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Fußball-Kreisoberliga: Tabellenführer Türk Gücü hat das Siegen verlernt

Von Wieder ungeschlagen, aber auch wieder nicht gewonnen: Gegen den VfR Groß-Gerau reicht es für Tabellenführer Türk Gücü abermals nur zu einer Punkteteilung.
Burak Yazici (Türk Rüsselsheim, li.) schirmt das Leder vor dem heranpreschenden Dennis Hornung (VfR Groß-Gerau) ab. Foto: Uwe Kramer Burak Yazici (Türk Rüsselsheim, li.) schirmt das Leder vor dem heranpreschenden Dennis Hornung (VfR Groß-Gerau) ab.
Groß-Gerau. 

„Es war ein gerechtes 1:1-Unentschieden“, legte sich der Pressesprecher der gastgebenden Groß-Gerauer, Stefan Kekule, nach dem Duell mit dem Ligaprimus fest. „Jeder, der heute den Weg zum Sportplatz gefunden hat, hat sicherlich ein gutes Spiel von beiden gesehen“, so Kekule und fügte an: „Ein gutes Spitzenspiel.“

Doch es war auch ein chancenarmes Spitzenspiel. Vielmehr fand das Geschehen zwischen den Strafräumen statt. Dass Strafraumszenen zu Raritäen wurden, war dem geschuldet, dass beide Mannschaften extrem diszipliniert und taktisch anspruchsvoll zu Werke gingen. „Wir haben sehr defensiv begonnen“, erklärte Kekule die abwartende Vorangehensweise der Hausherren. „Wir hatten Groß-Gerau offensiver erwartet“, gestand Türk Gücü-Trainer Nazif Kafa wiederrum. Vor allem nach dem 1:0 und dem Ausgleich der Hausherren spekulierte der Gästetrainer auf mehr Risiko seitens seiner Gegenüber.

Dass sein Trainer-Pendant, Gaetano Bauso, nicht auf Sieg spielte, war Kafa nicht nur unerklärlich – es machte ihm auch einen Strich durch die Rechnung. Denn der hatte darauf spekuliert, gegen offensivfreudigere Groß-Gerauer mehr Räume für seine flinken Flügelspieler und schnellen Spitzen angeboten zu bekommen.

Nachdem Innenverteidiger Jonas Kämmereit mit seinem etwas zu hoch angesetzten Kopfball am Fünfereck die einzig nennenswerte Gelegenheit des ersten Durchgangs hatte, nahm die Partie nach Wiederanpiff etwas mehr Fahrt auf. Und das zunächst zugunsten der Gäste: Ömer Koc tauchte plötzlich vorm VfR-Tor auf, doch Kämmereit klärte im letzten Moment zur Ecke. Diese konnte nicht konsequent geklärt werden, und Akin Cihat staubte zur 1:0-Gästeführung ab (50.). Groß-Gerau reklamierte auf Abseits und bezog sich auf den Pass auf Koc, der dem Tor vorausging.

Die Hausherren investierten nun etwas mehr und wurden mit dem Ausgleich belohnt: Muhammed Arkan brachte den Ball punktgenau von außen auf den eingewechselten Razan Farag, der trocken mit der Innenseite ins Eck einschob (71.).

„Uns fehlt in letzter Zeit das Glück, aber auch die nötige Cleverness, in der entscheidenden Phase die Tore zu machen“, monierte Kafa nach dem nun vierten Remis in Serie. Bezeichnend und kurios zugleich: Kurz nach dem 1:0 hatte Koc mit einem Schussversuch VfR-Keeper Mihret Piskavica bereits geschlagen, Kollege Burak Yazici wollte auf Nummer sicher gehen, grätschte den Ball nachdrücklich über die Linie – und wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. „Bleibt er weg, ist er drin, es steht 2:0 und Groß-Gerau wäre nicht mehr zurückgekommen“, ist sich Nafa da ganz sicher.

VfR Groß-Gerau: Piskavica – Anuk, Esch, Kämmereit, Krasniqi (78. Inan), Meder (38. Hornung), Grüll (67. Farag), Mohammad, Bartolomeo, Arkan, Pupovac. – Türk Gücü Rüsselsheim: Ünal – Ulat, Taybara, Erdinc, Celik, Ö.Koc, Gögdas (68. Cociu), Yazici, Akkus, Coskun, Cihat. – Tore: 1:0 Cihat (50.), 1:1 Farag (71.). – SR: Schnurr (Wiesbaden). – Zuschauer: 150.

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