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Fußball-Gruppenliga: Tsiakalos zwischen Baum und Borke

Der SC Dortelweil gibt zwei höher eingeschätzten Spielern nach der Saison den Laufpass. Derweil freut sich der SKV Beienheim auf vier Neuzugänge.
Wo geht’s hin mit seinem VfB Friedberg? Trainer „Toni“ Tsiakalos muss sich noch in Geduld üben. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Wo geht’s hin mit seinem VfB Friedberg? Trainer „Toni“ Tsiakalos muss sich noch in Geduld üben.
Friedberg. 

Nur noch zwei Spieltage stehen in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West auf dem Programm – und noch immer ist nicht geklärt, ob drei, vier oder gar fünf Mannschaften in den sauren Abstiegsapfel werden beißen müssen. Was an der ebenfalls noch ungeklärten Situation eine Etage höher – in der Verbandsliga Süd – liegt.

Dort müssen mit dem SV FC Sandzak Frankfurt (11. Platz) und TSV Vatanspor Bad Homburg (13.) zwei potenzielle West-Clubs noch um den Klassenverbleib rudern, wobei nach jetzigem Stand die Mannschaften ab Rang 14 abwärts absteigen müssen. Verfehlen Sandzak und Vatan beide das Klassenziel, hätte dies einen Stock tiefer – in der Gruppenliga West – fünf Absteiger zur Folge. Schafft einer, Sandzak oder Vatan, den Verbandsliga-Verbleib, würde es in der Weststaffel der Gruppenliga vier Teams erwischen. Halten indes beide die Verbandsliga, müssen nur drei Gruppenligisten die West-Gruppe gen Kreisoberliga verlassen.

Drei bis fünf Absteiger also – und „mittendrin“ der VfB Friedberg. Das Team von Trainer Antonios Tsiakalos müsste als Tabellen-16. und Vorletzter der Gruppenliga West (mit 26 Punkten) derzeit in die KOL absteigen, könnte sich aber durch einen Sieg am Sonntag (15 Uhr) gegen den Tabellen-15. FV Hausen (27 Punkte) noch auf Platz 15 oder gar auf den 14. und viertletzten Platz (FV Stierstadt/28 Zähler) verbessern. Tsiakalos, unter dessen Regie der VfB, der am letzten Spieltag dann turnusgemäß nur Zuschauer ist, nimmt die ganzen Zahlenspiele und Eventualitäten „geradezu amüsiert“ zur Kenntnis: „Natürlich werden wir alles daransetzen, am Sonntag mit einem Sieg unsere allerletzte und noch dazu kleine Chance zu wahren. Wir haben unser Schicksal aber gar nicht mehr in eigener Hand,“

Tsiakalos will allerdings nicht verhehlen, dass man am Friedberger Burgfeld „für die kommende Saison eigentlich schon für die Kreisoberliga“ plane und man sich „aus der Gruppenliga anständig verabschieden“ wolle. Die Mannschaft habe in den zurückliegenden Wochen bei der 1:2-Niederlage bei Schlusslicht Spvgg. Griesheim sowie bei den Last-Minute-Pleiten in Kalbach und gegen den FC Oberstedten eine wesentlich bessere Ausgangsposition vor den letzten zwei Spieltagen vergeben. „Sollten wir aber doch noch wider Erwarten am Ende den Klassenerhalt schaffen, nähmen wir das natürlich sehr erfreut zur Kenntnis“, so Tsiakalos.

Wie schon zuletzt gegen den FC Oberstedten wird sich auch am Sonntag gegen den FV Hausen der zuvor bereits „ausgebootete“ Torjäger Salih Yasaroglu in den Dienst des VfB stellen – wegen anhaltender personeller Engpässe – ehe er nach Rundenschluss bekanntlich mit seinem VfB-Kollegen Jasmin Emrovic zu Gruppenliga-Aufsteiger Türk. SV Bad Nauheim wechselt (wir berichteten). Ein gutes Omen? Im Hinspiel hatte der VfB mit 5:1 beim FV Hausen gewonnen. Und im Fall einer für den Klassenerhalt noch relevanten Punktgleichheit zwischen VfB Friedberg und FV Stierstadt: Der direkte Vergleich geht an den VfB (5:1/0:0).

SC: Zwei müssen gehen

Die Blicke nach ganz vorne richtet der SC Dortelweil. Durch den Aufstiegsverzicht von Tabellenführer FC Kalbach (65 Punkte) gilt die SG Bornheim/GW (63) nun als Topfavorit auf den Sprung in die Verbandsliga Süd, den er am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellendritten SC Dortelweil (57 Punkte) klar machen könnte. Dortelweil wiederum hält im Kampf um den Einzug in die Aufstiegsrunde gegenüber Spvgg. Oberrad (56), Sportfreunde 04 Frankfurt (56) und FG Seckbach (52) die besten Karten in der Hand.

„Wir hoffen auf eine große Zuschauerkulisse am Sonntag gegen Bornheim und werden in unveränderter Aufstellung in die Partie gehen“, sagt Dortelweils Vorstand Martin Gunkel. Das Hinspiel in Bornheim endete 2:2. Für den Fall, dass die Entscheidung über Platz drei (der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt) via direktem Vergleich fallen muss: Gegen die Sportfreunde 04 hat Dortelweil den Vergleich gewonnen (2:1/1:1), gegen die Spvgg. 05 Oberrad jedoch aufgrund der Auswärtstorregelung knapp verloren (0:1/2:1).

Ganz gleich, wie das Gruppenliga-Finish endet: Von zwei Spielern wird man sich beim SC Dortelweil nach Saisonende trennen – weil sie laut Gunkel „die sportlichen Erwartungen nicht erfüllen konnten“. Dabei handelt es sich um die ehemals von Türk Gücü Friedberg zum SC gestoßenen Ignat Chekmazov und Baba Awal Mouhaman.

Fern von jeglichen Auf- und Abstiegsgedanken geht der SKV Beienheim in sein vorletztes Saisonspiel, in dem er am Sonntag (15 Uhr) beim SV der Bosnier gastiert, der sich als Tabellen-13. seiner Sache im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht gänzlich sicher sein kann. „Wir wollen unsere beiden noch ausstehenden Spiele – abschließend dann bei der TSG Nieder-Erlenbach – gewinnen und das Maximum herausholen“, hat Beienheims scheidender Trainer Karl Heinz Stete Rang acht noch im Visier. Bis auf den privat verhinderten Michael Eckhardt kann der SKV am Sonntag in Bestbesetzung spielen – und mit Jonas Möser (Nils Schäfer) als Eckhardt-Ersatz.

Als Neuzugänge stehen für Beienheim bislang die Nieder-Erlenbacher Sebastian Spisla (neuer Spielertrainer), Torjäger Ante Paradzik, Torwart Tautvydas Tazokas und Defensivmann Karim Döringer fest. gg

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