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Fußball-Verbandsliga Mitte: Später K.o. für Oberliederbach

Im Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte ging es für die SG Oberliederbach um alles und für Viktoria Kelsterbach um nichts mehr. Trotzdem trennten sich die beiden Vertreter aus dem hiesigen Kreis mit 2:2 (0:1).
Nackenschlag in der Nachspielzeit: Auch der Oberliederbacher Dennis Leopold (rechts) sackte zusammen und konnte es nicht fassen. Foto: Marcel Lorenz Nackenschlag in der Nachspielzeit: Auch der Oberliederbacher Dennis Leopold (rechts) sackte zusammen und konnte es nicht fassen.
Oberliederbach. 

Ein Freistoß, der von den Gästen aus Kelsterbach in der dritten Minute der Nachspielzeit lang in den gegnerischen Strafraum geschlagen wurde und von den Hausherren per Kopf nicht geklärt werden konnte, brach der Mannschaft von Thomas Schlierbach das Genick. Der Ball landete vor den Füßen von Fabio Borges, der aus zehn Metern nicht lange fackelte und unter die Latte zum 2:2 für die Viktoria traf. Wie vom Blitz getroffen sanken fast alle Oberliederbacher Spieler auf den Boden, der Schiedsrichter pfiff das Derby ab und Trainer Schlierbach musste eine weitere bittere Pille schlucken: „Das war sinnbildlich für unsere komplette Leistung und die Phase, in der wir aktuell stecken“, meinte Oberliederbachs Trainer.

Als Vorletzter hätte die SG zu Hause gegen den bereits als freiwilliger Absteiger in die Kreisoberliga feststehenden Konkurrenten Boden auf den Drittletzten Dorndorf gutmachen können. So mussten sich Schlierbach und seine Schützlinge an einen Strohhalm klammern, der bei vier Punkten Rückstand auf den ärgsten Konkurrenten im Abstiegskampf nicht wirklich groß ist. „Immerhin haben wir einen Punkt auf Dorndorf gutgemacht“, dachte Schlierbach an deren 0:3-Niederlage gegen Kinzenbach. Der Trainer wusste aber auch, „dass wir nicht mehr viele Punkte holen, wenn wir so wie gegen Kelsterbach auftreten“.

Vor allem die erste Halbzeit bezeichnete Schlierbach als „Katastrophe“. „Wir wollten den Gegner im 5:4:1-System eigentlich früh pressen und auf ein schnelles Tor spielen“, verriet er seine Taktik, „wenn du diese Vorgabe aber nicht umsetzt und so gut wie keinen Zweikampf gewinnst, wird es natürlich schwer“.

In der ersten Minute klappte es noch gut für Oberliederbach. Nach einem Querpass stand Nils Pitas frei vor dem Tor, verfehlte den Ball aber. Die einzige Spitze Daniel Koch hätte eine Flanke per Kopf zum 1:0 nutzen können, scheiterte aber. Und auch Alper Özdemir hatte kein Glück, als sein Schuss nur ans Lattenkreuz klatschte. So konnte Kelsterbach verdient mit einer Führung in die Pause gehen. Atay Koustar hatte einen Spielzug über rechts bereits in der zwölften Minute mit dem 1:0 abgeschlossen. „Wir hätten bis zum Seitenwechsel eigentlich höher führen müssen“, meinte Ralf Horst. Der Trainer bescheinigte seinem Team eine ordentliche Leistung. „Nach der Pause sind wir dann aber viel zu oft ohne Einsatz hinterhergelaufen.“

So konnte Sebastian Hirschle sein Team in der 65. Minute zurück ins Spiel bringen. Nach einer emotionalen und lautstarken Standpauke von Schlierbach schaltete Oberliederbach einen Gang hoch, hatte mehr vom Spiel und kam vor allem durch Alex Trumpp über links immer wieder durch. Er leistete beim 1:1 die Vorarbeit für Hirschles 18-Meter-Treffer und hatte auch vor dem Joker-Tor von Aaron Schlotterer in der 88. Minute seine Füße im Spiel. „Am Ende war das aber einfach viel zu naiv und dumm“, schloss Schlierbach seine Ausführungen.

Oberliederbach: Wagner – Klingenberger, Ruhland (55. Wilson), Leopold, Drescher, Trumpp – Özdemir, Joerß (65. N. Schlotterer), Hirschle, Pitas – Koch (73. A. Schlotterer). Kelsterbach: Akatsuka – Borges, Kabbouz (80. Pereira), Wada, Reljic – Naimi, Seta Manousaridis (70. Ballarin) – Müller, Martinez-Rosique (55. Schreiber), Machado – Koustar. Tore: 0:1 Koustar (12.), 1:1 Hirschle (65.), 2:1 A. Schlotterer (88.), 2:2 Borges (90.3).

(awo)

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