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30 Jahre nach blutigen Krawallen: Abriss des geschichtsträchtigen Zauns: Fraport ersetzt Betonzaun an Startbahn West

Blick auf den Betonzaun an der Startbahn West des Flughafens in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler Blick auf den Betonzaun an der Startbahn West des Flughafens in Frankfurt am Main.
Frankfurt/Main. 

Drei Jahrzehnte nach den blutigen Krawallen um die Startbahn West hat am Frankfurter Flughafen der Abriss des geschichtsträchtigen Zauns begonnen. Mit der sechs Kilometer langen Befestigungsanlage aus Beton und Stacheldraht sollten einst Demonstranten von der umkämpften Baustelle ferngehalten werden. Da die Mauer als Symbol für eine der größten Protestaktionen der Bundesrepublik gilt, sollen Teile davon aufbewahrt werden, wie der Flughafenbetreiber Fraport am Donnerstag mitteilte.

Der Betonzaun sei verwittert und entspreche nicht mehr den behördlichen Anforderungen, begründete ein Unternehmenssprecher den Umbau. An Stelle des Betonzauns soll für rund zehn Millionen Euro bis zum kommenden Herbst eine moderne Absperrung aus Aluminium errichtet werden. Der Austausch ist Teil der Renovierung der Startbahn 18 West, mit der bereits im Frühjahr begonnen wurde.

Kaum ein Bauprojekt der deutschen Nachkriegsgeschichte wurde so erbittert umkämpft wie die 1984 in Betrieb genommene Startbahn. Hunderttausende demonstrierten zwischen 1981 und 1987 gegen das Projekt, errichteten Protestdörfer, hielten Mahnwachen, blockierten Autobahnen und den Flugbetrieb. Bei den Auseinandersetzungen wurden Demonstranten und Polizisten verletzt, zwei Beamte wurden erschossen.

(dpa)
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