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Handball-Oberliga: In Münster eine neue Heimat gefunden

Aus Nordhorn kam Sebastian Frieman im August 2010 zum damaligen Zweitligisten. In den folgenden gut sieben Jahren hat er einiges erlebt.
Nach einer Grippe wieder rechtzeitig zum Derby gegen die HSG Wiesbaden fit: Sebastian Frieman (Mitte). Foto: Marcel Lorenz Nach einer Grippe wieder rechtzeitig zum Derby gegen die HSG Wiesbaden fit: Sebastian Frieman (Mitte).
Münster. 

Der 29-jährige Kaufmann fühlt sich in Münster wohl: „Ich spiele nicht nur Handball hier, sondern wohne hier und arbeite auch hier. Der Verein hat mir viel gegeben. Viele seiner Helfer darf ich jetzt meine Freunde nennen. Und meine Freundin habe ich hier auch kennengelernt. Jetzt bin ich Familienvater.“

Es passt für den starken Abwehrspieler und Kreisläufer, der von sich selbst sagt, dass er nie der Typ ist, der gerne den Verein wechselt. Etwas erstaunt stellt er fest, dass sein jetziger Trainer Jens Illner in den vergangenen sieben Jahren bereits sein sechster Trainer ist. Der dienstälteste Spieler ist aber zufrieden in seinem Verein und erlebt gerade in dieser Saison eine besondere Zeit. „Es geht bergauf bei uns“, berichtet der Kreisläufer, „wir haben definitiv einen Aufwärtstrend in den Spielen zuletzt erlebt. Und es ist toll zu sehen, wie sich die jungen Spieler entwickeln“. Seine Mannschaft fühlt sich von Woche zu Woche wohler. „Nach dem Abgang von Jonas Ulshöfer war unser Spielstil anders“, erklärte er und fügte scherzhaft dazu: „Wir mussten erst mal wieder lernen, mit sechs Leuten zu spielen. Der Jonas ist ja immer gleich in Manndeckung genommen worden.“ Doch er sieht Fortschritte, gerade nach der guten Vorbereitung: „Ein Jonas Höllebrand hat sich als letztjähriger A-Jugendlicher ganz stark integriert – wie die anderen Neuzugänge auch. Schade ist, dass er nun ausfällt.“ Höllebrand hatte im Spiel gegen den TV Hüttenberg II bei einer Angriffsaktion, bei der er zu Fall kam, einen offenen Daumenbruch erlitten. „Sie versuchen, es jetzt so zu richten. Wenn das nicht gelingt, muss er operiert werden. Dann fällt er noch länger aus“, nimmt Frieman Anteil an dem Pech seines Teamkollegen, „ich hoffe, dass der Junge daraus gesund und ohne Schäden wieder herauskommt“.

Ein weiteres positives Beispiel ist für ihn Holger Kruse, der sich in der vorherigen Saison noch nicht in Szene setzen konnte. „Jetzt macht er einen super Job im Abwehrzentrum, wo wir uns mit mehreren Leuten abwechseln können“, freut sich Frieman mit seinem Mitspieler.

Am Freitag (20.15 Uhr, Eichendorff-Halle) kann die TSG Münster einen weiteren Schritt machen, um in dieser Spielzeit eine etwas ruhigere Saison zu spielen. „Wir haben jetzt 3:5 Punkte und haben mit der HSG Wiesbaden eine Mannschaft zu Gast, gegen die für uns ein Sieg Pflicht ist. „Wir haben zuletzt 3:1 Punkte geholt. Das wäre für uns der Anfang zu einem guten Lauf. Denn wir wollen alle nicht noch einmal so eine Zittersaison erleben wie in der abgelaufenen Spielzeit“, unterstreicht der Kapitän der Münsterer, „wir hoffen auf eine ruhige Saison, die uns Planungssicherheit gibt“.

Auch wenn die Mannschaft keinen breiten Kader hat, ist Frieman dennoch zufrieden mit seiner Mannschaft: „Für uns ist die mannschaftliche Geschlossenheit wichtiger. Unser Spiel ist jetzt schneller und flüssiger geworden. Das haben wir in der Vorbereitung bis zum Erbrechen trainiert. Darauf können wir aufbauen und werden von Woche zu Woche stärker und eingespielter.“

Und das gegen einen Gegner, der ebenfalls einen gewaltigen Umbruch hinter sich hat und auf den Trainer Jens Illner die TSG Münster wieder einmal optimal vorbereitet hat.

(vho)
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