem Abgang des fest eingeplanten Sebastian Bachmann bei uns, hat in den ersten fünf Spielen ein gestandener Torwart gefehlt“, stellt Illner klar.

Mit Spiranec, der in der III. Liga Süd seine Klasse schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, glaubt Münsters Chefcoach, diesen nun gefunden zu haben. „Ich habe ihn auf Videos in voller Leistungsstärke gesehen. Er strahlt Ruhe aus, hat ein gutes Stellungsspiel, starke Reflexe und zum Teil sensationelle Gegenstoßpässe“, schwärmt Illner von der „guten, alten kroatischen Torwartschule“. Weil Spiranec mit der Vorgeschichte und seinem Heimatbesuch in Kroatien – wo er sich höchstens beim Tennisspielen fit hielt – nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein kann, möchte der Übungsleiter keinen Druck ausüben. „Er braucht sicher noch vier bis sechs Wochen, ehe er in einem Zustand ist, in dem er uns Punkte retten kann.“ Auch die 60 Minuten gegen Spitzenreiter Kleenheim (30:35) zeigten aber, dass Spiranecs Ausstrahlung seinen Vorderleuten helfen kann. „Vielleicht klappt das mit der Hilfe und der Verstärkung ja doch schon früher“, hofft Illner insgeheim.

„Es fehlt noch was“

Für das kommende Heimspiel gegen den starken Aufsteiger SG RW Babenhausen ist Spiranecs nächster Schritt in der Leistungsentwicklung noch nicht unbedingt vorgesehen. „Ich habe gute Ansätze gesehen, aber es fehlt noch etwas“, meint sein neuer Trainer. Dieser Satz hat nicht nur für den Torwart-Neuzugang sondern auch für die gesamte Münsterer Mannschaft Gültigkeit. Nach einer starken ersten Halbzeit gegen Klassenprimus Kleenheim sieht Illner sein Team am Samstag (19 Uhr) gegen den Tabellendritten schon mehr unter Druck. „Natürlich sieht die Tabelle nicht nach einem Pflichtsieg für uns aus. Wir brauchen aber Punkte, und wenn du in der Oberliga nicht absteigen willst, musst du die Heimspiele gewinnen“, stellt der Heimtrainer klar.

Ohne Jonas Höllebrand (verletzt) und Johannes Driess (Urlaub), dafür aber wieder mit Moritz Völlger als Rechtsaußen, möchte Illner vor allem die richtige Einstellung finden. „Meine junge Mannschaft muss begreifen, was es heißt, wenn Babenhausen zu uns in die Eichendorffschule kommt. Sie werden als Aufsteiger nicht vor Ehrfurcht erstarren, sondern uns mit breiter Brust alles abverlangen.“ Darauf müssen Illner und Co. eingestellt sein. Nur dann können der TSG-Trainer und die gesamte Mannschaft sich aus der Ergebniskrise befreien und dem Ziel Klassenerhalt ein paar Schritte näher kommen.

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