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TC Bad Vilbels Zweitliga-Damen: Erste Liga ist keine Utopie mehr

Die Damen des TC Bad Vilbel mischen die 2. Bundesliga kräftig auf. Nach drei Spielen ist der Neuling als einzige Mannschaft noch ungeschlagen.
Eitel Sonnenschein: Valentina Likic (v. li.), Mara Guth und Isabella Shinikova sind mit dem TC Bad Vilbel in der 2. Bundesliga noch ungeschlagen. Eitel Sonnenschein: Valentina Likic (v. li.), Mara Guth und Isabella Shinikova sind mit dem TC Bad Vilbel in der 2. Bundesliga noch ungeschlagen.
Bad Vilbel. 

Die Pfingsttage bescherten dem TC Bad Vilbel zwei 6:3-Siege. „Weiter geht’s im Juni. Da kommt noch die jetzt bei Jugend-Weltranglistenturnieren aktive Jule Niemeier hinzu. Wenn ich jetzt vom Aufstieg in die 1.Bundesliga spreche, ist das keine Utopie mehr“, sagt Team-Chef Larry Cooper.

Zum ersten Heimspiel begrüßte Bad Vilbel in der Huizenerstraße den bis dahin ebenfalls noch unbesiegten GW Luitpoldpark München. Über 200 Besucher sahen ein spannendes Match mit zweimaliger Wende. Erst sah alles nach einem glatten Erfolg der Gastgeberinnen aus, dann wies alles auf einen Sieg der Bayern aus, am Ende freuten sich aber die heimischen Fans.

Auch wenn der Sieg Teamwork war, kann Miriam Siljic als Matchwinner bezeichnet werden. Woher das kleingewachsene Energiebündel aus Kroatien die Kräfte nahm, um ein solches Laufpensum zu absolvieren, weiß sie wohl nur selbst. Ihre Gegnerin hatte von den Schlägen her sicher die größeren Möglichkeiten, doch Siljic holte auch unerreichbar wirkende Bälle und entnervte die Schweizerin regelrecht, die bei den oft schier endlosen Ballwechseln am Ende irgendwann den Fehler machte. Außerdem war Nicole Gadient nach dem mehr als zwei Stunden dauernden Match entkräftet, was sich später auch im Doppel niederschlug.

Zunächst sah alles toll aus. Mara Guth, deren Vorhand sehr gut funktionierte, und Julia Terziyska gewannen konzentriert und locker, Isabelle Shinikova holte den ersten Satz mit 6:0. Dann verlor die Bulgarin aber noch ihr Match. Ihre Gegnerin Zarycká war eine reine Bringerin, die variable Schläge im Repertoire hatte. Shinikova kann hingegen nur eins: draufhauen. Funktioniert’s, dominiert sie wie im ersten Satz. Häufen sich aber die Fehler, kann sie ihr Spiel nicht umstellen. Im Champions-Tiebreak bescherte sie der Gegnerin acht der zehn Punkte durch Eigenfehler.

Die US-Amerikanerin Naomi Cheong, die gerade ihren 16. Geburtstag gefeiert hatte, war ebenso chancenlos wie die Italienerin Georgia Brescia im Spitzenspiel. Gegnerin Sesil Karatantcheva galt mit 15 als Wunderkind, besiegte damals Venus Williams und kletterte in der Weltrangliste 2005 auf Rang 35. Heute ist sie noch immer eine der stärksten „Einser“ der Liga. Plötzlich hieß es 2:3. Bis Siljic die erneute Wende einleitete, die dann mit drei Siegen in den Doppeln zum erfolgreichen Ende führte.

TC Bad Vilbel – Luitpoldpark München 6:3: Georgia Brescia/ITA – Sesil Karatantcheva/BUL 1:6, 5:7, Isabella Shinikova/BUL – Anastasia Zarycká/TCH 6:0, 4:6, 7:10, Naomi Cheong/USA – Dia Evtimova/BUL 1:6, 1:6, Julia Terziyska/BUL – Julia Thiem 6:3,6:3, Mirian Suljic/CRO – Nicole Gadient/SUI 6:7, 6:1, 10:6, Mara Guth – Verena Gantschnig 6:2, 6:0, Shinikova/Cheong – Zarycká/Evtimova 4:6, 6:4, 10:5, Brescia/Terziiyska – Karatantcheva/Gadient 7:6, 6:3, Valentina Likic/Guth – Thiem/Gantschnig 6:1, 6:2.

Zwei Tage später gewannen die Vilbeler dann auch beim TSC Mainz mit 6:3 (4:2 nach den Einzeln). Die Doppel liefen zunächst gegen Bad Vilbel. Der erste Satz wurde auf allen drei Plätzen verloren, Shinikova/Cheong verspielten im Champions-Tiebreak eine 7:4-Führung, Mainz kam ran. Doch dann zeigte sich wieder, dass Vilbel über starke Paare verfügt. „Mainz trat in Bestbesetzung mit sechs Ausländerinnen, an. Da muss man schon eine gute Leistung bringen, um zu gewinnen“, zeigte sich Cooper beeindruckt. „Alle haben stark gespielt. Trotz der Niederlage muss ich Mara extra erwähnen. Sie ist erst 14 Jahre jung und hat der elf Jahre älteren argentinischen FedCup-Spielerin Paula Ormaechea – vor vier Jahren Nummer 59 der Welt – ein gleichwertiges Match geliefert.“ löf

TSC Mainz – TC Bad Vilbel 3:6: Ekaterine Gorgodze/GEO – Brescia – 3:6, 4:6, Tamaryn Hendler/BEL – Shinikova – 7:6, 1:6, 6:10, Nina Alibalic/CRO – Cheong 6:3, 6:1, Sinja Kraus/AUT – Terziyska 2:6, 6:7 Livia Kraus – Suljic 2:6, 6:7, Paula Ormaechea/ARG – Guth 7:5, 6:4, Gorgodze/Alibalic – Shinikova/Cheong 6:2, 5:7, 10:8, Hendler/Ormaechea – Brescia/Terziiyska 6:3, 5:7, 11:13, Kraus/Kraus – Likic/Guth 6:3, 4:6, 7:10.

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